Kampf um Akbelen-Wald (Türkei) eskaliert
Seit vier Jahren streiten Umweltschützer:innen und Anwohner:innen für den Erhalt des Oliven- und Kieferwald im Südwesten der Türkei. Der fast 300 Hektar große Wald soll abgeholzt werden, um einen Braunkohletagebau zu erweitern. 2019 verkaufte das Forst- und Landwirtschaftsministerium die Fläche an den Energiekonzern YK Energy.
Als die Rodung 2021 begann besetzten Menschen den Wald, nachdem rechtliche Schritte dagegen gescheitert waren.
Diesen Montag griff die Polizei die Mahnwache mit Wasserwerfern und Tränengas an und verhängte ein Betretungsverbot. Zeitgleich wurden weitere Bäume gefällt. Einem landesweiten Solidaritätsaufruf folgten Umweltgruppen und Oppositionsparteien wie die Grüne Links-Partei YSP.
Trotz dem gewalttätigen Angriff, bei dem es zu Verletzungen und Festnahmen kam, geht der großteils gewaltfreie Widerstand weiter. Laut Berichten befinden sich immer noch rund 100 Aktivist:innen und Anwohner:innen im Wald.
#akbelenforest