📣 Veranstaltungen zu #OpenResearch im Juni 2025:

🔾 2./3.6. @leopoldina Symposium zur Zukunft der Finanzierung wissenschaftlicher Publikationen

🔾5.6. Sprechstunde von @oa_nrw zu #OpenAccess und #VGWort

🔾6.6. #L20J – Zwanzig Jahre @libreas

🔾11.6. #InfraWissBlogs Webinar zu Blogarchivierung mit @rogue_scholar am Beispiel von WordPress gehosteten Blogs

🔾12.6. #DiamondOpenAccess als Gemeinschaftsprojekt #ELADOAH @hiig_berlin @verfassungsblog

... Fortsetzung unten 👇

https://blogs.fu-berlin.de/open-access-berlin/2025/05/19/veranstaltungshinweise-juni-2025/

Veranstaltungshinweise Juni 2025 – Open Research Blog Berlin

📙 Der neue Bericht „Open Access gemeinsam gemacht: Kollaborative AnsĂ€tze des wissenschaftlichen Publizierens“ aus dem Projekt #ELADOAH wurde veröffentlicht.

Das Projekt ELADOAH („Erwerbungslogik als Diamond-Open-Acess- Hindernis“) setzen wir zusammen mit dem Alexander von Humboldt Institut fĂŒr Internet und Gesellschaft (HIIG) um.

Den kompletten Bericht mit allen Interviews und Analysen gibt es hier 👇

https://zenodo.org/records/14800427

#OpenAccess #DiamondOpenAccess

Open Access gemeinsam gemacht: Kollaborative AnsÀtze des wissenschaftlichen Publizierens

Begleitend zu einem immer weiter ausdifferenzierten System der Wissenschaft, gibt es unterschiedliche Modelle der wissenschaftlichen Verlagsarbeit. FĂŒr den vorliegenden Bericht war dabei nicht die Frage nach der Gewinnorientierung oder UnternehmensgrĂ¶ĂŸe entscheidend, sondern uns interessierten die Mission und der Auftrag der verlegerischen Arbeit. Dabei verstehen wir unter gemeinwirtschaftlichen Publikationsmodellen eben jene, die das gemeinschaftliche und wertorientierte Handeln vor die individuelle Profitorientierung stellen. Hierbei stehen unmittelbare und langfristige VerfĂŒgbarkeit von Publikationen sowie die Zusammenarbeit und der kollegiale Austausch im Vordergrund. Diese Form des Publizierens wird in Deutschland gegenwĂ€rtig vor allem durch UniversitĂ€tsverlage, institutionalisiertes Publizieren (etwa in TrĂ€gerschaft von Bibliotheken, Fachgesellschaften oder Forschungseinrichtungen) sowie durch Einzelpublikationen (Zeitschriften, Blogs) realisiert. Stets arbeiten dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Akteur:innen zusammen und exemplifizieren – direkt oder indirekt – ein VerstĂ€ndnis von wissenschaftlichem Publizieren, das dem singulĂ€ren und wettbewerbsorientierten Handeln großer VerlagshĂ€user entgegensteht. Wir verstehen demnach gemeinwirtschaftliches Publizieren in einer ersten Arbeitsdefinition als ein Modell, bei dem sich unterschiedliche Akteur:innen wie Verlage, Publikationsprojekte, Einrichtungen und Wissenschaftler:innen zusammenschließen, gemeinsame Entscheidungen treffen und unter fairen Bedingungen Wissen an die Öffentlichkeit bringen. Welche gemeinschaftlichen Publikationsformen gibt es und welche Rollen spielen sie fĂŒr die Transformation zu Diamond Open Access in Deutschland? Eine Publikation des Projekts ERWERBUNGSLOGIK ALS DIAMOND OPEN ACCESS HINDERNIS (ELADOAH), gefördert durch das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (Förderkennzeichen: 16KOA027). Zitierhinweis: Henkes, L. M., Wrzesinski, M., & Holscher Blackman, K. (2025). Open Access gemeinsam gemacht: Kollaborative AnsĂ€tze des wissenschaftlichen Publizierens. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.14800427

Zenodo

Anmeldungen sind noch bis zum 05.12.2024 möglich: https://www.hiig.de/events/rechtliche-perspektiven-auf-diamond-open-access/

Das Webinar wird gemeinsam vom Alexander von Humboldt Institut fĂŒr Internet und Gesellschaft und vom Verfassungsblog im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts #ELADOAH organisiert.

#OpenAcess #DiamondOA

Open Access als verfassungsrechtliches Gebot? Juristische Kommentare als Vermittler des Rechts – HIIG

Dies ist der Auftakt der gemeinsam mit dem Verfassungsblog organisierten Webinar-Serie "Rechtliche Perspektiven auf Diamond Open Access".

HIIG
Auch spannend heute Morgen #oat24 war der Vortrag von @evinale vom @verfassungsblog. Sie hat sich im Projekt #ELADOAH damit befasst, inwieweit die Förderung v. #DiamondOA fĂŒr Hochschulen bzw. ihre Bibliotheken haushaltsrechtlich relevant ist u. wie sich die Begriffe/LeitsĂ€tze der #Wirtschaftlichkeit, #Sparsamkeit und die #Wissenschaftsfreiheit dazu verhalten. Ich habe mitgenommen: Es ist mehr möglich, als an der einen oder anderen Stelle argumentiert wird. LektĂŒre dazu: https://doi.org/10.5281/zenodo.10409394
Erwerbungslogik als Diamond-Open-Access-Hindernis: Aus-, Um- und Nebenwege (ELADOAH)

Mit öffentlichen Geldern können Waren und Leistungen erworben, nicht aber etwas finanziert werden, was ohnehin kostenlos zur VerfĂŒgung steht. So die gĂ€ngige Meinung in den Erwerbungsabteilungen vieler Hochschulbibliotheken. Das BMBF-geförderte OZOR-Projekt (16TOA045) hat ergeben, dass diese Erwerbungslogik ein maßgebliches Hindernis fĂŒr eine nachhaltige Finanzierung von Diamond-Open Access (OA)-Publikationen ist. Gleichzeitig wĂ€chst in der Wissenschaft die Unzufriedenheit ĂŒber die Kommerzialisierung und Datafizierung der Wissenschaft. Es entstehen Projekte zum wissenschaftlichen Publizieren, unabhĂ€ngig von großen und kommerziellen Verlagen, die gemein(wirt)schaftliche Strukturen entwickeln und erproben. Ausgehend von den Erkenntnissen von OZOR wollen wir erforschen, welche Möglichkeiten das deutsche Recht bei der Finanzierung von Diamond-OA-Publikationen bietet und welche Grenzen es setzt. Die zu beobachtenden Entwicklungen hin zu Community-Modellen zur Finanzierung und Organisation wissenschaftlicher (OA-)Publikationen (vgl. BMBF-Projekt “Scholar-led Plus”; 16TOA038A) geben Anlass zu erforschen, welche AnsĂ€tze in diese Richtung – sowohl in Deutschland als auch weltweit – bereits verfolgt werden und wie eine solche Struktur beschaffen sein mĂŒsste, um die Erwartungen und BedĂŒrfnisse der deutschen Wissenschafts- und OA-Communities zu erfĂŒllen. In einem Teilvorhaben ist zu klĂ€ren, inwieweit das öffentliche Haushaltsrecht der Finanzierung von Diamond-OA-Publikationen im Weg steht und wie sich dieses Hindernis ggf. ĂŒberwinden lĂ€sst. Das OZOR-Projekt hat ergeben, dass die EinschĂ€tzungen von Bibliotheksmitarbeiter*innen dazu weit auseinandergehen. Rechtswissenschaftlich ist diese sowohl fĂŒr Bibliotheksmitarbeiter*innen als auch fĂŒr Diamond-OA-Publikationen enorm wichtige Frage – soweit ersichtlich – unerforscht. Im ersten Projektjahr soll deshalb die bestehende Rechtslage zur haushaltsrechtlichen ZulĂ€ssigkeit der Finanzierung von Diamond-OA-Publikationen ĂŒber konsortiale Abo-Modelle rechtswissenschaftlich aufgearbeitet werden. Im zweiten Projektjahr soll untersucht werden, welche Möglichkeiten es gibt, Diamond-OA-Publikationen ĂŒber andere Modelle rechtssicher zu finanzieren. Die Ergebnisse werden OA veröffentlicht werden. In einem weiteren Teil sollen alternative Strukturen fĂŒr die Finanzierung und Organisation von Diamond-OA-Publikationen entwickelt werden, die, so hat es das BMBF-geförderte Projekt “Scholar-led Plus” gezeigt, dringend gebraucht werden. HierfĂŒr ist zunĂ€chst zu sichten, welche existierenden oder im Aufbau befindlichen Beispiele gemeinwirtschaftlicher Finanzierungsstrukturen es bereits gibt (etwa das Open Book Collective in UK, AmeliCA in SĂŒdamerika). Die daraus zu erarbeitende Landscape Study soll OA veröffentlicht werden. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen soll in diesem Teil des Verbundprojekts mit den relevanten Stakeholdern (Bibliotheken, Publisher, Wissenschaftler*innen) in Workshops erarbeitet werden, wie alternative Modelle beschaffen sein sollten, um die jeweiligen BedĂŒrfnisse zu erfĂŒllen. Relevante Aspekte umfassen unter anderem unterschiedliche Governance-Modelle sowie Verfahren zur Sicherstellung der wissenschaftlichen QualitĂ€t beteiligter bzw. zu beteiligender Publisher und Wissenschaftler*innen. Die Ergebnisse sind auszuwerten und aus ihnen ModellvorschlĂ€ge zu entwickeln, wie entsprechende Strukturen in Deutschland ausgestaltet sein könnten. Der erarbeitete Blueprint ist zu veröffentlichen und in der OA- und Wissenschaftscommunity bekannt zu machen.

Zenodo