# Professor Jiang Xueqin: Der chinesische Hari Seldon
Professor Jiang Xueqin, ein chinesisch-kanadischer Pädagoge und Yale-Absolvent, wird von seinen Anhängern als der „chinesische Hari Seldon“ gefeiert – eine Anspielung auf den fiktiven Psychohistoriker aus Isaac Asimovs „Foundation“-Reihe.
Jiang unterrichtet Geschichte an der Moonshot Academy in Peking. Sein YouTube-Kanal „Predictive History“ hat in drei Jahren über 1,95 Millionen Abonnenten gewonnen. Seine Methode: Spieltheorie, historische Musteranalyse und Psychohistorie, um geopolitische Entwicklungen vorherzusagen.
Seine Popularität explodierte, als mehrere Vorhersagen eintrafen. Im Mai 2024 sagte er voraus, dass Trump die Wahl gewinnen und JD Vance als Vize wählen würde – Monate vor der Nominierung. Er prognostizierte einen US-Krieg mit dem Iran ab 2026. Als die USA und Israel im Februar 2026 militärische Operationen gegen Iran starteten, schien sich auch dies zu bewahrheiten.
Jiangs „Psychohistorie“ basiert auf drei Säulen: Peter Turchins Kliodynamik, psychologischem Verständnis menschlicher Bedürfnisse nach Struktur, sowie einem von ihm entwickelten „Sincity“-Index zur Messung von Vertrauen.
Kritiker nennen seine Vorhersagen vage. Sein Hintergrund – Englisch-Absolvent ohne formale Geopolitik-Ausbildung – nährt Zweifel. 2002 wurde er in China wegen Spionagevorwürfen festgenommen und abgeschoben – ein Detail, das sein Profil rätselhafter macht.
Jiangs dritte große Vorhersage: eine Niederlage der USA im Iran-Konflikt, die die globale Ordnung für immer verändern würde. Sollte auch dies eintreffen, wäre sein Ruf als „Hari Seldon“ zementiert.
