Dritter Gedanke zum Bild an der Wand.

Eine Beobachtung, die man im Alltag ständig macht:

Oft fehlt nicht Fähigkeit. Es fehlt Geduld.

Das Ergebnis soll

sofort entstehen

perfekt sein

nichts kosten

keine eigene Anstrengung verlangen.

Diese Erwartung ist nicht zufällig entstanden. Sie ist das Resultat einer sehr langen kulturellen Gewöhnung.

Seit Jahrzehnten – lange vor sozialen Netzwerken – wird Technik so präsentiert, als gäbe es keine Voraussetzungen:

Knopf drücken → Ergebnis. App installieren → Problem gelöst. Service buchen → Verantwortung abgegeben.

Man könnte sagen: Das ist eine Erziehung durch das Proprietariat.

Die Botschaft lautet:

Du musst nichts verstehen. Du musst nichts können. Du musst nur konsumieren.

Die Realität sieht anders aus.

Ein Bild hängt nicht von selbst. Es braucht:

eine Wand

einen Nagel

Werkzeug

etwas Zeit

ein wenig Geduld.

Und manchmal auch ein zweites Loch, weil das erste schief war.

Natürlich wäre es schön, wenn es anders ginge.

Man würde das Bild einfach an einen Siemens-Lufthaken hängen, und es würde sich je nach Stimmung selbst an einen neuen Ort bewegen.

Nur: Diesen Haken gibt es nicht.

Die Welt funktioniert immer noch nach denselben Regeln:

Dinge brauchen Struktur.

Ergebnisse brauchen Zeit.

Freiheit braucht eigenes Können.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Gegenbewegung zur Plattformwelt:

Nicht alles sofort erwarten. Nicht alles delegieren.

Manchmal einfach selbst den Nagel einschlagen.

#Infologie #DigitaleAutonomie #Geduld #Protokolle

Pleroma

Zweiter Gedanke zum „Ich kann das nicht.“ – diesmal technisch.

Wenn man das Beispiel mit dem Bild an der Wand weiterdenkt, landet man sehr schnell bei einer größeren Frage:

Wovon mache ich mich eigentlich abhängig, wenn ich etwas tue?

Beim Bild sind es Dinge wie Werkzeug, Material oder Regeln. In der digitalen Welt sind es meist Apps, Plattformen und Anbieter.

Das Problem: Diese Dinge gehören jemandem.

Sie können verschwinden. Sie können ihre Regeln ändern. Sie können Funktionen abschalten.

Darum ergibt sich aus der Idee der Entbindung eine praktische Konsequenz:

Wenn du dich wirklich auf etwas verlassen willst: Mach es selbst – oder lass es.

Das heißt nicht, alles alleine zu tun. Es heißt nur: Die Abhängigkeiten so klein wie möglich machen.

Synchron vs. Asynchron

Zwischen Menschen gibt es zwei grundlegende Formen von Austausch.

Synchron (Kommunikation) Gespräch, Chat, Telefon – beide Seiten sind gleichzeitig da.

Asynchron (Information) E-Mail, Texte, Dokumente – jemand schreibt, jemand liest später.

Beides funktioniert technisch nur, wenn eine gemeinsame Grundlage existiert.

Die kleinste gemeinsame Abhängigkeit

Diese Grundlage sollte nicht eine App sein und nicht ein Anbieter.

Die stabilste gemeinsame Basis ist etwas anderes:

Das Protokoll.

Ein Protokoll beschreibt nur wie Daten übertragen werden, nicht wer darüber bestimmt.

Darum überleben Protokolle oft Jahrzehnte, während Apps im Jahrestakt kommen und gehen.

Beispiel: ein minimaler Kommunikations-Stack

Man kann ein erstaunlich stabiles System mit sehr wenigen Bausteinen bauen.

Netz

Yggdrasil → verschlüsseltes IPv6-Mesh

Transport

SMTP IMAP HTTP

Darstellung

Markdown

Mehr braucht es im Grunde nicht, um

Nachrichten zu senden

Informationen zu veröffentlichen

Dokumente auszutauschen

Archive aufzubauen

Warum das wichtig ist

Apps können verschwinden. Plattformen können abgeschaltet werden. Unternehmen können ihre Geschäftsmodelle ändern.

Ein offenes Protokoll hingegen bleibt nutzbar, solange irgendjemand Software dafür schreibt.

Darum lautet die praktische Regel:

Baue Systeme so, dass sie nur vom Protokoll abhängen – nicht von einer Plattform.

Oder zurück zum Bild an der Wand:

Viele Dinge können schiefgehen. Aber wenn du weißt, welcher Nagel wirklich trägt, bleibt das Bild hängen.

#Infologie #Netzwerke #DigitaleAutonomie #Protokolle

Pleroma

Hexenprozesse und andere Kriminalakten aus dem Lipper Land digitalisiert

Wer Hexenprozesse und andere Kriminalakten im Lipper Land sucht, wird im Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe fündig, denn dort wurden Hexenprozesse und andere Kriminalakten aus dem Lipper Land digitalisiert. Dazu ist auf der Infoseite im Archivportal zu lesen:

„Früher war alles besser? Wer das glaubt, sollte einen Blick in die Überlieferung der Justiz werfen. Ganz frisch zurück aus der Digitalisierung und jetzt online einsehbar ist unser Bestand L 86 Lippisches […]

https://www.compgen.de/2025/08/hexenprozesse-und-andere-lipper-kriminalakten-digitalisiert/

#Protokolle

Joseph v. Sonnenfels *Über den Geschäftsstil*. Wien 1784

https://data.onb.ac.at/rep/1032D38F

Sonnenfels über den Geschäftsstil. Die ersten Grundlinien für angehende österreichische Kanzleybeamten

<br> <br> In diesem Portal finden Sie die digitalen Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek: Bücher, Fotografien, Grafiken und vieles mehr. <br><br>

ÖNB Digital
@MinisterratCis immer wieder #Protokolle! Workshop Protokollarische Kulturen. Mitschriften der österreichischen Bürokratie.
Das #Fediverse ist ein föderiertes System von Gemeinschaften, das ein wenig wie ein großes soziales Netzwerk aussieht, aber ohne zentrale Autorität. Das Fediverse verbindet verschiedene Anwendungen, die über einige #Protokolle kommunizieren (wobei #ActivityPub das am meisten unterstützte ist) und verschiedene Dienste für verschiedene Gemeinschaften bereitstellen.
#DatenimFokus: Heute stellen wir die TeKoP-Studien vor. Die #Forschungsinstrumente gibt es bei @IQB_media: http://doi.org/10.5159/IQB_TeKoP_v1
Die Laut Denk #Protokolle stellt das FDZ Bildung am @dipf_aktuell zur Verfügung: https://www.fdz-bildung.de/studiendetails.php?id=547

Aber wohin?

#Rechte #Aggressionen nehmen zu in Deut­sch­land, und das nicht erst seit gestern. Fünf #Menschen über das #Misstrauen und die #Anfeindungen, die sie erleben – und die Frage, wo sie sich noch sicher fühlen können

#Protokolle von Laura #Catoni

https://www.taz.de/!6065587

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NAK-ORGA-Treffen vom 17. Dezember 2024

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NAK-ORGA-Treffen vom 17. Dezember 2024 – Neustadt Art Kollektiv

Protokoll des Treffens vom 21. Januar 2025

Neustadt Art Festival 2024
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https://neustadt-art-kollektiv.org/protokoll-des-treffens-vom-21-januar-2025/

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Protokoll des Treffens vom 21. Januar 2025 – Neustadt Art Kollektiv