Bald geht es weiter! đ đ
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#AstroGeo:
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Theias groĂer Einschlag: wie der Mond entstanden ist
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"Abspaltung, Einfang, Explosion oder doch ein gewaltiger Rumms? Wie die Erde zu ihrem Mond gekommen ist, war lange Zeit ein RĂ€tsel. Trotz des Heureka-Moments vor 40 Jahren sind bis heute einige Fragen offen."
https://astrogeo.de/theias-grosser-einschlag-wie-der-mond-entstanden-ist/
#Audio: https://astrogeo.de/podlove/file/1172/s/webplayer/ag131-mond-entstehung.mp3
22.1.2026
#Astronomie #Astrophysik #Erdmantel #Geologie #Geophysik #Mond #Mondentstehung #Protoerde #Sauerstoff #Theia

Abspaltung, Einfang, Explosion oder doch ein gewaltiger Rumms? Wie die Erde zu ihrem Mond gekommen ist, war lange Zeit ein RĂ€tsel. Trotz des Heureka-Moments vor 40 Jahren sind bis heute einige Fragen offen. Im Juni 1986 erlebten Planetenforscher einen Heureka-Moment. Denn sie waren zum ersten Mal einig, wie die Erde zu ihrem ungebĂŒhrlich groĂen Mond gekommen ist. Diese ErklĂ€rung gilt bis heute als das wahrscheinlichste Szenario: Kurz nach der Entstehung der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren stieĂ ein marsgroĂer Planet mit der Protoerde zusammen. Aus dem verdampften Gestein, das dabei ins All geschleudert wurde, bildete sich wenig spĂ€ter der Mond. Karl erzĂ€hlt in dieser Folge, wie es zu diesem Heureka-Moment kam â denn nur wenige Jahre zuvor war die Forschungswelt noch hochgradig zerstritten, was die Entstehung des Mondes anging. Mindestens eine Handvoll Hypothesen war im Rennen. Man diskutierte, ob der Mond sich von der Erde durch allzu groĂe Fliehkraft abgespalten hatte oder ob er friedlich an der Seite der Erde aus dem Urnebel gewachsen war. Andere glaubten an ein eingefangenes Objekt aus der kosmischen Nachbarschaft â oder sogar an eine natĂŒrliche, nukleare Explosion tief im Erdinneren nahe dem Erdkern. Schon in den 1940er Jahren war dem kanadischen Geologen Reginald Daly aufgefallen, dass die mittlere Dichte des Mondes recht genau der Dichte des Erdmantels entspricht. Aber erst die astronautischen Mondlandungen des Apollo-Programms und die Proben verschiedener Raumsonden brachten ab 1969 Gewissheit: Erdmantel und Mond mĂŒssen aus dem gleichen Urmaterial entstanden sein. Gleichzeitig besitzt der Mond nur einen winzigen Eisenkern. Alles zusammen wirkte wie ein Sieb fĂŒr die diversen Modelle der Mondentstehung. Ăbrig blieb am Ende nur der groĂe Einschlag. Trotz der klaren Hinweise bleiben bis heute einige Fragen offen. Zum Beispiel ist weiter unklar, warum zwar der Fingerabdruck der Sauerstoff-Isotope in Erdmantel und Mond sehr gut ĂŒbereinstimmen â immerhin das hĂ€ufigste Element von Erde und Mond â aber einige Spurenstoffe teilweise radikal abweichen. Dazu gehört der Anteil von Eisen und anderen Metallen, aber auch von flĂŒchtigen Stoffe wie Wasser oder Kohlendioxid. Herausfordernd fĂŒr die heutige Forschung ist vor allem das Wachstum des Mondes direkt nach dem groĂen Einschlag, bei dem es ziemlich heiĂ hergegangen sein muss.
Zum Thema Eine Empfehlung fĂŒr meine Podcast-Entdeckung des Jahres
https://astrogeo.de/aluminium-im-himmel-wie-satelliten-die-ozonschicht-gefaehrden/
Wann werden unsere oligarchen endlich fĂŒr ihre Taten gerade stehen?

Zwei unscheinbare Satelliten lĂ€uteten 2018 eine neue Ăra ein: Megakonstellationen aus tausenden Satelliten bieten Chancen, könnten aber die Ozonschicht gefĂ€hrden. Karl erzĂ€hlt von seiner Langzeitrecherche ĂŒber die Risiken fĂŒr unsere AtmosphĂ€re. Am 22. Februar 2018 starten zwei unscheinbare Satelliten in eine Umlaufbahn: Sie sind weder besonders groĂ, noch auf andere Weise auffĂ€llig. Aber diese zwei Satelliten, die den Namen Starlink tragen, lĂ€uten einen Wandel im erdnahen Weltraum ein. Und der ist auch heute lĂ€ngst noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Megakonstellationen - von tausenden Satelliten, die viele neue Anwendungen möglich machen. Allerdings kommen diese Chancen der Raumfahrt zu einem hohen Preis. Karl erzĂ€hlt in dieser Podcastfolge von seiner Langzeitrecherche ĂŒber die letzten sechs Jahre. Er wollte herausfinden, ob die AtmosphĂ€re durch immer mehr startende Raketen und vor allem durch die stark wachsende Zahl verglĂŒhender Satelliten beschĂ€digt werden könnte. Wieder mal geht es um die Ozonschicht: Denn jeder verglĂŒhende Satellit hinterlĂ€sst Partikel aus Aluminium, die chemische Abbaureaktionen anstoĂen könnten und dadurch den planetaren Schutzschicht gegen krebserregende UV-Strahlung der Sonne beschĂ€digen.
Die Marsbesiedelung ist nur eine besonders ekelhafte Form der Euthanasie.
Nachdem Karl sich erst den Mund mit wissenschaftlichen Argumenten gegen die Marsbesiedelung fusselig geredet hat, trifft Franzi den wirklichen - ethischen - Punkt der Diskussion. Vielen Dank dafĂŒr.
In der neuen Folge erzÀhlt Franzi vom Ende des Universums. Denn dass es irgendwann zu Ende geht, daran besteht kein Zweifel. Wie genau das passiert, da gibt es noch ein paar offene Fragen.
âĄïž https://astrogeo.de/aus-und-vorbei-das-universum-und-sein-ende/
PS: Big Rip ist kein Hamburger. đ
đ· : ESO
Wie beobachtet man etwas, das unsichtbar ist? In dieser Folge erzĂ€hlt Franzi, wie Forschende das erste Schwarze Loch entdeckten â eine helle Röntgenquelle im Sternbild Schwan â und warum der Beweis so lange auf sich warten lieĂ. Je nach Masse beenden Sterne ihre Entwicklung auf unterschiedliche Weisen. Ein Stern wie unsere Sonne â eher klein, eher gelb â endet als WeiĂer Zwerg. Massereichere Sterne hingegen verwandeln sich in Neutronensterne, die dichtesten Gebilde im Universum. Nur den massereichsten Sternen ist das wohl spektakulĂ€rste Schicksal vorbehalten: Sie kollabieren zu einem Schwarzen Loch. WeiĂe Zwerge und Neutronensterne können Astronominnen und Astronomen problemlos im All beobachten â aber Schwarze Löcher? Wie sollte man ein Schwarzes Loch beobachten können, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht, da schlieĂlich noch nicht einmal Licht ihm entkommen kann? Schwarze Löcher sind per Definition unsichtbar. Nachdem Forschende im Jahr 1939 die Existenz von Schwarzen Löchern vorhergesagt hatten, blieben diese zunĂ€chst ein rein theoretisches Gebilde. Wenn ĂŒberhaupt, beschĂ€ftigten sich Mathematiker und theoretische Physiker damit, vor allem waren das die Liebhaber der Allgemeinen RelativitĂ€tstheorie. Astronomen und Astrophysikerinnen hingegen kĂŒmmerten sich nicht um Schwarze Löcher â denn noch war sich niemand sicher, dass es sie tatsĂ€chlich gibt. Das sollte sich erst in den 1960er-Jahren Ă€ndern. Damals wurde klar, dass Einsteins Allgemeine RelativitĂ€tstheorie nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist, sondern sich auch an astronomischen Himmelsobjekten beobachten lĂ€sst. Da Schwarze Löcher eine Konsequenz aus der Allgemeinen RelativitĂ€tstheorie sind, stellte sich damit die Fragen, ob es sie tatsĂ€chlich gibt und falls ja, wie man sie ĂŒberhaupt beobachten könnte. In dieser Folge erzĂ€hlt Franzi, wie Astronominnen und Astronomen das erste Schwarze Loch entdeckt haben: eine helle Röntgenquelle namens Cygnus X-1 im Sternbild Schwan â und warum sie sich trotzdem lange Zeit nicht sicher sein konnten, dass es wirklich existierte.
Fun fact:
Der im Berliner Naturkundemuseum ausgestellte Brachiosaurus (weltgröĂtes vollstĂ€ndiges Dino-Skelett) ist gar kein Brachiosaurus (Fundorte Nordamerika). Obwohl es dort auf jedem Schild und auch auf der Rekord-Urkunde steht. Es ist ein Giraffatitan (Fundort Afrika).
Gelernt im Podcast #AstroGeo