"[Am 8. Mai] gefolgt von historischen und regionalen Eisenbahnliedern um 16.00 Uhr mit der Georgenthaler Ukulele-Connection"
Ok, ich komm am 9.
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"[Am 8. Mai] gefolgt von historischen und regionalen Eisenbahnliedern um 16.00 Uhr mit der Georgenthaler Ukulele-Connection"
Ok, ich komm am 9.
Der Osterhasenexpress des DB Museums ist heute eine Schnecke. Wir stehen seit 40 Minuten in Altenahr, weil Leute auf der Strecke sind/waren.
Trainspotter sind ja super, aber um Himmels Willen haltet Abstand von den Gleisanlagen. Viele Grüße, hunderte Fahrgäste der Regelzüge und des Sonderzugs.
Unter anderem mit einem Fachwerkhaus, das sich bislang erfolgreich dem bwegt-Landesdesign widersetzt, geht es heute im Regionalverkehr nach Benztown Centrale zu so einer Propagandaveranstaltung.
In Aulendorf lässt sich eine "blaue Elise" einfangen: noch fährt die von den Landkreisen und den Stadtwerken Friedrichshafen gehaltene Bodensee-Oberschwaben-Bahn die RB 91 mit ihrer Quasi-S-Bahn, ab 2028 übernimmt auch das DB Regio in weiß-gelb und "modernem Material". #Osterava
Obwohl die Bregenzerwaldbahn ein voller Erfolg ist, 2013 gar gemessen an den Besucherzahlen mit 50000 verkauften Fahrkarten die erfolgreichste Österreichs, und zwischenzeitlich eine Verlängerung nach Andelsbuch oder Egg im Gespräch war, passierte das genaue Gegenteil: der Pachtvertrag für den 1,2km langen Abschnitt Schwarzenberg-Bersbuch wurde 2003 vom Land Vorarlberg gekündigt, damit darauf eine Umgehungsstraße für Bersbuch angelegt werden konnte.
In Schwarzenberg ist also Schluss und die Lok setzt ans andere Zugende um, um gleich den Museumszug "richtig rum" zurück nach Bezau zu ziehen. In Schwarzenberg gibt es eine räumlich etwas ausgedehntere Bewirtung als in Bezau, dort wie an Bord auch aber auf Getränke beschränkt, zu essen gibt es nichts, weder Kuchen noch Würstchen. Da das heute eine Osterfahrt ist, stimmt das nicht ganz, denn als Osterhasen verkleidete Mädels verteilen während der Fahrt Osterhasen aus Hefeteig, das kennt unsereins ja eher von St. Martin.
Dass die zwei sich eventuell nicht ganz wohl in der Verkleidung fühlen habe ich ihnen mal ganz frech unterstellt. Sehr wohl fühlt man sich aber bei den Ausblicken auf die Strecke, nicht nur an der Sporeneggbrücke finden sich schöne Orte, um den Zug von außen abzulichten, was ich vielleicht bei Gelegenheit mal nachholen werde. #Osterava
Wir springen einmal über die Landesgrenze zu den österreichischen Nachbarn nach Vorarlberg, denn das "Wälderbähnle" im Bregenzer Wald stand auch schon länger auf der "Rennt nicht weg aber könnte man ja mal machen"-Liste.
Von 1902 bis 1980 verband die Schmalspurbahn in bosnischer Spurweite von 760 Millimetern Bregenz durch das enge Tal der Bregenzer Ach mit Egg, Schwarzenberg und dem Endbahnhof Bezau. Man erhoffte sich mit dem Bau eine Alternative für den verlustreichen Holztransport auf dem Fluss sowie die Abwanderung von Arbeitern ins industrialisierte Rheintal zu stoppen, zumal es sonst nur Postkutschenverbindung gab, die fünf Stunden nach Bregenz brauchten. Ironischerweise scheiterten aber die ersten Anläufe am Bahnbau auch an Befürchtungen, sie bringe "das Proletariat in den Wald".
Die Bahnstrecke stand rein topografisch schon unter schlechtem Vorzeichen, der Bregenzer Wald zieht soviel Niederschläge an wie sonstwas, die von den Flüssen in den Bodensee abgeführt werden müssen und so zerstörte beispielsweise 1910 ein Hochwasser Teile der Trasse. Gerade im engen Abschnitt von Kilometer 3 bis 23 sorgten Erosion mit Hangrutsch und Steinschlag immer wieder für Ärger. Nach der Einstellung des Verkehrs bis 1983 auch aufgrund zunehmendem Individualverkehrs kam für den 1985 gegründeten Museumsbahnverein deswegen effektiv nur der Erhalt eines Teilstücks in Frage. #Osterava
Die Bergstation von Walzenhausen wird unterirdisch erreicht, sie wurde 2016 umgebaut, so dass der Zug vom Dorf aus einsehbar ist, und ein Kiosk wurde integriert. Es muss wirklich ein Dorf sein, viel zu sehen gibt es erstmal nicht und damit sind wir beim eigentlichen Thema: die Strecke gibt's so nicht mehr lange und das aufgrund rückläufiger Fahrgastzahlen und Kostendeckungsgrad unter 30 Prozent.
Das sagte man zwar 2024 schon, dann letztes Jahr und jetzt heißt es diesen Dezember ist so erstmal Schluss, aber wie man von der Ferrovia Circumetnea oder der Normalspurstrecke nach Felletin lernen kann, ist es das irgendwann auch mal wirklich.
Die gute Nachricht ist: die Strecke bleibt erhalten. Hier soll nämlich "ab 2026" (sic!) die weltweit erste vollautomatisiert nach GoA Stufe 4 fahrende Zahnradbahn implementiert werden, Stadler dazu dann auch das passende neue Fahrzeug liefern. Die schlechte ist: das charmante alte Fahrzeug, das jetzt fährt, fährt dann nicht mehr, also besucht's direkt am Bodensee gelegene Bähnli lieber früher als zu spät!
Früh beginnt augenscheinlich auch der potentielle Nachwuchs, der bei der Talfahrt spontan vom Fahrer eingebunden wurde und im richtigen Moment Schalter und Tasten betätigen durfte, etwa zum Einschalten des Bahnübergangs. Vielleicht hab ich das aber auch nur halluziniert weil vErbOtEN! #Osterava