KI-Antworten weisen erhebliche Fehler auf (ARD/ZDF)

Millionen Menschen nutzen KI-Tools, um sich zu informieren. Doch in 45 Prozent der Fälle geben KI-Assistenten Nachrichteninhalte fehlerhaft wieder – unabhängig von Sprache, Region oder Plattform. Das zeigt die am Mittwoch, 22. Oktober 2025, veröffentlichte Studie “ News Integrity in AI Assistants“ der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

Neben ARD und ZDF beteiligten sich öffentlich-rechtliche Sender aus Frankreich, Kanada, Schweden, Spanien, den USA und anderen Ländern an der internationalen Studie unter Federführung der BBC.

Zentrale Ergebnisse der Studie:

45 Prozent aller KI-Antworten wiesen mindestens einen erheblichen Fehler auf.

31 Prozent der Antworten zeigten gravierende Probleme bei den Quellenangaben.

20 Prozent enthielten deutliche Ungenauigkeiten, Halluzinationen oder veraltete Informationen.

[…]

ARD-Antifaschismus

Leute meines Alters können sich noch erinnern. Der “Bericht aus Bonn” war mal ein Informationsflagschiff des “Ersten Fernsehprogramms”. Friedrich Nowotny (96) wurde mit ihm der berühmteste Journalist des Landes, und ein bisschen unfreiwillig später WDR-Intendant (1985-95), weil der wählende Rundfunkrat sich nicht getraut hätte, ihn abzulehnen. Und die von den starken Männern Fritz Pleitgen (WDR) und Jobst Plog (NDR) ausgedealte Talkshow nach dem Sonntags-Tatort war auch lange Zeit relevant, weil sie zeitweise die Hälfte der eingeschlafenen Tatort-Glotzer noch an der Glotze halten konnte. Und nun?

Interviewgäste des morgigen “Bericht aus Berlin” sind die Herren Markus Söder (CSU) und Sven Schulze (CDU). Sven wer? Herr Schulze ist der Spitzenkandidat der CDU in Sachsen-Anhalt, dem Kleinstaat, in dem der AfD ihr erster Wahlsieg prophezeit wird. Zeit also, den Kerl mal irgendwie bekannt zu machen.

Und um das Sonntagsprogramm angemessen zu vollenden, lädt Frau Miosga nach dem Tatort den Bundeskanzler himself (CDU) für eine Stunde zum Gesicht ins Wohnzimmer halten. Wer da nicht wieder wach wird …

So holen sich die neun ARD-Geißlein die Wölfe in den Stall. Denn die Gäste, die sie so freudig präsentieren – und das womöglich für demokratisch-mutig halten – sind die, die in ihrer Medienpolitik längst die AfD-Agenda adaptiert haben. Wie sie es schon lange mit der Migrationspolitik tun. Sie suchen sich halt immer die leicht besiegbaren Opfer. Denn die AfD halten sie nicht mehr für besiegbar: statt “halbiert”, haben sie sie verdoppelt (bislang). Da will die ARD nicht zurückstehen.

Eine Frage bleibt so sperrangelweit offen: wer soll das verteidigen? Aufmerksam habe ich dem amtierenden ARD-Vorsitzenden Florian Hager gelauscht, aber auch von ihm keine Antwort gehört. Der Ärmste steht einem Kleinsender vor (Hessen) und hat machtpolitisch kaum was zu melden. Wie soll er aus der Grüss-August-Rolle herausfinden? Beim Auswärtsspiel im NDR gelang es ihm nicht wirklich.

Hager schwärmt in seinem NDR-Auftritt, wie viele seinem Programm immer noch zugucken. Die hier genannten Sendungen kann er damit nicht meinen. Ihr Publikum ist so klein geworden, wie der nächtliche Talkshowtrash: mehr als 2 (von 87) Mio. schaffen sie schon lange nicht mehr. Entsprechend übersichtlich ist mittlerweile mein persönlicher Ärger. Gar nicht erst ignorieren.

Ein Antifaschist weniger

Fast wäre er 97 geworden. Er ist seinen Parteigenossen mindestens so auf die Nerven gegangen, wie ich ihm (und meinen). Herbert Sokolowski, der Gründungsrektor meiner Schule in Gladbeck, hat vor wenigen Tagen diese Welt verlassen. Im Schuldienst war er noch ohne Bart, und mit seinem markanten Kinn strahlte er die Entschlossenheit aus, die er auch real besass.

Es war eine der – übersichtlichen – guten Taten der Ruhrgebiets-SPD, diesen Genossen einem mehrheitlich rechten, und von alten Nazis infiltrierten Studienrätekollegium vor die Nase zu setzen. Diese Konstellation führte ihn und mich als damaligen Geschäftsführer der Schülervertretung (1974-76) strategisch zusammen. Ich habe ihm dabei viel Kummer bereitet, und er hat mir als Fachlehrer konsequent Einsen gegeben.

Ein guter Mann. Jetzt suchen Sie mal, wo Sie solche noch finden …

ARD-Antifaschismus – Beueler-Extradienst

Anstaltsübergreifende Governance-Standards für die #ARD

Intendantinnen und Intendanten sowie Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) beschließen gemeinsam den ersten Governance-Kodex der ARD.
https://www.presseportal.de/pm/149541/6038896

#ÖRRbewegen #ARDkodex #Rundfunkstaatsvertrag #FlorianHager

Anstaltsübergreifende Governance-Standards für die ARD / Intendantinnen und Intendanten sowie...

München/Frankfurt (ots) - Die Intendantinnen und Intendanten der ARD sowie die Vorsitzenden der Aufsichtsgremien der ARD-Rundfunkanstalten haben den ersten Governance-Kodex der...

Presseportal.de

Wie eine Sekte – ARD

Eine 30-Minuten-Recherche in den Tiefen der ARD-“Kultur”

Matthias Dell/DLF hat es Monate später immer noch keine Ruhe gelassen. “Was wurde eigentlich aus der Causa Thilo Mischke?” (4 min, nur Audio, danke Frau Teichmann!) Warum? Weil seine Schlussfrage mit einem klaren Nein beantwortet werden muss: “Die Frage ist nur, ob die Affäre damit vorbei ist.” Nein, viele weitere werden folgen. Denn in den Anstalten merken die nichts …

Gestern erst schrieb ich an meinen WDR: “Sehr geehrte Damen und Herren, beim Versuch, den Wetterbericht in Ihrer Sendung zu erwischen, der, wenn die ARD sich schon mit Händen und Füssen gegen ein ‘Klima vor 8’ wehrt, immerhin gelegentlich klimapolitische Fakten enthält, musste ich Ihrer Studiobesatzung dabei zusehen, wie die dabei zusah, wie der neue Vereinsvorsitzende der Katholischen Kirche in Rom präsentiert wurde. Die gleichen Bilder gabs ja nur – ich habe nur 13 öffentlich-rechtliche Programme (DVB-T2) – bei ARD, ZDF, 3sat, Phönix und Tagesschau24. Das reichte natürlich nicht aus. Für Katholik*inn*en. Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wussten – wahrscheinlich hat es Ihnen wieder keine*r gesagt – aber: ‘Die Zahl der Kirchenmitglieder hat sich in den letzten fünfzig Jahren von über 90 auf 45% halbiert, während sich die Zahl der Konfessionsfreien von unter fünf auf fast 50% verzehnfacht hat. Laut Fowid lag der Anteil der größten Einzelgruppe, der Konfessionslosen, zum Jahresende 2023 bei 46,2% und Jahresende 2024 bei 47%.’ zit. Wikipedia (Zahlen für Deutschland). Haben Sie auch ein Programmangebot für die Mehrheit? Freundliche Grüße”

Es geht nicht um Mischke, auch nicht um den Papst – es geht um die Weltwahrnehmung. Die ist in “unseren” Anstalten schwerbeschädigt. Die, die noch drin sind, sind mit ihrem Hamsterrad ausgelastet.

Wie kam Dell darauf, den längst verfaulten Apfel “Fall Mischke” nochmal aufzuheben? Weil die Kollegin Annika Schneider/uebermedien anlässlich einer österlichen ARD-Pressemitteilung – ein merkwürdiges Phänomen im aufmerksamkeitsökonomischen Betrieb – hinterherrechiert hatte, und ihre Ergebnisse wiederum erst eine weitere Woche später paywallfrei wurden: ARD-Castings laufen in Zukunft besser. Sagt die ARD. – Warum ausgerechnet Thilo Mischke Kulturmoderator bei ‘ttt’ werden sollte, brachte die ARD in Erklärungsnot. Jetzt stellt der Sender seine Moderatoren-Castings neu auf – angeblich. Denn was sich konkret ändert, behält die ARD lieber für sich.”

Ich weiss, es ist sinnlos. Es ist vergeblich. Aber das motivierte mich dazu, nach den Mitgliedern des Geheimbundes “ARD-Kulturchefs” zu suchen. Hier meine Ergebnisse. Ich lasse Sie live teilhaben.

Ich fange oben, im Norden, an, beim einst mächtigen, einst ernstgenommenen NDR. Ist das nicht der, der die alljährlichen deutschen ESC-Niederlagen verantwortet? Ich glaub’ ja. Denn ich stosse dort auf den NRW-Export Frank Beckmann. Der hat auch sonst schon einiges auf dem Kerbholz – aber ich vermute, der weiss zuviel.

Vom NDR umringt sind die Zwergenanstalten Radio Bremen und RBB. Gehen Sie davon aus, dass sich dort alle untereinander kennen. Das Gegenstück zu Beckmann ist in Bremen Jan Weyrauch. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Herren Direktoren gar keine Zeit hatten, noch selbst zu arbeiten. Sie werden also ihre Verantwortung abschieben auf irgendjemand in ihrem spannenden Organigramm.

So war das ja auch beim RBB in der Gelbhaar-Affäre. Im “Fall Mischke” ist Frau Martina Zöllner verdächtig. Aber natürlich auch nur, wenn sie Zeit hatte.

Da ist es beim nach wie vor mächtigen WDR einfacher zu verorten. Sie ist auch geständig, insofern, dass sie sich keiner Schuld bewusst ist: Andrea Schafarczyk. Aus den erregten WDR-Gremien weiss ich: Frau Schafarczyk hat alles richtig gemacht.

Beim Hessischen Rundfunk will Intendant Florian Hager neue “moderne” Saiten aufziehen. Transparenz gehört nicht dazu. Oder doch? Im HR-Organigramm ist eine “Kultur-Unit” auffindbar, ganz jung, chic und neu – aber ohne Namen derer, die die Arbeit machen. Vorgesetzt ist ihnen Programmdirektorin Krittian.

Wir nähern uns dem Kern des Problems. “ttt” war früher die Hessen-Ausgabe des “ARD-Kulturreports”. Weil mit letzterer Begrifflichkeit viele nichts anfangen konnten, wählten sie für wirkungsvolleres Branding “ttt”. Nun soll die Koordination für den Scherbenhaufen der MDR übernommen haben, dessen Intendant Ralf Ludwig unüberhörbare Probleme hat, in seinen Kontrollgremien den Personalvorschlag Jana Brandt noch irgendwo und irgendwie durchzubringen. Die soll nämlich in der ARD jetzt koordinieren, was im “Fall Mischke” alles schiefgegangen ist. Sollen wir wetten, wie es ausgeht?

SWR-Kulturchefin ist seit 2020 Bayern-Import Anke Mai. Nach meinem Eindruck ist die bisher clever in Deckung geblieben. Oder haben Sie was bemerkt?

Das gilt auch für Bayerns NDR-Import Björn Wilhelm. Aus seiner Wikipedia-Biografie geht hervor, dass das Chefsein ihm beim Studium im deutschen Machtzentrum Hannover in die Wiege seines Studiums gelegt wurde. Zu gutem Chefsein gehört auch Diskretion über das Ich. Bravo, das ist gelungen. Oder haben Sie einen anderen Eindruck?

Das letzte Machtzentrum deutscher Staatsgewalt ist das Saarland, kleiner als Köln, aber mehr als doppelt so einflussreich. Hier firmiert Ricarda Wackers als Kulturchefin. Ihr Vertrag wurde mitten in den “Mischke”-Wirren mit Begeisterung verlängert. Sie kann also ebenfalls nichts falsch gemacht haben. Oder was meinen Sie?

Also, wenn wir das so überblicken: ist diese ARD nicht töfte? Was machten wir nur ohne sie? Der Hessen-Hager ist übrigens derzeit auch “ARD-Vorsitzender”. Was wird er im Schilde führen? Und was davon wird ihm gelingen? Ich wüsste es tatsächlich gerne.

Für unsere Information. Für unsere Demokratie. Eine Übertreibung ist das nicht. Aber die merken ja nichts …

Wie eine Sekte – ARD – Beueler-Extradienst

Der ARD-Vorsitzende im Interview

Das Zitat eines Zitates dessen, was Florian Hager (HR), der amtierende Vorsitzende der ARD in einem Interview gesagt haben soll. Im Grunde, können Sie das ruhig glauben. Auch wenn es kaum zu glauben ist, weil der Mann mal das Richtige gesagt hat.

Der ARD-Vorsitzende im Interview

Das Zitat eines Zitates dessen, was Florian Hager (HR), der amtierende Vorsitzende der ARD in einem Interview gesagt haben soll. Im Grunde, können Sie das ruhig glauben. Auch wenn es kaum zu glauben…

NexxtPress
Podcast: DIGITALE RESILIENZ | BUNDESTAGSWAHL MEDIEN | inside TAGESSCHAU

(00:00) INTRO: ARD kritisiert ProSiebenSat.1 wegen Einbettung unerlaubter ARD-Mediatheken-Inhalte in joyn - Florian Hager | (03:17) DIGITALE RESILIENZ: Unconference #RefoundingDemocracy2025 - Leif Kramp - Stephan Weichert | (10:16) BUNDESTAGSWAHL: Randthema Medienpolitik? Was die Parteien wollen - Michael Meyer | (20:36) BUCH: "inside TAGESSCHAU" - Nestbeschmutzung oder Whistleblowing? - Alexander Teske - Florian Hager | (1:03:30) BONUS: ARD-Pressegespräch nach der ARD-Sitzung in Frankfurt/Main, 14.02.2025 || Jörg Wagner

ARD Audiothek

Offener Brief an ARD, ZDF und Deutschlandradio

Der Deutsche Journalisten-Verband (#DJV) fordert in einem offenen Brief den #ARD-Vorsitzenden und hr-Intendanten Florian Hager, den #ZDF-Intendanten Dr. Norbert Himmler und den Intendanten des Deutschlandradios Stefan Raue auf, den Umgang ihrer Anstalt mit KI-Training zu hinterfragen.

https://www.djv.de/news/pressemitteilungen/press-detail/offener-brief-an-ard-zdf-und-deutschlandradio/

#ÖRRbewegen #Deutschlandradio #ÖRR #FlorianHager #StefanRaue #NorbertHimmler #ARD #ZDF #Intendanten

Offener Brief an ARD, ZDF und Deutschlandradio

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert in einem offenen Brief den ARD-Vorsitzenden und hr-Intendanten Florian Hager, den ZDF-Intendanten Dr. Norbert Himmler…

Deutscher Journalisten-Verband

Offener Brief an Florian Hager zur "Radiostrategie"

Die #Gewerkschaften DJV, Verdi und Unisono äußern in einem Offenen Brief an den HR-Intendant Florian Hager ihr "Unverständnis" über dessen "Radio­strategie".
https://nuudel.digitalcourage.de/CRIXcpvOWN6LrcTv

#ÖRRbewegen #HessischerRundfunk #ÖRR #FlorianHager #Radio

Offener Brief an Florian Hager zur "Radiostrategie" - nuudel

Offener Brief der Tarifgemeinschaft an Florian Hager zur „Radiostrategie“ und zur Berichterstattung darüber Lieber Florian Hager, die Unterzeichnenden sind engagierte Mitarbeitende des Hessischen Rundfunks - junge, mittlere und reifere Jahrgänge, „linear“, „digital“ und „crossmedial.“ Viele arbeiten inhaltlich fürs Programm, andere ermöglichen durch ihre Arbeit in den Klangkörpern, in der Produktion und in der Verwaltung die (noch) sechs linearen Hörfunkprogramme, das Fernsehen, die digital ausgespielten Inhalte des hr und die Konzerte von Orchester und Bigband. Uns alle vereint die tiefe Besorgnis um die Zukunft „unseres“ Hessischen Rundfunks. Vor wenigen Wochen ließen Sie durch die scheidende Programmdirektorin und deren Stellvertreter eine „Radiostrategie“ ankündigen, die im Kern beinhaltet, dass der hr im Jahr 2032 voraussichtlich nur noch drei „eigenproduzierte“ Hörfunkprogramme haben werde. Verlautbarungen der ARD und der Rundfunkkommission der Länder entnehmen wir, dass deren inhaltlicher „Eigenanteil“ schon deutlich früher auf ein sehr überschaubares Maß zusammengeschrumpft sein dürfte. Groß ist das Unverständnis über die „Strategie“, die aus unserer Sicht keine ist. Besonders frustrierend erscheint uns, dass trotz angekündigter „Umschichtungen ins Digitale“ vor allem Leerstellen und Perspektivlosigkeit erkennbar werden. Nicht zuletzt sind wir verärgert und enttäuscht über die Art und Weise, wie all das mit einem einseitigen „Spin“ von der hr-Kommunikation in Ihrem Auftrag an andere Medien gespielt wurde, noch bevor die eigene Belegschaft erahnen konnte, was da auf sie zurollt. Minutengenau zum Ende des ersten „Forums“ zur Radiostrategie am 13. Juni war der Artikel von Michael Hanfeld (FAZ) online, der bereits Tage früher in Hintergrundgesprächen detailliert gebrieft worden war. Viele Mitarbeitende gewannen den Eindruck, unsere Kommunikationsabteilung arbeite enger mit unseren schärfsten Kritikern zusammen, als den hr in der Öffentlichkeit gut darzustellen. Weitere Nackenschläge für die Belegschaft folgten in den Tagen danach beinahe im Stundentakt. In weiteren virtuellen „Foren“ erfuhren wir, dass ausgerechnet da, wo die jüngeren Perspektivzielgruppen am ehesten erreicht werden, der sprichwörtliche „Stecker gezogen“ werden soll, nämlich bei YOU FM. Dutzende Kolleginnen sahen und sehen sich unmittelbar und unverschuldet in ihrer Existenz bedroht. Auch hr2-kultur soll – oft probiert, und nun endlich erreicht? – außerhalb der vormittäglichen „Prime Time“ zu einer Klassik- und Zweitverwertungswelle degradiert werden, mit unausweichlichen personellen Konsequenzen vor allem für freie Mitarbeitende. Mit anderen Worten: Es droht nicht nur ein personeller Exodus, er findet bereits statt. Wir fordern: Wenn schon im Hörfunk eingespart und „ins Digitale umgeschichtet“ werden soll, dann mit strategischem Augenmaß und Perspektive. Wo sind die digitalen „Produkte“, die künftig junge Zielgruppen erreichen sollen? Wer soll diese Inhalte erstellen und verbreiten? Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, die (meist unbezahlt in ihrer Freizeit) digitale Ideen und Konzepte entwickelt und vorgeschlagen habe, fühlen sich von den Verantwortlichen ignoriert oder abgewimmelt. Übrigens sind wir weder inhaltlich noch finanziell die rückwärtsgewandten „Besitzstandswahrer“, als die uns zwei ältere Herren von der FAZ darstellen. Die allermeisten Programmschaffenden sind zwischen 20 und 60 Jahre alt und arbeiten auf Basis freier Mitarbeit. Dass Sie von der FAZ für Ihren „mutigen“ Reformkurs ausdrücklich gelobt wurden, sollte Ihnen eher Sorgen machen. Und wenn Manfred Köhler dort kommentiert: „Gäbe es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht, niemand müsste ihn erfinden“, und dann weiter ätzt, der hr und andere LRA stünden „wie dicke Dinosaurier in der Landschaft herum“, kommt vom offiziellen hr leider kein Sterbenswörtchen. Solche abfälligen und bedenklich geschichtsvergessenen Darstellungen kennen wir sonst nur aus der ganz rechten Ecke. Mindestens zwei FAZ-Leser fassten sich ein Herz und nahmen den hr gegen die Anwürfe in Schutz, aber wo bleibt Ihre öffentliche Replik? Es genügt auch nicht, in virtuellen Runden über den Umgang mit radikalen Verfassungsfeinden zu diskutieren. Um unseren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, brauchen wir mehr – nicht weniger - Reporterinnen auf hessischen Straßen und Plätzen. Und diese brauchen sowohl lineare als auch nonlineare Programmplätze nicht nur in der „Prime Time“, um ihre Recherchen zielgruppengerecht an möglichst viele gesellschaftliche Gruppen zu vermitteln. Kurz: Wird Ihre „Radiostrategie“ ohne Abstriche umgesetzt, droht ein (weiterer) massiver Legitimationsverlust. Der vorauseilende Spargehorsam wird weder die Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Gesellschaft und Medien, noch streichwütige „Beitragspopulisten“ in der Politik beschwichtigen. Im Gegenteil: Je weniger eigenes und qualitativ wertvolles Programm der hr im Hörfunk, Fernsehen und Online zu bieten hat, desto weniger werden die Menschen in Hessen bereit sein, das öffentlich-rechtliche System weiter zu finanzieren. Sie sollten lieber die Politik an die verfassungsrechtlich garantierte Bestands- und Entwicklungsgarantie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erinnern und uns endlich eine positive Zukunftsvision vermitteln. Die Unterstützung der Gewerkschaften und eines Großteils der Belegschaft wäre Ihnen sicher. Herzlichst, die Tarifgemeinschaft DJV, ver.di und Unisono Mitarbeitende des hr - namentlich: ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ WICHTIG! BITTE MIT VOLLEN NAMEN UNTERSCHREIBEN UND NICHT VERGESSEN, DEN GRÜNEN HAKEN BEI "ZUSTIMMUNG" ZUSETZEN. UM MISSBRAUCH AUSZUSCHLIESSEN, WERDEN WIR STICHPROBENHALBER PER MAIL UM BESTÄTIGUNG DES VOTUMS BITTEN. RÜCKFRAGEN GERNE AN: [email protected] und [email protected] LEITET DEN LINK GERN WEITER AN BETROFFENE und SOLIDARISCHE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN im hr. Danke!

HR-#Intendant Florian Hager:
"Die Akzeptanz ist nicht mehr so unumstritten, wie sie sein sollte"

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht von vielen Seiten aus unter Beschuss, HR-Intendant Florian Hager hat nun eingeräumt, dass die Akzeptanz nicht mehr so hoch ist, wie man sich das wünschen würde.
https://www.dwdl.de/nachrichten/96928/die_akzeptanz_ist_nicht_mehr_so_unumstritten_wie_sie_sein_sollte/

#ÖRRbewegen #ARD #HessischerRundfunk #FlorianHager #ÖRR #Rundfunk

"Die Akzeptanz ist nicht mehr so unumstritten, wie sie sein sollte" - DWDL.de

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht von vielen Seiten aus unter Beschuss, HR-Intendant Florian Hager hat nun eingeräumt, dass die Akzeptanz nicht mehr so hoch ist, wie man sich das wünschen würde. Und auch in Sachen Rundfunkbeitrag überrascht Hager.

DWDL.de

HR sucht Programmdirektorin / Programmdirektor

HR-Intendant Florian Hager:

"Es sollen sich ausdrücklich auch Leute angesprochen fühlen, die das nicht als logischen nächsten Karriereschritt sehen, die sich nicht vom Redakteur zum Abteilungsleiter zum Hauptabteilungsleiter hochgedient haben. Wir sind offen für Leute von außerhalb des öffentlich-rechtlichen Systems. Klassische Rundfunkerfahrung ist keine Top-Priorität."
https://www.dwdl.de/nachrichten/96477/ohne_ardstrukturbrille_so_sucht_hager_den_neuen_programmchef/

#HessischerRundfunk #ÖRR #ÖRRbewegen #FlorianHager

Ohne "ARD-Strukturbrille": So sucht Hager den neuen Programmchef - DWDL.de

"Wir sind offen für Leute von außerhalb des öffentlich-rechtlichen Systems", sagt HR-Intendant Florian Hager. Für die Nachfolge der scheidenden Programmdirektorin Gabriele Holzner will er keinen der üblichen Verdächtigen nach Frankfurt locken.

DWDL.de