Massive Attack gibt ein Konzert in Berlin und der deutsche Feuilleton zeigt sich einmal mehr als das, was er ist – Rassisten mit Hut. Man sollte sich sehr gut merken, wer es war, der danach wieder von nichts gewusst haben will.
Und man hätte natürlich Massive Attack auch mal ins Deutsche übersetzen können – wär gar nicht so schwer gewesen. Hier wie die deutsche "Jüdische Stimme" das einordnet, nämlich korrekt. (Achtung META)
https://www.facebook.com/juedischestimme/posts/pfbid0N1FrBdg4yKGhk6wC5tbS6g6cMtGZp7V781oLgxQeva1VuDBZ9Df58LiHc9gwWLYsl
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost.
Was passiert, wenn Illusion auf Realität trifft:
Massive Attack traten am Sonntagabend in Berlin auf, und jeder, der die #BDS -Bewegung / Artists for #Palestine / Music festivals / sozialen Medien und die Kunstwelt weiß genau, wo sie stehen: an der Spitze des antikolonialen Kampfes, zu dem natürlich der Kristallisationspunkt Palästina gehört.
überall kursieren Bilder von ihren Konzerten: Videos mit Bildern des von Israel zerstörten Gazas. Massive Attack traten auch bei einem Konzert für Palästina auf, das Brian Eno organisiert hat.
Da es sich um eine ältere Band handelt, bestand das Publikum auch aus Fans, die nicht alle 25 Jahre alt sind, und einigen beleidigten Musikkritikern. Diese kamen wahrscheinlich direkt aus der deutschen #Provinz, wo die Dorfbewohner dachten, dass #Deutschland einen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekommen würde. Schließlich haben sie den Schwarzen in Afrika schon erklärt, was Demokratie, Meinungsfreiheit sind oder so ähnlich. Sonst ist schwer zu verstehen, warum ein beleidigter Musikkritiker folgenden pädagogischen Satz von sich gibt:
"Aber es geht noch weiter. Zum Song "Safe from Harm" laufen endlose Zahlenreihen auf der Videowand: Wie viele Menschen hat Israel in Palästina getötet. Wie viele Palästinenser sind ohne Obdach. Ohne Quellenangaben leider, aber klar, so eine Band macht ja Kunst und keinen Journalismus, da kann man da einfach hinschreiben, was man möchte." Ja, das ist Kunst, und sie soll ein Gefühl von Mangel und Wunsch nach mehr Wissen erzeugen. Das das erweckt wurde, ist ein gutes Zeichen. Man kann das sehr leicht überprüfen. Die Aufgabe der Kunst ist es nicht, etwas Konkretes zu liefern, schon gar nicht die abstrakteste Kunst – die Musik. Im Unterschied zu Massive Attack, der Journalisten vom RBB macht Journalismus, und könnte schoen eine Quelle nennen, wenn er wollte. Stattdessen bekomemn wir ein "Puh."
Ein Musikkritiker sollte das wissen, wo Massive Attack stehen. Aber wenn Mainstream-Deutsche, noch dazu linientreue Journalisten der Staatsräson, entdecken, dass sie in einer Blase leben, sind sie beleidigt. Vor einigen Jahren erschien ein solcher Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin: Der SZ-Journalist, einen langjährigen Fan von Roger Waters, der ihn interviewte, völlig schockiert von der Vorstellung, dass Waters BDS unterstützt. Wow. Bei Massive Attack klatscht fast das gesamte Publikum Beifall für die Rede von Arab Barghouti (im Artikel "ein palästinensischer Aktivist"), dem Sohn des von Israel inhaftierten und gefolterten Marwan Barghouti. Die deutschen Musikkritiker wissen wirklich nicht mehr, wohin mit sich. Puh...
Und man kann verstehen, dass die Journalisten beleidigt sind: Sie sind seit Jahren damit beschäftigt, die Palästinenser auszulöschen. Im Fernsehen gibt es keine lebenden, aus Deutschland sprechenden Palästinenser:innen zu hören, sie werden im schlimmsten Fall als „Terroristen“ und „Bösen“ dargestellt, im besten Fall existieren sie nicht. Die gesamte Kontrolle liegt in den Händen der weißen Medien. Und dann kommen die Reporter und sehen einen Palästinenser auf der Bühne, der von einer Band geliebt wird, die nicht an deutschem Pink-Washing teilnimmt und ihnen „Imagine“ und „Shalom Chaverim“ vorsingt – und sie finden sich als irrelevante Minderheit wieder.
Plötzlich fehlen ihnen die Zahlen, Massive Attack Videos sind "unterkomplex" (wie der #Genozid Deutschlands in Namibia? Wollen Sie auch darüber eine „komplexe“ Debatte führen? Darüber, wie Ihre Großväter litten, als sie Hunderttausende Menschen hinrichteten und in #Massengräber in der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs warfen? „Komplex“ in dieser Art?), als ob Völkermord „komplex“ wäre. Ist es nicht.
Das Einzige, was hier vielleicht komplex ist, ist die verdrehte Logik des deutschen Staatsräson, die sich auch eine alternative Realität mit "Juden" aus weicher, süßer Watte erschafft und jedes Mal überrascht ist, wenn sie gegen eine genozidale Landschaft stößt. #gaza #palestine #ArabBarghouti #MassiveAttack #music #art

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