Frisch gebloggt:
Hannah Arendt und die leise Kunst des Neubeginns 🏁
Heute jährt sich der Todestag von Hannah #Arendt zum fünfzigsten Mal. Ursula Renz erinnerte in der gestrigen NZZ daran, dass Arendt die Freiheit nicht nur in der Reflexion auf unsere Sterblichkeit verortete, sondern ebenso in der Fähigkeit, immer wieder neu zu beginnen. Dieser Gedanke begleitete mich an diesem Dezembermorgen. Eine gute Gelegenheit also, um über das Thema Neuanfänge zu nachzudenken. Denn Arendts Überlegungen berühren sich mit Traditionen, die sie zu Lebzeiten kaum thematisierte: den hellenistischen Schulen des #Epikur, der #Stoa und der #Kyniker. Gemeinsam ergibt sich daraus ein existenzielles Verständnis von #Freiheit.
Die Krisen häufen sich, und der Einzelne steht oft ohnmächtig daneben. Gerade dann wird die Frage nach dem inneren Neubeginn existenziell: die Einsicht, dass das Innere eines Menschen nicht einfach den äusseren Verhältnissen folgen muss.
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