NEUER BEITRAG: Vernon Subutex 2

Vernon Subutex ist wieder da. Eine überformatige Graphic Novel voll mit verrückten Geschichten und Figuren.

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#ComicRezensionen #Literaturadaption #Luz #Reprodukt #Romanadaption #VernonSubutex #VirginieDespentes

Vernon Subutex 2

Vernon Subutex ist wieder da. Im zweiten Band bringt Luz die Adaption der Romanserie von Virginies Despentes zum Abschluss, eine überformatige Graphic Novel voll mit verrückten Geschichten und Figuren. Wunderbar zum Beispiel die Geschichte um Pamela Kant (natürlich als Pornoname zu lesen) und ihren Partner Daniel, der seine Freundin nervt, weil ihm alles zufliegt – weil Daniel früher eine Pornodarstellerin namens Debbie D’Acier war, die irgendwann beschloss, ihre Karriere zu beenden und die Transition zum Mann zu machen, zu Daniel, der jetzt mit Männern rumkumpelt und sich durch die Gegend bumst, während sie, Pamela, nach Beendigung ihrer Pornokarriere das Stigma ihrer Vergangenheit nie los wurde und darunter leidet, auf ewig als Schlampe und Nutte gesehen zu werden. Aber nicht so Daniel/Debbie: Der flattert nur so durchs Leben. Nachdem er/sie als Deborah bereits ein kleines, pummeliges Mobbingopfer, später gar fettleibige Teenagerin war, hat xier sich zur Sexbombe heruntergehungert, ließ sich zum Casting eines Pornodrehs überreden, machte dort Karriere, entwickelte sich zur Kokserin, häutete sich ein weiteres Mal und ist jetzt der top-attraktive Daniel, die treue Seele …

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NEUER BEITRAG: Währenddessen… (KW 48)

Heute steht Währenddessen ganz im Zeichen des Gigantismus. Es geht um Clive Barkers "In the Hills, the Cities", das von John Bolton auch als Comic adaptiert wurde.

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#Comicadaption #CliveBarker #Horror #Literaturadaption #Surrealismus #JohnBolton

Währenddessen… (KW 48)

Heute steht Währenddessen ganz im Zeichen des Gigantismus. Es geht um Clive Barkers „In the Hils, the Cities“, das von John Bolton auch als Comic adaptiert wurde. Wenn es einem Autor im begrenzten Umfang einer Kurzgeschichte gelingt, mit etwas sehr Grundsätzlichem über die Verfasstheit des Menschen zu überraschen, dann ist das alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Clive Barker gelingt dieses in der letzten Story seines ersten Book of Blood auf meisterhafte Art und Weise: „In the Hills, the Cities“ ist außergewöhnlich. Es beginnt mit einem schwulen Paar auf einem Roadtrip durch eine sehr weit abgeschieden liegende Hügellandschaft im ehemaligen Jugoslawien. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, nach erster Zuneigung füreinander geht man sich während der zunehmenden Dauer des Trips nur noch gegenseitig auf den Geist. Judd hält ohne Unterbrechung Monologe über politische Philosophie und verachtet seinen Partner Mick dafür, dass er ein politisches Leichtgewicht – in seinen Augen eine „Queen“ – ist , der kulturaffine Mick dagegen erträgt Judds seelenloses Politisieren nicht: „Jesus, it was mind blowingly boring; killingly, love-deadiningly boring.“ Und doch: leidenschaftlicher Sex …

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NEUE REZENSION: "Vom Winde verweht" als zweibändige Graphic Novel mit annähernd 300 Seiten? Ganz schön ambitioniert...

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#comicrezension #literaturadaption #splitterverlag #rassismus #südstaaten #amerika

Vom Winde verweht 1

Vom Winde verweht als zweibändige Graphic Novel mit annähernd 300 Seiten? Ganz schön ambitioniert. Aber Pierre Alary hat ja schon mit seiner Moby-Dick-Adaption bewiesen, dass er mit großen Stoffen umgehen kann. Und dass er keine Scheu davor hat, eine Vorlage so zu stutzen, dass sie sich seinem Stil anschmiegt. Der Roman ist nicht unumstritten, da man Margaret Mitchell unterstellen kann, dass sie die Sklaverei verklärt. Bei sämtlichen der afrikanischen Figuren der Story handelt es sich um Hausbedienstete, die sich sehr mit den weißen Herren identifizieren, wenn nicht sogar als Teil der Familie sehen. Manchmal wird angedeutet, dass die Sklaven sich noch nach der alten Ordnung sehnen werden, wenn das soziale Gefüge des Südens erst zusammengebrochen und die Community dann auf sich allein gestellt sein wird. Aus dieser Warte heraus gelingen Margaret Mitchells aber auch interessante Beobachtungen: beispielsweise, dass die unterste Kaste von Mensch im Süden nicht der Sklave ist, sondern der weiße Farmer, der sich keine Sklaven leisten kann und die Feldarbeit selbst tätigen muss. Im Roman und in David O Selznicks Film sind diese …

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