Anhang KF: Wie Ihr Wünscht!

Dieser Monat ist, wie ihr, die verehrte Leserschaft es vielleicht bemerkt habt, geprägt von unseren persönlichen Inspirationsquellen. Was bewegt uns, kreativ zu werden, zu schreiben, zu zeichnen oder einfach nur… zu sein!

Die Brautprinzessin

Ich war, vermutlich, ca. 10 Jahre alt, als ich in einem kleinen Kino im Saarland, in den Ferien, den Film „Die Braut des Prinzen“ gesehen habe. Der Film war nicht neu, der Kinostart war 1988 und es müsste so 1992 gewesen sein als ich den Film das erste mal gesehen habe. Aber ich war direkt begeistert, Abenteuer, Schwertkämpfe (Die besten der Filmgeschichte, versucht mich vom Gegenteil zu überzeugen), Monster, Riesen, Wunder und natürlich: „Wahre Liebe“

Das Buch war nicht mein erstes Buch das ich gelesen habe, aber der Film hat mich schon absolut fasziniert und das Buch noch um längen mehr. Es greift klassische Tropes auf und dreht sie auf 11. Der Witz, Charme und die Spannung sind für mich eine perfekte Blaupause für Abenteuer Geschichten.

DuckTales – Neues aus Entenhausen

Meine liebe zu Pulpigen Abenteuergeschichten kommt jedoch aus einer ganz anderen Ecke. Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track und Quack der Bruchpilot waren meine wahren Helden der Kindheit. Die Geschichten waren zwar Kindgerecht, aber trotzdem voller Abenteuer. Ich erinnere mich noch genau an die Erstausstrahlung von „Das geheimnisvolle Schiff“ im April 1989. Dort finden die Neffen ein mysteriöses altes Holzschiff in Onkel Dagoberts Besitz, auf das es die Panzerknacker abgesehen hatten. Das Holzschiff selbst war eine Schatzkarte und führte die Familie Duck durch Dagoberts Schokoladenfabrik, nach Südamerika, in die Anden, rüber in die Antarktis bis sie endlich in Folge 5 das Tal der goldenen Sonne finden.

Ich meine, was bitte ist das für ein Abenteuer und ab da war ich als Kind gehooked. Und die Neuinterpretation mit DuckTales (2017) ist nochmal besser. Wer Ideen für Pulp Abenteuer brauch, diese Serie ist Gold Wert.

Der dunkle Kristall

Ich geb es zu, als ich den Film zum ersten mal gesehen habe, hab ich ihn nicht verstanden und auch sehr gruselig gefunden. Aber der Film hat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen und mir gezeigt, das man auch ernsthafte Geschichten mit Handpuppen erzählen kann. Das führte mich direkt zu Labyrinth, ebenfalls ein Meisterwerk von Jim Henson und mit den Muppet Filmen und Serien hat mich das wohl am meisten in meinem Stil geprägt. Weird and Whimsical wie es im englischen heißt.

Gehen wir mal weg von den Filmen und Büchern und gehen hin zur Musik

Musik verbindet

Ich werde hier von diversen Musikalischen Einflüssen schwadronieren, die mich motiviert oder sogar inspiriert haben, das wird ein wilder Ritt durch diverse Genres.

Soundtracks

Soundtracks haben mich, dank der Bilder die ich durch die Filme dazu im Kopf hatte, immer wieder inspiriert und motiviert, auch wenn ich am Spieltisch nur selten Musik laufen habe.

Beginnen wir mit einem Klassiker: Basil Poledouris epische Filmmusik zu „Conan der Barbar“. Über das geniale Intro mit dem Prolog müssen wir denke ich nicht reden. Aber auch Riddle of Steel ist großartig. Ach, das ganze Album ist einfach ein Meisterwerk für Fans der Sword and Sorcery.

Machen wir weiter mit James Horner und dem Willow Soundtrack, schlägt bei mir in eine ähnliche Kerbe wie Conan, jedesmal wenn ich Willow’s Theme höre schreit es in meinem Kopf nach Abenteuer.

Und weil wir nicht nur in der Fantasy Ecke bleiben wollen, noch schnell einen Abstecher zu Vangelis „Blade Runner“ Main Theme. Die Megacity immer im Hintergrund, die dystopische Zukunft die durch die Musik bedrohlich über allem liegt. Gänsehaut pur.

Heavy Metal

Ich hab durch meinen älteren Bruder sehr viel Heavy Metal Einflüsse bekommen, beim Hausaufgaben knechten hab ich den Plattenspieler angeworfen und mir die Platten von meinem großen Bruder geschnappt. Ein paar der Bands und Songs haben mich in andere Welten entführt und mir Bilder im Kopf gezauber.

Running Wild: Port Royal – Durch den Film „Die Braut des Prinzen“ (Aber auch „A Pirat Movie“) war ich ein großer Piraten Fan. Da lag es nicht fern das ich Running Wild sehr inspirierend fand, besonders Port Royal hat es mir damals sehr angetan, weil es ja Anfangs eine Geschichte erzählt.

Iron Maiden: Aces High – Schlug in eine ähnliche Kerbe wie Running Wild. Durch Churchills Speech am Anfang des Live Albums wurde eine Geschichte erzählt und der Sound von Maiden brachte mich ins Cockpit einer Spitfire im zweiten Weltkrieg. Ich hatte direkt Bilder im Kopf, es war episch.

Rhapsody: Emerald Sword – Blind Guardian wäre jetzt zu einfach gewesen, darum geh ich zu einem Album das mich zu meiner DSA Hochzeit begleitet hat, Rhapsody mit Emerald Sword war High Fantasy wie ich es zu der Zeit brauchte. Auch mit einer Geschichte die erzählt wird, heute find ich die Musik etwas „Crinch“ wie es die Jugend betiteln würde, aber es gehört zu meiner Inspiration.

Rap

Okay, dieser Abstecher wird kurz, aber definitiv sehr Mächtig. Wir bewegen uns jetzt in einen Bereich der mir erst die letzten 2 Jahre, und nur mit einem Künstler, viel Inspiration verschafft hat.

Ren

Warnung: Die Songs und Videos von Ren sind sehr graphisch, es werden sehr viele schwierige Themen angesprochen, Depressionen, Bipolare Störungen, Krankheit, Gewalt, bitte informiert euch erst vorher bevor ihr wild in die Videos klickt.

Aber: Es gibt für mich keinen größeren Künstler unserer Zeit als Ren. Viele betiteln ihn als den Shakespear unserer Zeit, und das ist nicht übertrieben. Ren erzählt Geschichten, teils von seinem Leben, teils Fiktion die aber wahr sein könnte. Seine Liedtexte sind genial geschrieben, emotional und treffen genau den Punkt.

Sein neuestes Werk „Ren – Vincent’s Tale – Starry Night“ (Polit- und Gesellschaftskritik, Gewalt durch Exekutive) ist ein Teil seiner Vincent’s Tale Storyline (Ja, seine Songs bauen aufeinander auf) und hat in Akt III sein absolutes hoch. Dieser Song hat mich zu einem Projekt inspiriert an dem ich aktuell arbeite.

We are the Bug – Inspiration umgesetzt

„We are the Bug“ ist ein Cyberpunk Rollenspiel in dem es wirklich mal um den Widerstand gegen die Mächtigen geht. Viele Cyberpunk spiele vergessen den Punk in ihrem Setting, das will ich mit „We are the Bug“ ändern. Der Titel ist eine direkte Anspielung auf Ren’s leben, er wurde in jungen Jahren von einer Zecke gebissen und hat seit dem Lyme-Borreliose weil er falsch diagnostiziert und behandelt wurde. Jetzt sind wir dran die Zecke zu sein und die Mächtigen krank zu machen.

Das nur als kurzer Abstecher um zu zeigen was aus einem Anhang KF werden kann.

Fazit

Inspiration kann von überall her kommen. Seien es Filme, Bücher, Comics, Soundtracks oder aus einer ganz schrägen Richtung. Ich kann euch hier nur einen kleinen Auszug meiner Quellen geben, dafür versuche ich sie mit meinen Emotionen zu verbinden.

Es gibt noch viel mehr was mich Inspiriert, das alles aufzuzählen würde die Seiten sprengen. Aber jetzt seid auch mal ihr gefragt, schreibt doch mal in die Kommentare was euch so inspiriert.

Bis dahin: Bunt ist das Dasein… Uuuund… VOLLE KANNE HOSCHIS! (Wer diese Inspirierenden Worte erkennt, ist ein voll krass alter Hoschi!)

#AnhangKF #AnhangKF #DIY #PenPaper #pnpde #Rollenspiel
Die Brautprinzessin – Wikipedia

Anhang KF: Rackhir – allein gegen den Rest der Welt

Ich will gar nicht versuchen, hier eine biographische Logik zu konstruieren. Ich mag so einiges, was zu verschiedenen Zeiten meines Lebens auf meinem Radar auftauchte, aber da gibt es keine Chronologie. Ich kann nicht mal sagen, warum mich diese Dinge inspirieren und andere nicht.

Ein bisschen thematische Sortierung muss aber schon sein. Zwar gibt es Grenzbereiche und Werke, die die Genre-Schubladen miteinander verbinden, aber nur so kann ich eine gewisse Ordnung reinbringen. Erschöpfend ist es auch nicht und deckt nur ausgewählte Genres ab. SciFi oder Cyberpunk sind raus, obwohl ich meine Shadowrun-Erfahrungen in die Zeit vor und nach Pulp Fiction unterscheide…

Sword & Sorcery

Ich liebe die Klassiker: ein Abenteurer (zu selten: eine Abenteurerin) muss mit Wagemut sein Schicksal in die Hand nehmen. Es geht weniger um große Ideale, es wird keine Welt gerettet. Die Welt ist ungerecht, jeder kämpft für sich allein. Wenn es Götter gibt, sind sie distanziert und transaktional. Conans Stoßgebet vor der Schlacht finde ich einfach unfassbar gut:

Crom, I have never prayed to you before. I have no tongue for it. No one, not even you, will remember if we were good men or bad. Why we fought, or why we died. All that matters is that two stood against many. That’s what’s important! Valor pleases you, Crom… so grant me one request. Grant me revenge! And if you do not listen, then to HELL with you!

  • Robert E. Howard: Conan – so viele Kurzgeschichten! Der Film und die Musik von Basil Poledouris gehören natürlich ebenfalls dazu.
  • Michael Moorcock: Elric of Melniboné, wiederum am besten die ersten Kurzgeschichten.
  • Fritz Leiber: Fafhrd and the Gray Mouser – manchmal lustig, manchmal spannend, manchmal cringe.
  • C.L. Moore: Jirel of Joiry, auf dass diese Heldin wieder bekannter wird.

Natürlich bedienen nicht wenige dieser Geschichten, besonders von Howard und Leiber, rassistische oder frauenfeindliche Stereotype. Das will ich nicht schönreden und damit wird man konfrontiert, wenn man sie liest. Insofern möchte ich in Zukunft mehr zeitgenössische, progressive Sword & Sorcery suchen.

Mich inspirieren auch andere fantastische Werke. Ich mag, wo es dreckig wird, wo sich Abgründe auftun, wo der Horror aus dem Innersten der Menschen kommt statt aus übernatürlichen Kreaturen. Ist das Dark Fantasy? Keine Ahnung.

  • François Marcela-Froideval, Olivier Ledroit: Die Chroniken des Schwarzen Mondes. Ein tolle, witzige, düstere Comicserie.
  • Joe Abercrombie: Die First Law-Trilogie und die Nachfolgebücher. Die Tragödie ist in der Fantasy ohnehin eine unterschätzte Stilform.
  • Glen Cook: The Black Company. Ein Klassiker der Military Fantasy.
  • Die Hexenromane von Terry Pratchett passen auch in dieses Spektrum. Aber ich mag eh alles von PTerry.

Aber über diese Themen sollte man nicht nur lesen, man sollte sie auch fühlen und erleben, und das kann ich am besten über Musik. Neben dem Soundtrack von Conan und anderen Filmen (Last of the Mohicans oder Dark Crystal sind auch toll) höre ich meistens Dark Ambient-Mixe und Dungeon Synth, wenn ich etwas schreibe.

Cosmic Horror

Mein anderes großes Thema ist der kosmische Horror – dieses kaum greifbare Schwindelgefühl, das sich einstellt, wenn man über die Vergänglichkeit der Menschlichkeit in einem sinnlosen, ja feindseligen Universum nachdenkt. Dieses Genre hat mir in jungen Jahren den Kopf verdreht und ich liebe es immer noch, solche Momente der deep time ins Spiel einzubringen.

Hier sind es natürlich die Kurzgeschichten von H.P. Lovecraft, die wesentliche Elemente des Genres definieren, für die aber die Warnungen vor Rassismus und Misogynie doppelt und dreifach gelten. Wem das zu viel ist oder wer Lovecraft barocken, „Adjektive auf 11 gedreht“-Stil nicht mag, kann auch zu Ramsey Campbells Kurzgeschichtensammlung „The Inhabitant of the Lake“, zu Arthur Machens „The Great God Pan“ oder zu den Geschichten um den König in Gelb von Robert W. Chambers greifen.

An der Grenzfläche von Cosmic Horror und Sword & Sorcery existiert, nein thront, Clark Ashton Smith. Die Kurzgeschichten aus dem Zothique-Zyklus haben mich wirklich verzaubert („The Weaver in the Vault“ ist ein absolutes Meisterwerk!) und ich hoffe, dass seine Hyperborea-Geschichten ähnlich gut sind. Smiths Geschichten spielen auf sterbenden Erden voller Dekadenz und Verfall. James Maliszewski bringt es auf den Punkt:

Doom is inevitable, but it arrives wrapped in velvet. This, too, comes from poetry, from the Decadent tradition that finds fascination in decline and ruin. For Smith, decay is not merely tragic; it is strangely lovely.

Diese Vorstellung einer dekadenten Welt, die kraftlos auf ihr Ende zutorkelt, betrunken von ihren Exzessen und altem Glanz, hat meine Zalú-Kampagne beeinflusst, genauso wie die Bilder von Melniboné aus den Elric-Romanen und der Film Event Horizon.

Dieselbe Ästhetik von Düsternis, vom Unnütz allen Strebens und der Verwundbarkeit der Menschen durch höhere Mächte sehe ich in Bildern von Jakub Rozalski und ähnlichen Künstler:innen (hier schon einmal andiskutiert), aber auch in klassischer Malerei, z.B. Arnold Böcklins Toteninsel, Bildern von Hieronymus Bosch und den Holzschnitten zum Totentanz von Hans Holbein dem Jüngeren.

Sandboxes

Ich bin einer von diesen Leuten, die Player Agency für das Größte am Rollenspiel halten. Soll heißen: Ich mochte schon immer diejenigen Computerspiele am besten, in denen ich Freiheit habe, meinen eigenen Weg zu gehen. (Gilt übrigens auch für Brettspiele wie Barbarian Prince.)

Weil ich ein alter Sack bin, der seit 1999 kaum noch was am Computer spielt, hier ein paar Klassiker:

  • Pirates – das platonische Ideal einer Sandbox. Klarer Rahmen, kein Spiel ist wie ein anderes.
  • Elite – fast genauso gut, noch puristischer, aber mit zu wenig Storyfäden, die dem Fliegen und Handeln einen Sinn geben.
  • Starflight – mehr storygetrieben, aber wie man sie sich erschließt, ist den Spielenden überlassen.
  • Lords of Midnight – interessante Mischung aus Rollenspiel und Taktiksimulation.
  • Ultima IV und V waren Open World-Spiele, bevor man je von Morrowind gehört hatte. Das System der Tugenden hatte ich für eine Kampagne komplett geklaut. Und das Zaubersystem mit den Runen war auch nicht schlecht!
  • Nethack – minimalistischer Look, maximale Möglichkeiten. Ich bin schon auf so viele interessante Weisen gestorben…
  • Ultima Underworld habe ich wenig selbst gespielt, aber nächtelang Freunden über die Schulter geschaut. Erst neulich ist mir klar geworden, wie sehr die Dungeonarchitektur aus verschlungenen Gängen, verschiedenen Höhenstufen und Wasserwegen meine Karten in Erde & Wasser beeinflusst hat!

Damit es hier nicht nur um Computerspiele gehen soll: Bone ist ein toller Abenteuercomic, dessen Setting eines abgelegenen Tals, welches vom Herr der Heuschrecken bedroht wird, eine hervorragende Sandbox-Kampagne abgeben würde.

P.S.

Man kann sich seine Inspirationen übrigens auch selbst herstellen. Das Geheimnis ist Wiederholung! Ich erinnere mich sehr gut, wie wir in den Osterferien 1995 in Torstens Esszimmer HeroQuest spielten und dazu die neue Blind Guardian-Single sechs Stunden in Dauerschleife lief. Wenn ich heute HeroQuest sehe, höre ich A Past and Future Secret, wenn ich Blind Guardian höre, bekomme ich Lust auf HeroQuest.

https://youtu.be/4b8ipSojWf0?si=opRVfdI7epw9Uo_q

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Arctica - Annuminas (Extended Edition) [Ambient, Drone, Dark Ambient, Field Recordings]

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Anhang KF: Seba – gut geklaut ist halb gewonnen

Machen wir uns nichts vor: Anhang N, beziehungsweise Anhang KF ist nichts weiter als die Offenlegung, dass Kreativität zu 90 Prozent Illusion ist. Zum Glück ist mein Gedächtnis ziemlich selektiv, sodass ich mir manchmal einbilden kann, ich hätte mir etwas selbst ausgedacht. Das hält einer kritischen Prüfung nicht oft stand. Ich remixe Ideen. Das ist auch nicht schlimm, denn das machen alle anderen ja auch.

Leo Tolstoy sagte sinngemäß: „Es gibt zwei Geschichten: Jemand geht auf eine Reise und Jemand Fremdes kommt in die Stadt.“ Man könnte sogar sagen, dass das die gleiche Geschichte, nur aus unterschiedlichen Perspektiven ist.

Inspiration von Rollenspielen

Rackhir, der alte Fuchs, wollte kategorisch ausschließen, dass wir anderes Rollenspielmaterial als Inspirationsquelle nennen. Das ist für mich schwierig, weil das tendenziell meine größte Quelle ist.

Dabei geht es weniger darum, das Gleiche zu machen, was es schon gibt, sondern um den Vibe von Szenen. Wenn ich als Spieler oder Spielleiter in einer Rollenspielrunde sitze, passieren manchmal Dinge, die noch ein bisschen cooler sind als der Rest des Spiels. Solche Momente seziere ich im Nachgang und versuche zu begreifen, warum das gut funktioniert oder besonders Spaß gemacht hat. Und dann versuche ich, etwas zu schreiben, was möglichst einen ähnlichen oder den gleichen Effekt hat, ohne genau das gleiche zu sein.

Wow, Seba verfehlt das Thema komplett. Jetzt kommen aber Sachen, die irgendwie im Sinne des Anhang N (bzw. KF) sind. Ich wollte das nur einmal klären, weil das oben genannte VIEL mehr mein Modus Operandi ist, als das folgende.

Seba und die Literatur

Der Legende nach ist das erste Buch, das meine Mutter mir vorgelesen hat, „Der kleine Hobbit“. Das erklärt eine Menge. Auch mein Vater ist Fantasy-Fan. Ich hatte nie eine Chance.

Meine ersten selbstgelesenen Autoren sind zwei Terrys: Terry Brooks und Terry Pratchett. Ich hatte als Kind ziemlich schlimme Migräne, die Gott sei Dank in der Pubertät einfach verschwand, nachdem vorher niemand helfen konnte. Ich habe sehr viel gelesen, weil ich Sonnenlicht nicht gut ertragen konnte. Ich habe eigentlich alles gelesen, was es bei meinen Eltern gab. Das war ziemlich viel. Und dann hab ich noch mehr gelesen.

Ich hab dann später Literaturwissenschaft studiert. Seitdem lese ich deutlich weniger. Immerhin kann ich mich Magister nennen, was irgendwie auch ziemlich Fantasy-mäßig ist.

Ich möchte damit sagen: Ich habe wirklich sehr sehr viel gelesen und dann ungefähr im Jahr 2010 fast komplett damit aufgehört. Ideen, Emotionen, Erzählstile und Methoden verschwimmen ein wenig in meinem Kopf.

Wenn ich mich auf etwas festlegen müsste, lande ich insgesamt bei britischem Stil. Ernste Themen mit humoristischem Zynismus betrachten ist mein Ding. Das schlägt sich relativ stark in meinem Krams nieder. Mein liebstes Buch von Pratchett ist „Jingo“ oder zu deutsch „Fliegende Fetzen“. Es geht um Rassismus. Es ist schreiend komisch.

Seba und die Cineastik

Ich würde sagen, Filme haben einen größeren Einfluss auf mein Rollenspiel als Bücher. Ich mag Gangster-Kram. Am liebsten britisch. Snatch, Departed, Gentlemen, Goodfellas. All sowas. Wenn ihr ein gutes Stadt-Abenteuer spielen wollt, guckt euch diese Filme an und überlegt euch, wie man sie in eine Gruppenaktivität verwandeln kann. Egal ob Fantasy oder Cyberpunk. Das geht immer.

Fantasy-Filme mag ich schon auch, aber die sind zu railroady 😀

Seba und die Musik

Punk, Hardcore und Heavy Metal sind mein Ding. Da halte ich es so ähnlich wie bei den Filmen oben. Die Fantasy-Power-Metal-Sachen SCHEINEN erstmal offensichtlicher für Einflüsse zu sein. Ist aber nicht so.

Vielmehr die sozialkritischen, wütenden Hardcore-Songs verschaffen mir Ideen. Ich bin eigentlich viel zu privilegiert, um das wirklich nachfühlen zu können, aber Vieles zupft da einfach an meiner Seele.

Platten-Empfehlungen: Sick of it all – Death to Tyrants / Blood for Blood – Outlaw Anthems / Bad Brains – I Against

Es gibt eine erhebliche Ausnahme. Das Rollenspiel Rock & Stone habe ich zu hundert Prozent nur geschrieben, weil ich das Lied „Diggy Hole“ von Windrose ungefähr 48 Stunden in Dauerschleife gehört habe. Ihr findet fast die komplette erste Strophe des Lieds in den Regeln. Wer am meisten findet, kriegt ein Druck-Exemplar geschenkt 🙂

Seba und die Videospiele

Wir sind Anno dazumal von DSA zu AD&D gewechselt, weil wir Baldur’s Gate so toll fanden. Ja, das alte, nicht Baldur’s Gate 3. Mein Dungeon-Design ist noch immer ERHEBLICH von den PC-Spielen beeinflusst. Mir wird deshalb mitunter vorgeworfen, dass es in meinen OSR-Abenteuern viel zu viel magische Waffen und mächtige Gegenstände gibt. So war das halt in den PC-Spielen. Hinter jedem Baum lag ein Schutzring oder ein Flammenschwert. So mag ich das und so bleibt das auch.

Ansonsten LIEBE ich ARPGs. Also Diablo und solchen Kram. Ich liebe Powergaming und Min-Maxing. Ich bin bei Pen & Paper nur zu faul dafür. Und für die komplexeren Spielsysteme irgendwie zu blöd.

Sebas Schlusswort

Alles, was da oben steht bildet in meinem Kopf ein großes Mischmasch. Ich kann wirklich selten sagen, woher ich eine Idee konkret habe. Hin und wieder nehme ich etwas aus einem Medium und versuche es, für Rollenspiel nutzbar zu machen. Manchmal funktioniert das sogar. Aber ich glaube, die größte Inspirationsquelle für Rollenspiel ist und bleibt bei mir Rollenspiel.

Also: Wenn ihr gut darin werden wollt, Abenteuer für Rollenspiele oder die Spiele selbst zu entwerfen: Spielt mehr. Alles andere ist Hintergrundrauschen.

Viel Erfolg,

-Seba

#AnhangKF #DIY #penPaper #pnpde #Rollenspiel
Der Anhang KF

„Anhang N“ ist inzwischen so ein geflügelter Begriff geworden, der mancher und manchem bekannt ist, der oder die nicht den AD&D Dungeon Master’s Guide von 1979 gelesen hat. In…

Kritischer Fehlschlag

Anhang KF: Kiki – einmal Alles mit Streuseln, bitte

Was hat mich geprägt, was regt mich an? Das war die Frage, die Rackhir zum Anhang KF gestellt hat. Ich finde, zum „was hat mich geprägt“ gehört auch immer etwas Kontext zur Lebenssituation, deshalb habe ich meinen persönlichen Anhang KF grob biografisch aufbereitet.

Meine Kindheit

Die Animationsserie Gargoyles hat mein Interesse am Mystischen geweckt und als ich Jahre später in der Schule das Gedicht „Die Brück‘ am Tay“ gelesen und die Hexen wiedererkannt habe (und später nochmal in Macbeth), war ich davon ziemlich hin und weg. Heute integriere ich selbst mit Freude Motive und Figuren aus anderen Werken in meine eigenen, gern auch crossmedial.

Meine Mama hat im Nachmittagsfernsehen gern Star Trek geschaut und manchmal hab ich mich dazugesetzt. Aber dazu kommen wir erst später im Detail.

Meine Jugend

Das Manga-Magazin Banzai! vom Carlsen-Verlag hat mich so richtig in die Welt der Shonen-Action geworfen. Die zelebrierte Expressivität, die hohe Dynamik und die manchmal unendlichen Showdowns (danke, Dragon Ball Z) beeinflussen meinen Stil beim Spielen und Spielleiten auch heute noch.

Neben der kleinen Manga-Sektion gab es noch einen zweiten interessanten Bereich in der Kleinstadt-Buchhandlung, die eine damalige Freundin und ich gern in Freistunden oder nach der Schule besucht haben: die Esoterik-Abteilung. Das Tarot-Deck von Waite, Rider und Smith hat mich viel über Symbolik, Farb- und Bildsprache gelehrt und das kleine Begleitheft von erstaunlich tiefenpsychologischer Qualitat hat mir gezeigt, wie man diese im eigenen persönlichen Kontext reflektiert. Symbolik ist seitdem ein wichtiges Thema wenn ich Orte, Charaktere und Gegenstände fürs Spiel gestalte.

Und dann gab’s da noch das Lexikon der Esoterik, ein Grabbeltisch-Fund, das von Aleister Crowley über die biblische Offenbarungserzählung und das I-Ching bis hin zu Wicca einen absoluten Rundumschlag lieferte und mir die vielen Facetten von „weltlicher“ Magie und Orakelkunde näher brachte. Diese vielfältige Inspiration brachte und bringt mich dazu, Magie besser in den Welten zu verankern, die ich (aus)gestalte und bespiele.

Die Faszination an der Esoterik hat sich in meinem Interesse an Vampiren auf die Spitze getrieben. Während ich Bram Stokers Dracula zwar gelesen habe, es aufgrund des in Stil und Aufbau sichtbaren Alters jedoch kaum Eindruck bei Teenie-Kiki hinterlassen hat, war es vielmehr die Vampirfilme um die Jahrtausendwende, die mich geprägt haben. Coppolas Dracula-Film, Wes Cravens Dracula 2000, Neil Jordans Interview mit einem Vampir, und auch das auf Polanskis Film basierende Musical Tanz der Vampire. Sie haben die Tragik in der Unsterblichkeit, das Leben in einer Scharade und die Korruption durch Abhängigkeit in meinem kreativen Repertoire verankert.

Die sporadischen Anime-Nächte auf Arte haben mir die Tür zum Cyberpunk-Genre geöffnet. Während von Akira abseits vom coolen Moped nicht viel bei mir hängen geblieben ist, hat Ghost in the Shell mich komplett geflasht. Die Gadgets, die choreografierten Kämpfe, die Melancholie und nicht zuletzt der spektakuläre Endkampf über Kusaganis körperliche Grenzen hinaus, der sogar eine gewisse Art Body Horror mit sich brachte.

Ein weiterer Film, dessen Eindruck mir erst deutlich später klar wurde, war Conan der Barbar. Das Pacing war ganz anders als das was ich aus grob ähnlichen Filmen wie der 13. Krieger oder Königreich der Himmel kannte, die Fantasy unerwartet plakativ. Ich zähle den Film bis heute zu meinen Lieblingen und sehe ihn als Musterbeispiel für eine Heldenreise.

Und dann war da noch der Herr der Ringe. Die Filme von Peter Jackson waren absolut formativ für meine Jugend, die Making-Of-Dokus der Extended DVD-Kollektion liefen bei mir rauf und runter. Sie haben mich ein bisschen in die Kostüm- bzw. LARP-Ecke geschubst und mein Interesse an handwerklicher Kreativität geweckt. Auch die Bücher, die ich zwischen dem ersten und zweiten Film gelesen habe, haben mir viel über Weltenbau beigebracht.

Von all den Videospielen, die ich in meiner Kindheit und Jugend gezockt habe, war Diablo 2 wohl am einflussreichsten für mich im Bereich des Rollenspiels. Kämpfen und Looten, Ausrüsten, Verbessern und schließlich den Boss besiegen hat in mir eine große Faszination für Dark Fantasy und den klassischen Dungeon Crawl ausgelöst und einen inspirativen Grundstein dafür gelegt, wie sich Bosskämpfe anfühlen und spielen könnten.

Zwischen den vielen Mangas und eher mittelmäßigen Fantasy-Romanen von Hohlbein und Konsorten hinterließ Frank Schätzings „Der Schwarm“ einen bleibenden Eindruck bei mir. Die Idee des geradezu Außerirdischen vor der eigenen Haustür und das Thema der Kontaktaufnahme haben rückblickend wohl den Grundstein für meine Liebe zu Weirdness im Rollenspiel gelegt.

Meine Studienzeit

Science-Fiction ist hier das prägende Thema. Über Star Trek bin ich ins Weltraumgenre mit all seinen moralisch-philosophischen Fragen und Dilemmata abgetaucht. Die Filme der Alien-Reihe haben mir wichtige Impulse für Weltraumhorror gegeben. Die Matrix-Filme haben in diesem Kontext auch erst so richtig bei mir gewirkt.

Ein Kommilitone hat mir Flash Gordon gezeigt und damit die Pulp-SF als kreative Spielwiese eröffnet. Kurz darauf haben wir auch Rubber gesehen und spätestens ab dem Zeitpunkt hatte ich verstanden, dass es selbst für den abgefahrensten Kram irgendwo Leute gibt, die sich nicht nur dafür begeistern, sondern auch in der einen oder anderen Form bereit sind, dafür Geld auszugeben.

Außerdem habe ich zu dieser Zeit viele deutsche Indie-Comics gelesen und darüber gebloggt. Künstler*innen wie Sia und Noodmuz, Kamidog, Nana Yaa, Pushcart, Marika Herzog, David Füleki und RoseNose haben mir gezeigt, wie lohnenswert es sein kann, mit seinen eigenen Ideen an die Öffentlichkeit zu geben und was für coole Sachen im Self-Publishing-Bereich entstehen können.

Mein Erwachsenenleben

Michel Fiffes Copra hat mich mit seinem psychedelisch-surrealen Stil weiter auf den Trip in Richtung Weirdness im Rollenspiel gebracht und das Videospiel Torment: Tides of Numenera hat mir illustriert, wie sowas als Geschichte eines tatsächlichen Rollenspiels aussehen kann.

Ich habe einige Klassiker der Science Fiction „nachgeholt“, dabei haben vor allem drei Werke mich stark beeindruckt: Philipp K. Dicks Ubik hat mir die Wirkung der Dystopie als bloßes Hintergrundelement in einer Kriminalgeschichte eröffnet, Arthur C. Clarkes Roman 2001: Odysee im Weltraum hat mir mit dem Finale viel über Wahrnehmung und Fremdheit gezeigt und C.J. Cherryhs 40000 in Gehenna hat mich mit der Tiefe und dem schieren Umfang seines Weltenbaus komplett umgehauen.

Die Frühwerke von Niki de Saint Phalle haben mir vermittelt, dass manchmal auch Prozess des Schaffens den eigentlichen Schwerpunkt einer Arbeit darstellen kann und das Ergebnis dadurch eine ganz andere Rolle bekommt. Gerade in dieser vom Drang zu perfekten Ergebnissen geprägten Phase meines Lebens war diese Erkenntnis sehr erleichternd, sie hat mir bis heute eine gewisse Lockerheit für die Publikation sowohl von Spielmaterial als auch von Blogtexten beschert.

Auf einem Flohmarkt habe ich Metal Gear Solid entdeckt und spontan gekauft. Letztendlich habe ich es nicht weit gespielt, aber Kojimas Einsatz der vierten Wand im Spieldesign war geradezu augenöffnend für mich.

Im Kontext meiner Arbeit habe ich Don Normans Design of Everyday Things gelesen und dabei viel über das Spielleiten gelernt. Die Schule des spekulativen Designs hat mich ermutigt, auch jenseits der heutigen technologischen Grenzen eine Zukunftsvision zu gestalten.

Und dann war da noch diese Band aus Australien. Mein erster Kontakt mit King Gizzard and the Lizard Wizard war das psychedelisch-surreale Konzeptalbum Polygondwanaland, das mir wie die Blaupause einer Rollenspielkampagne vorkam. Auch die beiden Metal-Werke Infest the Rats Nest und PetroDragonic Apocalypse bringen sowohl mit ihrer Musik als auch den Texten meine Fantasie zum Laufen wie kaum etwas anderes. Vom Vorhaben, aus dem Album eine Kampagne zu machen habe ich an dieser Stelle bereits geschrieben, seitdem köchelt die Idee weiter vor sich hin.

#AnhangKF #AnhangKF #Inspiration #pnpde
Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit – Wikipedia

Anhang KF: grannus – Von Dinosauriern, Buntbären und Rittern

Nach der Einleitung von Rackhir beginne ich also diese schöne kleine Reihe. Mein persönlicher Anhang KF könnte umfänglicher sein, doch ich dachte mir: am Ende wird es vielleicht nur die hundertste Auflistung von Büchern, Filmen etc die irgendein Kerl im Internet cool findet. Um dieses wohlkalkulierte Übel also kleinstmöglich zu halten, habe ich mich für ein paar Dinge entschieden, die vielleicht nicht auf JEDER Liste stehen. Ein paar wenige Quellen meiner Inspiration hatte ich bereits hier aufgelistet.

Fangen wir also an – viel Spaß dabei!

Rumo & Käpt´n Blaubär

Skurril, bizarr und voller wundervoller Einfälle. Die neueren Moers mag ich nicht besonders, aber genug davon. Diese Bücher zeigen eine grundlegende Sache ganz besonders gut: nämlich wie Worldbuilding funktionieren kann. Moers malt kein großes Bild, ebenso wenig wie ein aufeinander aufbauendes Konstrukt. Er streut Informationen am laufenden Band. Mal wichtig, mal lächerlich oder gar unnötig. Aber eines sind sie immer: spannend. Und darauf kommt es auf beim präsentieren einer Welt: den Spielern spannende Informationen vermitteln oder dafür zu sorgen, dass auch langweilig wirkende spannend inszeniert werden. Als Randbemerkung sei erwähnt, dass dies ganz häufig  als Fußnote oder in Form einer Zeichnung geschieht, oft in Kombination.

Musikalische Abschweifungen

Dan Terminus, Caladan Brood & Nocte Obducta

Die Liste an Musikern könnte länger sein, doch ich möchte mich mal selbst auf drei Interpreten beschränken. Alle höre ich nicht regelmäßig, aber wenn dann beflügeln sie mein Rollenspielherz umso mehr. Das es sich um starke Musik handelt, muss ich ja nicht erwähnen, aber warum möchte ich genau diese Interpreten in meinem Anhang KF auflisten? Allen drein ist gemeinsam dass die Titel eine extrem starke Atmosphäre vermitteln. Daher meine Empfehlung: hört da mal rein – egal ob ihr euch zu Fantasy, Cyberpunk oder Horror inspirieren lassen möchtet.

David Eddings – Die Elenium– und Tamuli-Saga

Ich muss zwölf Jahre alt gewesen sein als ich diese Bücher gelesen hatte. Auf alle Fälle war dies das erste Setting für welches ich Feuer und Flamme war. Ich zeichnete die Landkarte nach und versah die einzelnen Orte mit Notizen und Zusammenfassungen, versah die Helden mit knappen Biographien und versuchte mich in Nacherzählungen der Lore. Die Handlung ist eine gute Abenteuergeschichte, die Helden sympathisch und menschlich, die Handlungsorte fantastisch und gewürzt wurde das alles mit gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die einzelnen Ritterorden und das generelle Verhältnis zur Magie fand ich damals besonders spannend umgesetzt. Eine Spielgruppe bestehend aus Rittern und Paladinen mit teilweisen anderen Sichtweisen – so stelle ich sie mir vor!

E.R. Eddison – Der Wurm Ouroboros

Lange Zeit rangierte dieses Werk für mich auf Platz 1 meiner Bücherliste. Das phantasievolle Setting, die nicht-ganz-so-menschlichen Völker die es besiedeln, die übermenschlichen Protagonisten und Schurken und besonders wichtig: die Handlung verzichtet größtenteils auf die Gut / Böse – Achse. Auf beiden Seiten existieren edelmütige Figuren mit nachvollziehbaren Motivationen. Das faszinierte mich damals wie heute und wurde hier sehr schön umgesetzt. Aus Rollenspielsicht eine interessante Einbindung der verschiedenen Gesinnungen und wie sie miteinander in einem Setting existieren.

Kelewan-Saga

Starke Protagonistin, Politik, Domain-Play. Das sind die Zutaten der Kelewan-Saga. Wir begleiten die Protagonistin dabei wie sie ihr Domain-Play betreibt. Beim erneuten Drüberlesen hatte ich ständig Hexfelder vor dem Inneren Auge. Muss also Eindruck hinterlassen haben. Auf alle Fälle eine gute Lektüre wenn man sich mal in Romanform vor Augen führen lassen möchte, wie das Domain-Play sich gestalten lassen kann.

Dinotopia

Ein wunderschönes Werk! So, das musste gesagt werden. Als Kind früher und als Rollenspieler heutzutage finde ich das Buch deswegen so besonders, weil es eine Welt beschreibt die auf der einen Seite vertraut wirkt, aber dann stellenweise so fremd und innovativ wirkt. Der Umgang mit Dinosauriern als Protagonisten ist super gelungen, aber auch die generelle Einführung in diese fremde Kultur.

Damit gebe ich nun weiter an meine Kollegen und wünsche allen Lesenden noch weiterhin viel Spaß mit den kommenden Beiträgen zu diesem Thema.

-grannus-

#AnhangKF #Inspiration #pnpde #Rollenspiel

Der Anhang KF

„Anhang N“ ist inzwischen so ein geflügelter Begriff geworden, der mancher und manchem bekannt ist, der oder die nicht den AD&D Dungeon Master’s Guide von 1979 gelesen hat. In diesem Anhang N mit der Überschrift „Inspirational and Educational Reading“ gab Gary Gygax den Lesenden eine Liste mit Autoren und Autorinnen sowie deren Bücher und Buchreihen mit, die er als Lektüre zur Inspiration empfahl. Diese Werke, so darf man annehmen, standen bei der Entwicklung von D&D Pate.

Wir fanden die Idee toll, so etwas für uns auch einmal zu machen. Zum einen lernt man dabei ein bisschen was über die eigenen Inspirationen, zum anderen kann man dann ganz viele coole Anregungen von anderen mitnehmen. Also werden wir im Februar eine kleine Blogreihe herausgeben, in der Autor:innen des Kritischen Fehlschlags ihren persönlichen „Anhang KF“ präsentieren: mit den Werken, die sie inspirieren und zum Rollenspielen und Spielleiten anregen und motivieren.

Wir wollen uns dabei nicht nur auf Bücher beschränken, sondern sind für alle Medien offen, inklusive Filme, Musik, Computerspiele usw. – bloß keine Rollenspielwerke im engeren Sinne. Es soll dabei weniger darum gehen, warum ein bestimmtes Werk lesens-, sehens- oder hörenswert ist (das setzen wir voraus!), sondern was sie in uns zum Klingen bringen, wie sie uns anregen und warum wir gerne zu ihnen zurückkehren.

Freut euch also auf die folgenden Beiträge:

  • 4.2. – grannus
  • 7.2. – kiki
  • 9.2. – Ölbaumpflanze
  • 11.2.- jakob
  • 14.2. – Seba
  • 16.2. – Rackhir
  • 18.2. – Jocke
  • 21.2. – Azradamus

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