Norra kommissionen

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...und um Güter geht es vertieft auch im Tieler Güterschuppen neben der Tramremise, in der z.B. die Geschichte der Entwicklung von der NS-Tochter Van Gend & Loos — man erinnere sich an den schwarzen Lieferwagen zu Anfang des Threads — zum Teil von DHL erzählt wird. Davor finden sich passend ein kurzes Stück Ladegleis mit zwei Ex-NS-Güterwagen vom Typ Gsund davor ein "Locomotor": diese auch "Sikken" genannte Kleindieselrangierloks waren typisch für die NS auf kleineren Bahnhöfen.

Natürlich gibt es zum Jubiläum auch viele kleinere Aktionen wie eine Modellbahnausstellung, Rundfahrten mit einem nur Platz für 13 Passagiere bietenden Ford-Bus der Gelderse Tramwegen aus 1923, eine Popup-Feldbahn mit Diema und Kipploren, alte Motorräder und und und.

Abschließend will ich aber den Fokus noch auf einen erst 2024 ergänzten Teil der Dauerausstellung lenken, nämlich ein auf den ersten Blick nach der typischen niederländischen Reihenhaussiedlung aussehendes Quintett lenken, die "Prinses Margrietstraat" 2-12.

Jeder kennt das, die "Wijken" in niederländischen Orte sehen jedenfalls von außen oft alle so gleich aus, während es beim gängigen deutschen Reihenhaustyp eher umgekehrt ist: außen unterscheiden, innen gleich. Einen Namen dafür kennt man aber in aller Regel nicht.

TIL hier über den niederländischen Typ: "Doorzonwoningen" nennt man sie, denn der standardisierte Grundriss sah für die Kombination aus Wohnzimmer und offener Küche gegenüberliegende Fenster ohne Zwischenwand vor, so dass die Sonne die Wohnung die eine Tageshälfte durch das eine Fenster durchschauen und in der zweiten durch das andere. Und da wo englische Reihenhäuser eher zur Straße hin verbarrikadiert wirkten, ist die holländische Straße eher ein gemeinschaftlicher Flur, den man mit seinen Nachbarn teilt. Alles ohne "bells and whistles" aber immer "netjes", proper, afgeräumt.

In einem der Häuser finden sich Fotos über die Innenleben solcher Häuser, wie sie sich einerseits im Laufe der Zeit von 1960 bis heute veränderten und andererseits zwischen verschiedenen Familien unterschiedlicher Kulturkreise unterschieden. In einem weiteren wiederum gibt's eine witzige Fotoausstellung von Leo van den Berg, der 2019 alle 392 niederländische Orte mit einer Prinses Irenestraat besuchte und ein Foto von einem Haus dort machte, um so die Varianz des "Erbguts des Alltäglichen" zu dokumentieren. Super interessant, selbst wenn man unter "Bauhaus" nur die Baumarktkette kennt! #HupHasseltHup

So ein Güterwagen will natürlich auch "authentisch" beladen werden... #HupHasseltHup

Ursprünglich sollte die Tram im Openluchtmuseum erstmal nur für 10 Jahre "auf Probe" fahren, mittlerweile ist sie unverzichtbarer Bestandteil und quasi zum vollwertigen Trambetrieb ausgewachsen: 7 bezahlte Fachkräfte, 140 Freiwillige, darunter 40 Fahrer. 1,5 Mio. Passagiere werden jährlich transportiert, das sind 300000 mehr als etwa in Halberstadt.

30 Jahre erfolgreicher Betrieb also und sicher mit ein Grund, warum das Nederlands Openluchtmuseum 2005 zum europäischen Museum des Jahres gewählt wurde. Und ein Grund zum Feiern dieses Jahr unter dem Motto "Volgende Halte: Openluchtmuseum!" und das nicht nur dieses Wochenende (18./19.04) sondern leicht abgespeckt auch nächstes (25./26.04), am 28.04 sowie von 01. bis 05.05 — genug Gelegenheiten also, es selbst mal zu besuchen, schaut mal hier ins Programm: https://www.openluchtmuseum.nl/nl/volgende-halte/programma

An diesem Samstag liefen mir vor die Linse:
- die ehemals zwischen Zeist und Utrecht fahrende NBM 20 zusammen mit dem Güteranhänger NBM 402, beide im Eigentum des Stichts Tram Museum aber untergebracht beim Amsterdamer Trammuseum.
- von eben jenem Museum die GVB-Tram 144 zusammen mit dem offenen Beiwagen 600
- die "DHL-Tram", der Rotterdammer Vierachser 536 samt unerkanntem Beiwagen
- die Arnhemer GETA 76. #HupHasseltHup

...sondern der der Trams im Museum! Wie jetzt, ein Freilichtmuseum mit historischen Straßenbahnen? "Wie geil ist das denn?" 🤩

Ja, auch wenn die Geschichte dahinter etwas... speziell ist.

Wir schreiben des Jahr 1987, wo nicht nur ein Chep das Licht der Welt erblickte sondern auch das Openluchtmuseum in akuter Gefahr der Schließung war, denn es gab ob eines verstaubten Images zu wenig Besucher und man musste — wie immer — Geld sparen. Das konnte zwar durch massiven Protest abgewendet werden, doch eine Modernisierung musste her, die auch den Aspekt "Transport" mehr in den Vordergrund rücken sollte. Anfangs dachte man an eine Pferdetram, doch die würde zu wenig Besucher transportieren können. Also warum nicht eine "elektrische", die gleichzeitig das weite Gelände zugänglicher macht und selbst Geschichte erzählt?

Mitte der 1990er führte eine Initiative des damaligen Museumsdirektors Jan Vaessen in Zusammenarbeit mit der Tramweg-Stiftung und der Stadt Arnhem dann dazu, dass tatsächlich ein Rundkurs von 1,7km Länge und sage und schreibe 21 Höhenmeter Unterschied angelegt wird. Letztere wollte ursprünglich gar eine historische Linie von der Innenstadt zum Museum und dem benachbarten Burgers Zoo bauen, was sich aber als nicht umsetzbar erwies (sprich: zu teuer).

Neben dem Rundkurs wurde auch eine Replik eines Teils der im September 1944 bei der Schlacht um Arnhem zerstörten Tramremise am Westervoortsedijk errichtet, allein auf Basis alter Fotos und Erinnerungen, denn Pläne gab es nicht. In ihr entstand auch ein Nachbau der GETA (Gemeentetram) 76, für die freilich Originalpläne aus 1929 erhalten waren. Nr. 76 ist der einzige Arnheimer und der einzige Nachbau, alle anderen Trams sind Originale aus anderen niederländischen Städten. Dazu kommen bei Veranstaltungen auch Gasttrams. #HupHasseltHup

Das hier ist das Nederlands Openluchtmuseum in Arnhem, _das_ Freilichtmuseum, denn für mehr als eins haben wir keinen Platz. Es möchte das Leben in den Niederlanden in den letzten 350 Jahren widerspiegeln, insbesondere die ländlichen Traditionen.

Im Gegensatz etwa zum ebenfalls sehr sehenswerten Norsk Folkemuseum bei Oslo oder deutschen Freilichtmuseen wie dem Hessenpark in Neu-Anspach ist es nicht nach Regionen sondern Siedlungsformen angeordnet wie (Bauern)Höfe, dem Dorf oder auch Landgütern.

Das macht alles mehr Spaß als in Madurodam, dem werde ich mich aber bei einem erneuten Besuch mit mehr Zeit widmen. Denn dieses Wochenende wird ein 30. Geburtstag gefeiert und zwar nicht der der Belas... #HupHasseltHup

Und dann stehen hier auch noch überall historische Busse herum: Nr. 301 und 309 fuhren bei der GVB, also in Amsterdam. Eine Commissie Standaardisering Autobusmaterieel (CSA1) schwang nämlich quasi den Zeichenstift, das Ergebnis war der dunkelrote, von Hainje (ging in Berkhof und letztlich VDL auf) gebaute Standardtyp mit DAF-Chassis (SB200DOL554).

Wie die beiden auch aus 1966 stammt ein Verwandter, der bei den Gelderschen Tramwegen fuhr: Nr. 475 hat ein Chassis von Leyland 🇬🇧, die Karosserie kommt von Den Oudsten, fuhr sowohl als Stadt- als auch als Reisebus. Nr. 22 von Verheul, ebenfalls mit Leyland-Chassis, ist zwei Jahre jünger und fuhr in Arnhem, u.a. Rundfahrten zur Hohe Veluwe.

Der letzte in der Runde fällt aus der Reihe, denn im Gegensatz zu den ersten drei handelt es sich wieder um einen alten Trolleybus: Nr. 158 war von 1984 bis 2003 im Dienst, u.a. auf eben jener soeben befahrenen Linie 3 (Den Oudsten/Liepen B79T-KM560). Mangels Oberleitung kann der natürlich nicht in diesem Museum herum fahren.

Ja, was für ein Museum eigentlich? #HupHasseltHup

In Arnhem, so weiß es jeder Nahverkehrsfanboi, fahren Trolleybusse und mit einem solchen fuhren wir nicht nur, ein solcher verfolgte uns auch, aber was für einer: der Museumstrolleybus 101 der vormaligen städtischen Verkehrsbetriebe Arnhem aus 1949, der einzige fahrbereite und für den Personenverkehr freigegebene Museumstrolleybus überhaupt und hier und heute, also gestern, ganz einfach Teil des Linienverkehrs!

Man könnte also meinen wir sind auf dem Weg ins Trolleybusmuseum, aber das hat nur Donnerstag Nachmittag auf. In dem Museum, in das wir gehen, kommt uns stattdessen ein DHL-Truck entgegen, also, naja, quasi dessen Vorgänger von Van Gend & Loos. #HupHasseltHup

Interessante Elektrifizierung in Bad Friedrichshall
Lass mich raten, es war Fussball?
Heute: nach Oeteld... Den Bosch und mit DDZ nach Arnhem. Genau, das mit der Brücke. Also nicht dieser Brücke, denn diese Brücke ist Kunst an der Brücke in der Nordausfahrt von 's-Hertogenbosch. #HupHasseltHup