@AufstandLastGen
Was ist der Unterschied zwischen #Protestmarsch und #Laufblockade?

1/ Bernward Janzig schreibt in der taz, was „die #Klimabewegung“ machen sollte. Er vergleicht sie mit der Antiatombewegung, die ja erfolgreich war und zählt auf, was die alles gemacht hat. Firmen gegründet, NGOs usw. Zum Vergleich bricht „die Klimabewegung“ die Ausbildung ab und macht Vollzeitaktivismus. Zum Glück schreibt er dann in der zweiten Hälfte, dass die Solarfirmen ja jetzt da sind und auch die NGOs und Thinktanks, dass „die Klimabewegung“ die also nicht mehr zu gründen brauche. Weiterhin schlägt er vor, dass doch lokale kleine Initiativen irgendwie was machen sollte. Ich denke, dass der fundamentale Fehler hierbei ist, „die Klimabewegung“ mit der #LetzteGeneration gleichzusetzen. Das sind die, die am sichtbarsten sind, aber es ist nicht alles. Der Volksentscheid #Berlin2030 hat Jahre lang mit vielen Aktivist*innen gearbeitet und arbeitet auch nach dem Volksentscheid weiter. Es gibt #PlanB, die an verschiedenen lokalen Projekten arbeiten.

Ein weiterer Unterschied liegt in den Zeitspannen. Wir haben einfach nicht mehr so viel Zeit! Wir können nicht so lange brauchen, wie die Anti-AKW-Bewegung. Und noch mal als klaren Hinweis: Wenn wurde der Ausstieg beschlossen? Nach einer schlimmen Atomkatastrophe. #Fukushima

Davon abgesehen, dass pausenlos um uns herum Katastrophen passieren, Menschen an der Hitze sterben, vielleicht brauchen wir noch Ahrtal II oder Ahrtal III, damit wir anfangen radikal umzusteuern. Ein Starkregen-Ereignis über Berlin mit ertrinkenden Menschen, die den letzten Film vom Handy aus der U-Bahn schicken.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-893071.html

Ansonsten: Ich weiß nicht, wie die „Aufnahmerituale“ bei der Letzten Generation sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort nach dem Parteibuch gefragt wird. Bei den letzten #Laufblockade|n sind ja auch einfach so Menschen mitgelaufen, ohne vorher Kontakt zu LG gehabt zu haben.

Nicht alle Menschen bei LG sind Vollzeitaktivist*innen. Das ist ein kleiner Kern. Die genauen Zahlen kenne ich nicht, könnte man aber sicher rausbekommen. Und übrigens: Wenn man eine NGO wie #Greenpeace gründet und dort vollzeit arbeitet, ist man dann nicht auch so jemand, der Vollzeitaktivist ist? Nur eben besser bezahlt und nicht unterhalb der Armutsgrenze? In #Lützerath war der Greenpeace-Container die ganze Zeit vor Ort. Das war sehr gut auch für Journalist*innen. Da konnte man sich mal reinsetzten und Bilder verschicken.

Und „die Klimabewegung“ besteht eben auch aus Heinrich Strößenreuther, der die #KlimaUnion gegründet hat. Für Menschen in der CDU, die die Probleme der Zeit erkannt haben und sie vielleicht anders als die Grünen und die Linke lösen wollen.

Ich finde es immer wieder neu komisch, dass Journalist*innen der LG (der Klimabewegung) sagen wollen, was die machen sollen. Es ist jeder frei zu tun, was er oder sie will. Die machen das, was sie machen und es sind wenige. Alle anderen besorgten Menschen können machen, was sie für sinnvoll halten. Viele machen das auch.

Das Ziel der LG ist es, dass die Politik handelt und zwar in ganz großem Maßstab. Das ist etwas ganz Anderes, als eine Solarfirma zu gründen. Wir müssen als Gesellschaft zum Handeln kommen. Der einzige Weg, den ich dahin sehe, sind die Bürgerräte. Das fordert die LG, wie auch XR und SR.

(Übrigens auch Stefan Rahmstorf, der die Forderungen der LG für gerechtfertigt hält.)

Dann steht da noch was zu Kreativität und Ankleben. Als wäre es ein Beurteilungskriterium für Bewegungen, wie kreativ sie sind. Davon abgesehen gab es viele Aktionen der LG, die ich als kreativ einordnen würde. Die knallen halt nicht so, so dass selbst Menschen, die Artikel darüber schreiben, sie nicht mitbekommen haben. Und zu „der Klimabewegung“ gehören auch #ExtinctionRebellion mit wundervoll gebastelten Ölbohrtürmen auf dem Potsdamer Platz und #FridaysForFuture mit farbig ausgemalten Straßenbildern, die dann per Drohne fotografiert wurden. Also über mangelnde Kreativität kann man sich echt nicht beschweren.

https://www.taz.de/!5946163

Starkregen in China: Mindestens 12 Menschen sterben

Starkregen in China: Mindestens 12 Menschen sterben

tagesschau.de

7/ Hallo, @AufstandLastGen, könnt Ihr mir bitte Bescheid sagen, wenn mal Oma, Mutter und Tochter sich irgendwo ankleben oder gemeinsam was machen? Auch ne #Laufblockade würde ja schon reichen.

#LetzteGeneration

4/

#TomorrowIsTooLate.“

Heute ist in der taz ein Interview mit einer über hundertjährigen Psychologin.

https://taz.de/Kindertherapeutin-ueber-Zukunftangst/!5944676/

Sie spricht über den Klimaprotest der jungen Leute. Aus Sicht einer hundertjährigen ist das natürlich nachzuvollziehen, aber ansonsten möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die #LetzteGeneration nicht nur aus jungen Leuten besteht und auch ihre Unterstützer*innen bestens gemischt sind. (Habe ich auf Demos und bei #Laufblockade|n gesehen).

Früher kannte ich die Aktivist*innen der #LetztenGeneration alle, weil es ja immer dieselben waren und die Gruppe klein. Bei den Blockaden am Freitag kannte ich nur zwei Personen vom Sehen. Außer natürlich #Wissing, #Habeck und #Scholz. Die kannte ich auch von früheren Blockaden.

Name und Alter der abgebildeten Person kenne ich nicht. Als ich sie danach fragen wollte, kam die Polizei und es wurde etwas unübersichtlich. Ich frage mal die Pressesprecherin. Werde ich dann mit abgehört?

Geht es nur mir so oder seht Ihr auch die Sorgen in ihrem Gesicht?

Kindertherapeutin über Zukunftangst: „Das Problem sind die Erwachsenen“

Isca Salzberger-Wittenberg musste als Kind eines Rabbiners vor den Nazis fliehen. Die 100-Jährige versteht gut, dass die Klimajugend protestiert.

@Bloch Ja. Sie laufen sehr langsam (#SlowWalk). Sie zerstreuen sich aber meist nicht von selbst, sondern werden von der Polizei von der Straße geführt/gedrängt/gezerrt. Das gibt es bei der #LetzteGeneration in unterschiedlichen Varianten. Klein mit 10–12 Menschen und groß als #Protestmarsch mit hunderten Menschen.

Oft werden Polizeiabsperrungen umflossen.

Hier sind einige Bilder:

https://www.flickr.com/search/?user_id=184802432%40N05&sort=date-taken-desc&view_all=1&text=laufblockade

#Laufblockade

Flickr Search — “laufblockade”

Flickr

Hab ich jetzt mal geguckt. Doku über den Teil der Klimabewegung, der auf #zivilerUngehorsam setzt: #ExtinctionRebellion, #Lebenslaute, #LetzteGeneration.

Expertin stellt fest, dass die Protestformen nicht radikaler werden. Ja, das stimmt. Neu hinzugekommen sind nur die #Laufblockade|n und die sind eher softer als ankleben. Das Ganze entfaltet nur eine viel größere Wirkung, weil es eben nicht nur 7 Leute sind, die auf der Straße kleben, sondern 180. Es nervt eben mehr.

Der Film endet mit der Frage: „Wie wird die Gesellschaft die Klimaakativisten in einigen Jahren sehen? Als Helden, die den #Klimaschutz vorangebracht haben, oder als Kriminelle?“

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzIwMjMtMDYtMjZfMjItNTAtTUVTWg

Dokumentation & Reportage: Radikal fürs Klima – Helden oder Kriminelle? | ARD Mediathek

Radikal fürs Klima – Helden oder Kriminelle? | Video | Sie kleben sich auf Straßen, werfen Farbbeutel auf Gebäude oder blockieren fossile Unternehmen. Klimaaktivist:innen, die bereit sind, für ihre Ziele auch Gesetze zu brechen. Die Doku hat über Monate Aktivist:innen von verschiedenen Klimaschutzorganisationen auf ihrem Weg begleitet – bei Blockade-Aktionen des sogenannten 'zivilen Ungehorsams' bis hin zu ihren Verurteilungen durch die Gerichte.