Wie ermutigte ein russischer Autor die Leute, sich in Vorortszügen zu betrinken? – Von Georgi Manajew

Wenedikt Jerofejew gilt als Symbolfigur des russischen Trinkertums und der Verzweiflung. Der 80. Geburtstag des 1990 verstorbenen Schriftstellers ist Anlass, sich an sein berühmtestes Werk „Die Reise nach Petuschki“ zu erinnern. Der Kultroman widerspiegelt die (aussichtslosen) Perspektiven der letzten sowjetischen Generation.

Obwohl sein literarisches Werke nicht sehr groß ist, hatte es doch einen nicht zu übersehenden Einfluss auf die Gesellschaft: Der Schriftsteller rief seine Landsleute dazu auf, über sich selbst und ihr Leben nachzudenken. Jerofejew kannte das sowjetische Leben der einfachen Leute. Er arbeitete als Heizer, Wärter, in einer geologischen Expedition, Monteur im Fernmeldewesen, Bauarbeiter und Kabelleger. In diesen Jobs wurde viel getrunken und Jerofejew sträubte sich nicht dagegen.

„Wir werden ins Verderben stürzen“

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Als sein Freund Wladimir Murawjow von KGB-Offizieren gefragt wurde, was Jerofejew trieb, war die Antwort: „Den ganzen Tag trinken, so wie er es immer tut.“ Daraufhin sollen die Geheimdienstleute Jerofejews Aufzeichnung wieder ins Bücherregal zurück gelegt haben. Wenedikt verbarg erfolgreich sein wahres Ich, vor allem dank der vielen Gerüchte über sich selbst.

Wenedikt Jerofejew: Die erste Ausgabe von Moskau-Petuschki war schnell vergriffen, zumal nur ein Exemplar davon vorhanden war.

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Wie ermutigte ein russischer Autor die Leute, sich in Vorortszügen zu betrinken?

Wenedikt Jerofejew gilt als Symbolfigur des russischen Trinkertums und der Verzweiflung. Der 80. Geburtstag des 1990 verstorbenen Schriftstellers ist...

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