Fünf Chrome-Zero-Days in 2026, ein KI-Chatbot, der 20.000 Instagram-Konten verschenkt, und Passwort-Tresore in fremden Händen. Unser Juni Security Digest ist da. Die Angriffsflächen verschieben sich dorthin, wo viele Unternehmen noch blind vertrauen.
🔓 Aktiv ausgenutzte Schwachstellen häufen sich: Browser, VPNs, SD-WAN, Domain Controller, MFT-Server, Android. Der CISA-KEV-Katalog wächst schneller, als viele Patch-Zyklen es hergeben. Wer sich noch primär an CVSS-Scores und festen Wartungsfenstern orientiert, reagiert auf reale Angriffsmuster zu spät. Parallel zeigt der Meta/Instagram-Fall eine neue Dimension: Über 20.000 Konten kompromittiert, weil ein KI-Chatbot sicherheitskritische Account-Änderungen ohne ausreichende Verifikation durchführte. Ein Paradebeispiel für „Excessive Agency" aus den OWASP Top 10 LLM.
Ebenfalls im Digest: Nach einer Brute-Force-Kampagne auf Dashlane konnten Angreifer bei knapp 20 Konten verschlüsselte Vaults herunterladen 🔑 Und Let's Encrypt geht mit Merkle Tree Certificates einen neuen Weg Richtung Post-Quantum-Zertifikate, ohne TLS-Handshakes aufzublähen. Alle Details, Quellen und Einordnungen finden Sie hier: https://research.hisolutions.com/2026/06/
💬 Zwei Fragen an die Security-Expertinnen und -Experten: Nutzen Sie den CISA-KEV-Katalog bereits aktiv zur Priorisierung im Schwachstellenmanagement? Und wie gehen Sie damit um, wenn KI-Systeme eigenständig sicherheitskritische Entscheidungen in Account-Recovery-Prozessen treffen?
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