Nach pünktlicher Abfahrt in Viersen werden wir von DB Infraggio so lange am Einfahrsignal von Mönchengladbach Hbf stehen gelassen, bis die RB 33 nach Essen raus ist. Dann gibts on top den Gleiswechsel nach 5, sodass der Anschluss zur RB 27 nicht mehr bahnsteiggleich ist. Letztlich egal, denn auch dann hätten wir die nicht mehr erreicht, also wird es der RE 8 eine halbe Stunde später - immerhin fährt der, die nächste RB 27 wäre nämlich im Ausfall.
Mit dem RE 8 geht es nach Bonn-Beuel durch, da ist dann auch Feierabend für den Zug, denn es ist eine kleine Oberleitungsstörung gespawnt. Die Gäste werden in Busse nach Königswinter geschickt, die ganz bestimmt auch ganz sicher gefahren sind. Für mich ist hier Schluss, das war's für dieses Mal, es geht aber schon übermorgen weiter. Bis dahin! #MagnaStreckencarta
Damit der Anschluss in Eindhoven auch ja kaputt geht, fahren wir erstmal 3 Minuten zu spät ab, und erhöhen bis Breda auf 5 Minuten. Die holen wir bis Tilburg wieder raus, sodass wieder Hoffnung aufkeimt. Ab Boxtel fahren wir dann parallel mit dem IC nach Venlo, den ich gerne kriegen würde. Aber selbstverständlich wäre ein bahnsteiggleicher Umstieg in Eindhoven viel zu einfach, es geht also stattdessen nach spoor 5. Entsprechend müssen wir erst die Einfahrt des Venlo-IC abwarten, um danach langsam links rüber nach 5 zu schleichen. Natürlich ist dort die einzige Treppe hinten, ich vorne und der weiterfahrende Zugteil ebenfalls vorne. Es klappt trotzdem so gerade, irgendwie. Wohl dem, der gut zu Fuß ist.
In Venlo ist das ganze entspannter, hier braucht man nicht zu rennen. Wir bleiben auch von der Bundespolizei verschont. #MagnaStreckencarta
Goede morgen! Die Nacht war gut, nur etwas kurz. Wir sind pünktlich in Hoek van Holland angekommen, nachdem alle Gäste in die Lobbybereiche auf Deck 9 gerufen wurden, werden zunächst die Leute auf die Autodecks gebeten. Übrig bleiben nur eine handvoll Fußpassagiere, die dann gegen 8 Uhr von Bord gehen. An der Passkontrolle stehen nur zwei Menschen bei drei besetzten Schaltern, und schon stehe ich vor dem Hafengebäude. Die zum Strand verlängerte Metro kenne ich bereits, daher sprinte ich schnell zur einfahrenden Metro nach Schiedam. Schnell mit dem IC nach Rotterdam, Kurzbesuch bei Albert Heijn, weiter gehts nach Eindhoven. Ich liebe es, dass die Gateline-Scanner den Code des Passumschlags lesen können. #MagnaStreckencarta
In Harwich International steigt so gut wie niemand aus, nur eine weitere Person sehe ich auch ins Ferry Terminal gehen. Dort wird als erstes ein "proof of journey" gefordert, und da reicht natürlich nicht die Stena-App mit dem Ticket, denn es muss unbedingt auf einen Blick Datum, Strecke und Anzahl Personen sichtbar sein, damit es akzeptiert wird. Den Interrailpass für den Rabatt will dafür selbstverständlich niemand sehen, das eigentliche Ticket auch nicht. Nach dem Gepäckscan wird an der Rezeption nur der Pass durchgezogen, dann gibts auch schon die Kabinenkarte und ab gehts an Bord. Da der Mobilfunk schon sehr bald komplett weg ist, während wir noch im Hafen liegen, buche ich noch für 4€ das Premium-Wifi, um diesen Bericht für heute zuende zu bringen. Fun fact: Der zweite Boat train, der um 21:59 Uhr hier ankommen sollte, ist wohl mit +40 in Colchester verendet. Der wäre mir aber auch deutlich zu knapp gewesen für eine Fähre um 23:00 Uhr. Bis morgen in den Niederlanden! #MagnaStreckencarta
Während der Eurostar an Fronleichnam für den Hinweg noch Kontingente hatte, ist für zurück über mehrere Tage nur in den absoluten Tagesrandleistungen noch was frei gewesen, darauf hatte ich keinen Bock. Also teste ich nun auch mal was anderes: Mit der Stena Line über Nacht von Harwich nach Hoek van Holland. Es fahren zwei Boat trains direkt von London Liverpool Street nach Harwich International, aber dort werden wieder die schrecklichen 720er eingesetzt. Das geht natürlich gar nicht, deswegen fahre ich ab Stratford mit dem kurz zuvor verkehrenden Intercity in Richtung Norwich. Hier gibt es sogar noch ein letztes Mal Inklusivleistungen im Bordbistro, das habe ich in diesen Zügen so auch noch nie in Anspruch genommen. In Manningtree warte ich dann auf dem unüberdachten Bahnsteig 3 und werde von einem heftigen Regenschauer überrascht. Mit den dunklen Regenwolken von oben entsteht ein phänomenaler Sonnenuntergang. #MagnaStreckencarta
Mein Zug endet planmäßig in Dalston Junction, hier gibt es zwei Kopfgleise für wendende Züge, um Highbury & Islington zu entlasten. Man kann von hier nach Dalston Kingsland an der Mildmay line der Overground laufen, aber ich nehme lieber noch die Kurve nach Canonbury mit und steige dann dort in die Mildmay line um, die mich nun nach Stratford bringt. Wie zum Hohn kommt jetzt erst die Sonne ein wenig raus, wo der Tag sich dem Ende zuneigt. #MagnaStreckencarta

Tatsächlich findet hier in Streatham Hill nun nochmal ein #Streckensammler Schmankerl statt: Mo-Fr wird einmal am Tag ein Zug aus der örtlichen Abstellung bereitgestellt, und fährt dann um 17:20 Uhr über den nordwestlichen Schenkel des Gleisdreiecks nach Tulse Hill und weiter über Peckham nach London Bridge. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Ich bleibe bis Queens Road Peckham sitzen und warte dort auf einen Windrush line Zug aus Clapham, als mir plötzlich eine fette Rauchsäule genau in unserer Fahrtrichtung auffällt. Eine Recyclingfirma in Bermondsey ist es, die dort brennt, und ich habe Glück, dass meine Fahrt hiervon nicht betroffen ist – einige andere Streckenabschnitte wurden wohl kurzzeitig eingestellt, was zu ordentlichen Verspätungen führte. #MagnaStreckencarta

Die Windrush line der Overground hat ihren Ursprung in Highbury & Islington, unterquert dann bei Wapping die Themse und teilt sich in mehrere Äste auf: Clapham Junction, Crystal Palace, West Croydon und New Cross. Die Fahrzeuge sind Class 378, gehören auch zur Electrostar-Familie, der Eigenname ist aber "Capitalstar". Sie zeichnen sich, wie auch die Class 710 "Aventra" bei der Overground, durch ihre seitliche Bestuhlung aus. Zum Streckensammeln mit Rausschauen totaler Müll, aber gut um Fahrgastmassen abzutransportieren. Die eine Station nach Sydenham ist der Zug noch leer, dort wechsele ich einmal auf die andere Seite und fahre mit einem West Croydon Zug bis Norwood Junction – schon etwas voller, aber immer noch Sitzplätze. Von dort geht es endlich wieder mit Southern und meinem neuen Lieblingsfahrzeug (es gibt aber wirklich deutlich schlimmere Züge, also man kann echt nicht meckern) über eine Verbindungskurve direkt nach Crystal Palace und weiter über Gipsy Hill nach Streatham Hill. #MagnaStreckencarta
Ab der namensgebenden Junction zweigt hier eine Kurve nach New Beckenham ab, die nur von drei Zügen nachts befahren wird – oder am 20. Juni von deutlich mehr Zügen aufgrund von Bauarbeiten, falls da jemand in der Nähe ist. Eigentlich wollte ich jetzt mit Southeastern rüber nach Herne Hill, aber da dort wegen dieser ominösen Signalstörung immer noch keine Thameslink-Züge fahren, lasse ich das bleiben. Stattdessen nehme ich denselben Electrostar zurück und steige spontan in Crystal Palace aus, um noch ein paar Kurven einzusammeln. Und für Abwechslung von den ewig gleichen Electrostars, mal sehen, Overground für eine Station nach Sydenham, was wird denn da eingesetzt? Oh. #MagnaStreckencarta
Ich hoffe ihr habt noch nicht genug von den Electrostars, denn ich hab da noch jede Menge von. Erstmal geht es wieder über Balham nach Streatham Hill, ehe beim Gleisdreieck südlich von Tulse Hill der untere Schenkel nach West Norwood befahren wird. Eine Station weiter wird Gipsy Hill erreicht, hier steige ich um in einen weiteren Electrostar nach Beckenham Junction, der in Crystal Palace nach Süden abzweigt und dann ein Stück parallel zur Tramstrecke verläuft, welche ebenfalls in Beckenham Junction endet. #MagnaStreckencarta