#IFG Anfrage zu #Palantir in BaWü: https://fragdenstaat.de/a/367771

Wenn ihr wollt, dass das noch mehr Gewicht bekommt, könnt ihr der Anfrage folgen (unter „Warte auf Antwort“ gibt es ein Feld).

#BadenWurttemberg

IFG-Anfrage: Entscheidungsgrundlagen, Alternativprüfung, Bias-Vorsorge und digitale Souveränität bei der geplanten Einführung von Palantir „Gotham"

Zugang zu folgenden Unterlagen und Informationen betreffend die geplante Einführung der Analyseplattform auf Basis von Palantir „Gotham" bei der Polizei Baden-Württemberg. 1. Entscheidungsgrundlage und Alternativprüfung a) Bitte ich um Herausgabe aller Dokumente, die dem Beschluss zur Einführung von Palantir „Gotham" zugrunde lagen — insbesondere Machbarkeitsstudien, Bedarfsanalysen und Vergabeunterlagen. b) Das Innenministerium hat erklärt, dass nach seinem Kenntnisstand derzeit keine gleichwertige europäische oder deutsche Software auf dem Markt verfügbar sei. Ich bitte um Herausgabe der Marktanalyse oder Marktsichtung, die dieser Einschätzung zugrunde liegt, einschließlich: des Datums der Erstellung; der geprüften Anbieter; der Kriterien, nach denen „Gleichwertigkeit" mit Palantir Gotham bewertet wurde; sowie der Stellen oder Personen, die diese Prüfung durchgeführt haben, einschließlich etwaiger externer Gutachter. c) Wurde vor der Entscheidung zur Nutzung des bayerischen Rahmenvertrags mit Palantir ein eigenständiges Vergabe- oder Ausschreibungsverfahren durch das Land Baden-Württemberg durchgeführt? Falls nein: aus welchem Grund wurde auf eine eigene Ausschreibung verzichtet, obwohl das Innenministerium eine europäische Lösung als erklärtes Ziel benennt? d) Wurde die Möglichkeit einer europäischen oder Open-Source-basierten Lösung formal geprüft? Falls ja, bitte ich um Herausgabe der entsprechenden Unterlagen; falls nein, bitte ich um Auskunft, warum eine solche Prüfung unterblieben ist. 2. Verfassungskonformität der Rechtsgrundlage Das Innenministerium hat mitgeteilt, dass die erforderliche Rechtsgrundlage im Polizeigesetz Baden-Württemberg „unabhängig von der später eingesetzten Software" erarbeitet werde. Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch in seinem Urteil vom 16. Februar 2023 (1 BvR 1547/19, 1 BvR 2634/20) detaillierte Anforderungen an gesetzliche Grundlagen für automatisierte Datenanalyse aufgestellt — insbesondere hinsichtlich Zweckbindung, Eingriffsschwellen und Kontrollmechanismen, die auf die technischen Eigenschaften der konkreten Software Bezug nehmen. a) Wie stellt das Innenministerium sicher, dass eine softwareunabhängig erarbeitete Rechtsgrundlage diesen Anforderungen genügt? Ich bitte um Herausgabe etwaiger interner Vermerke, Gutachten oder Stellungnahmen des Landesjustizministeriums oder des Staatsministeriums zu dieser Frage. b) Wurden Erfahrungsberichte oder rechtliche Bewertungen aus den Bundesländern Bayern, Hessen oder NRW — insbesondere im Hinblick auf dort ergangene Verfassungsbeschwerden — bei der Einführungsplanung berücksichtigt? Falls ja, bitte ich um Herausgabe der entsprechenden Unterlagen. 3. Bias-Vorsorge und Diskriminierungsschutz a) Existieren im Rahmen der Einführungsplanung Konzepte oder Vorgaben, die sicherstellen sollen, dass der Einsatz der Software nicht zu einer überproportionalen Erfassung von Personengruppen aufgrund von Merkmalen wie ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Wohnort oder sozioökonomischem Status führt? b) Ist vor oder nach der Inbetriebnahme eine unabhängige Prüfung des Algorithmus auf diskriminierende Muster (Bias-Audit) geplant? Falls ja: durch wen, nach welchen Standards und mit welchen Konsequenzen bei Feststellung von Bias? Falls nein: aus welchem Grund ist eine solche Prüfung nicht vorgesehen? c) Liegen dem Innenministerium Berichte oder Erkenntnisse aus Bayern, Hessen oder NRW vor, die diskriminierende Auswirkungen des Einsatzes von Palantir-Software dokumentieren oder untersuchen? Falls ja, bitte ich um Herausgabe dieser Unterlagen. 4. Verbindlichkeit des Umstiegsziels und digitale Souveränität Das Innenministerium hat erklärt, bei Verfügbarkeit einer gleichwertigen europäischen oder deutschen Alternative auf diese umsteigen zu wollen. a) Existiert ein institutionalisierter Prozess oder ein konkreter Zeitplan für diese Marktbeobachtung? Welche Stelle entscheidet verbindlich darüber, ob eine Alternative als „gleichwertig" gilt, und nach welchen messbaren Kriterien? b) Ist eine maximale Vertragslaufzeit oder eine Ausstiegsklausel im Vertrag mit Palantir verankert, die einen Wechsel ermöglicht? Falls ja, bitte ich um Herausgabe der entsprechenden Vertragspassagen. c) Existiert eine Risikoanalyse zur Abhängigkeit von Palantir als US-amerikanischem Anbieter — insbesondere im Hinblick auf den CLOUD Act, geopolitische Risiken und die erklärte Zielsetzung digitaler Souveränität der Bundesregierung und des Landes? Falls ja, bitte ich um Herausgabe dieser Analyse. d) Welche Exit-Strategie ist vertraglich oder planerisch vorgesehen, falls der Vertrag mit Palantir beendet wird — insbesondere hinsichtlich Datenlöschung, Datenmigration und Weiterbetrieb?

Berliner Regierung verschärft Datenschutz und schränkt Informationsrechte ein

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach bestimmte Informationen über kritische Infrastruktur nicht mehr veröffentlicht werden. Die Verwaltung kann Auskunftsanfragen von Bürgerinnen oder Journalisten leichter ablehnen. Hintergrund sind Anschläge auf das Berliner Stromnetz.

rbb24.de

Ich habe gerade zwei interessante IFG-Anfragen zur Bürger-App gefunden, die vom BMDS direkt bei SAP und Telekom beauftragt wurde.
Leider fehlt bei beiden Anfragen die Fragen danach welche Probleme diese App lösen soll.

https://fragdenstaat.de/a/367483
https://fragdenstaat.de/a/367689

Mal sehen welche Antworten das BMDS hierfür bereit hält.

#amt #verwaltung #behörde #egov #egovernment #bmds #digvw #digitalisierung #ifg #fragdenstaat

Dokumente und Unterlagen zum Bau der „Bürger-App“ durch SAP und Telekom

sämtliche Dokumente und Unterlagen zum Bau der „Bürger-App“ durch SAP und Telekom [1] https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/software-bund-beauftragt-sap-und-telekom-mit-bau-der-buerger-app/100213370.html

Der Bericht über die Auswirkungen des Informationszugangsgesetzes für das Land Schleswig-Holstein wurde veröffentlicht:

https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl20/drucks/04200/drucksache-20-04292.pdf

Über 400 Seiten!

#IFG #IZG #Transparenz #FediVerwaltung #SchleswigHolstein

CO2 Jahresemissionsmengen im Verkehrssektor in Würzburg

Antrag nach der Informationsfreiheitssatzung der Stadt Würzburg, Umweltinformationsgesetz Bayern (BayUIG) Guten Tag, bitte senden Sie mir Folgendes zu: das Klimaschutzgesetz sieht für den Verkehrssektor Jahresemissionsmengen von 150 Millionen t CO₂äq im Jahr 2020 bis zu 85 Millionen t CO₂äq im Jahr 2030 vor. In Würzburg betrugen die tatsächlichen Jahresemissionsmengen im Verkehrssektor laut https://klima-dashboard.wuerzburg.de/media/pages/klimabericht-2024/aa945c3674-1770714720/klimabericht-2024-stadt-wurzburg.pdf - 294 kt CO₂äq im Jahr 2020 - 297 kt CO₂äq im Jahr 2021 - 327 kt CO₂äq im Jahr 2022 Ausgangslage sind 253 kt CO₂äq im Jahr 1990. Zielvorgabe für die Stadt Würzburg sind laut IKK: - 219 kt CO₂äq im Jahr 2025 - 144 kt CO₂äq im Jahr 2030 Gemäß KSG sind bis 2030 gegenüber 1990 die Emissionen um 65 % zu reduzieren. Die Zielvorgabe des Integrierten Klimaschutzkonzeptes erreicht mit einer Reduktion um 43 % diese Anforderung nicht. Ein wichtiger Meilenstein laut IKK ist das Ziel für 2025. 2025 ist vorbei. Auf Bundesebene liegen erste (vorläufige) Ergebnisse für 2025 vor. Dies vorangestellt senden Sie mir bitte Folgendes zu: - vorgesehene Jahresemissionsmengen im Verkehrssektor in Würzburg für die Jahre 2020 bis 2030, die geeignet sind, die zulässigen Jahresemissionsmengen im Verkehrssektor laut KSG einzuhalten (Hinweis: Die IKK Ziele sind nicht mit dem KSG vereinbar) - tatsächliche Jahresemissionsmengen im Verkehrssektor in Würzburg für die Jahre 2023, 2024, 2025 - falls die tatsächlichen Jahresemissionsmengen noch nicht vorliegen bitte ich um Zusendung vorläufiger Daten - falls auch vorläufige Daten noch nicht vorliegen bitte ich um detaillierte Auskunft unter Nennung der zuständigen Stellen, welche Daten zur Bestimmung der vorläufigen Emissionen erforderlich sind. Dies ist ein Antrag nach der Satzung zur Regelung des Zugangs zu Informationen des eigenen Wirkungskreises der Stadt Würzburg (Informationsfreiheitssatzung Würzburg). Ausschlussgründe liegen m.E. nicht vor. Aus Gründen der Billigkeit und insbesondere auf Grund des Umstands, dass die Auskunft in gemeinnütziger Art der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden wird, bitte ich von der Erhebung von Gebühren abzusehen. Mit der Gebührenerhebung gemäß Würzburger Kostenverzeichnis WKVz Tarifgruppe 00, Tarifnummer 007, lfd. Nr. 5 erste Variante für eine Datei bin ich einverstanden. Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens darüber hinaus gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Ich verweise auf § 6 Abs. 1 und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich bitte um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) und um Empfangsbestätigung. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen

Mehrere Bundesländer wollen die Informationsfreiheit einschränken: Berlin entkernt das IFG, Schleswig‑Holstein, Thüringen und Mecklenburg‑Vorpommern ziehen nach — Whistleblower, Journalismus und informierte Debatten in Gefahr. Mehr: https://www.heise.de/news/Transparenz-unter-Beschuss-Wie-Bundeslaender-das-Auskunftsrecht-aushoehlen-11242331.html 🔒🗂️ #Transparenz #IFG #Demokratie
Mehrere Bundesländer wollen die Informationsfreiheit einschränken

Nach einer Berliner Gesetzesänderung planen weitere Landesregierungen Einschränkungen der Informationsfreiheit – gegen den Widerstand der Zivilgesellschaft.

heise online

Immer mehr Überwachungssoftware und Blockade von Informationsfreiheit: Deutschland ist im Rechtsstaatsbericht ein Absteiger, unsere demokratischen Standards sinken.

Dieser Bericht unterstützt unsere Forderungen bei der @ld . Wir setzen uns gegen Überwachung und für Informationsfreiheit ein (looking at you, Niedersachsen + Bayern), um demokratische Werte und die Freiheit der Bürger*innen zu schützen 🧡

#Demokratie #Freiheit #IFG #Informationsfreiheit

https://www.heise.de/news/Demokratie-unterm-Radar-Deutschland-wird-zum-Absteiger-beim-Rechtsstaat-11240589.html

Demokratie unterm Radar: Deutschland wird zum Absteiger beim Rechtsstaat

Spyware vs. Journalisten, blockierte Informationsanfragen und staatliche Gesinnungsprüfungen: Ein Bericht von Liberties EU zeigt, wie der Rechtsstaat bröckelt.

heise online
Transparenz-Killer: Union will Bürger-Auskunftsrecht abschaffen

Union für Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes in der bisherigen Form. Verhandlungsführer Philipp Amthor hatte schon einmal Ärger wegen dieses Gesetzes.

heise online

Das Berliner IFG war bisher vergleichsweise vorbildlich. Leider hat sich dies letzte Woche geändert, indem die Möglichkeiten für IFG-Anfragen und damit die Kontrollmöglichkeiten der Öffentlichkeit drastisch eingeschränkt wurden.
Experten erst am Tag der Abstimmung anzuhören zeugt davon, dass kein Interesse an einer demokratischen Formulierung der Gesetzesänderung bestand.

https://netzpolitik.org/2026/im-namen-der-sicherheit-berliner-senat-beschneidet-informationsfreiheit/

https://www.youtube.com/watch?v=UYz3Qtcz3gI

#ifg #informationsfreiheitsgesetz #fragdenstaat #netzpolitik

Im Namen der Sicherheit: Berliner Senat beschneidet Informationsfreiheit

Trotz massiver Proteste hat die Koalition aus CDU und SPD in Windeseile eine Reform des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes durchgedrückt. Expert*innen sehen darin eine Schwächung demokratischer Kontrolle. Auch dem Schutz kritischer Infrastruktur diene es nicht.

netzpolitik.org

Der Berliner Senat beschneidet die Informationsfreiheit
26.03.2026

"Das Berliner Abgeordnetenhaus hat heute ein Gesetz beschlossen, das massive Folgen für Medien und Öffentlichkeit in der Hauptstadt haben wird.

Es nimmt unter anderem weitreichende Änderungen am Berliner Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und dem Landesdatenschutzgesetz vor.

Nach den jüngsten Anschlägen auf die Berliner Strominfrastruktur hat die Regierungskoalition aus CDU und SPD das Vorhaben trotz massiver Kritik im Eilverfahren durchgeboxt."

Zu viel Demokratiekontrolle schadet der Demokratie ?

https://netzpolitik.org/2026/im-namen-der-sicherheit-berliner-senat-beschneidet-informationsfreiheit/

#ifg #Demokratie #Berlin

Im Namen der Sicherheit: Berliner Senat beschneidet Informationsfreiheit

Trotz massiver Proteste hat die Koalition aus CDU und SPD in Windeseile eine Reform des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes durchgedrückt. Expert*innen sehen darin eine Schwächung demokratischer Kontrolle. Auch dem Schutz kritischer Infrastruktur diene es nicht.

netzpolitik.org