Lea Frühwirth

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All things digitaler Diskurs | Netz, Politik & Kommunikation | Senior Researcher Desinformation @cemas_io
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Heute jährt sich das Tian'anmen-Massaker zum 37. Mal. Die KPCh erstickt bis heute jegliche Debatte dazu. Während chinesische Auslandsmedien das Thema totschweigen, zeigt das China Media Project, wie anders die Berichterstattung mal aussah - aussehen konnte. Damals wurden die Proteste wohlwollend kommentiert:

https://linguasinica.substack.com/p/how-a-massacre-shaped-chinas-media

How a Massacre Shaped China’s Media

All Chinese live today with the information legacy of Tiananmen. We look back at the brief moment before the crackdown when China's press stood with those demanding change.

Lingua Sinica

Hello, #rp26!

Falls ihr euch auch fragt, ob Russland das einzige Land ist, dass sich in den Diskurs anderer Gesellschaften einmischt: Morgen nachmittag spreche ich über ein Land, das wir vor lauter Russland bisher viel zu wenig betrachtet haben: China. See you there!

https://re-publica.com/de/session/nicht-der-rede-wert-wie-china-versucht-uns-zu-beeinflussen

Nicht der Rede wert? Wie China versucht, uns zu beeinflussen | re:publica

republica

RE: https://mastodon.social/@leafruehwirth/116449178405884666

Dabei gibt sich China sehr viel Mühe, dass wir bei Xinjiang gerade nicht an die Unterdrückung der Uiguren denken, sondern an bunte Märkte und lachende Gesichter. Dazu wird ordentlich die Werbetrommel gerührt.

Angesichts der tatsächlichen Lage in der Provinz ist diese Propaganda schwer zu ertragen.

China nutzt Hypes wie Labubus, um sich als freundliche Popkultur-Nation darzustellen und von Menschenrechtsverletzungen wie in Xinjiang abzulenken.

Es ist schon ein full circle Moment, dass sich jetzt rausstellt: Die Figuren enthalten Baumwolle aus Xinjiang, die unter Zwangsarbeit produziert wird:

https://www.nytimes.com/2026/04/23/business/labubu-cotton-banned-forced-labor-law-xinjiang-china.html

Some Labubu Dolls Contain Cotton Banned By Forced Labor Law, Testing Shows

A test verified by The New York Times found that clothes for some of the viral dolls contained cotton from the Xinjiang region of China, which is banned in the United States.

The New York Times

Zusammenfassend stellen wir also fest:

1. Chinas staatlich-kontrollierte Auslandsmedien dürfen auf Facebook Propaganda verbreiten

2. Meta labelt diese Medien als staatlich-kontrolliert und spricht von höherem Transparenzbedarf

3. Meta schließt deren Content im Transparenztool aus

Alle Details zur Untersuchung im Artikel: https://cemas.io/blog/chinas-auslandsmedien-auf-social-media/

Die freundliche Maske der Propaganda: Chinas Auslandsmedien auf Social Media

Chinesische Auslandsmedien können auf den ersten Blick aussehen wie normale Nachrichten-Webseiten, sind aber keine unabhängigen Medien, die lediglich ihren Sitz in China haben. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) kontrolliert genau, wer in China und von China aus in die Welt kommunizieren darf. Sie entscheidet, welche Themen wie besprochen werden dürfen. Chinesische Auslandsmedien richten sich an internationale Zielgruppen. Sie sind staatlich kontrollierte Medien, die der Partei zur Umsetzung strategischer Ziele dienen. Ihre Inhalte verbreiten sie nicht nur auf Webseiten, sondern auch in sozialen Medien wie Facebook, Instagram, TikTok oder X.

CeMAS

Jetzt ist der naheliegendste Gedanke natürlich ein technischer Fehler, den der Support sicher aufklären kann.

Der macht aber deutlich: Nee, das soll so. Und es gibt sogar eine Dokumentationsseite, die erklärt: Content aus China, Nordkorea, Südkorea und Togo ist von der MCL ausgeschlossen. https://developers.facebook.com/docs/content-library-and-api/content-library#geographic-scope

Content Library - Meta Content Library and API - Documentation - Meta for Developers

Mirror of the information presented in the "About" section of the Meta Content Library web UI.

Meta for Developers

Während der Untersuchung der Facebook-Auftritte der chinesischen Auslandsmedien wurde allerdings klar: Meta hält sein Versprechen nicht.

Denn die Meta Content Library zeigt für den Analysezeitraum keine Ergebnisse. Tatsächlich waren auf den Seiten mindestens 1.650 Beiträge abgesetzt worden.

Metas zentrales Transparenztool ist die Meta Content Library (MCL), die Forschenden Einblick in öffentliche Aktivitäten auf Facebook oder Instagram geben soll. Das ist z. B. hilfreich, um Phänomene wie Desinformationskampagnen aufzudecken, die der Gesellschaft gefährlich werden können.
Alle zwölf analysierten Facebook-Auftritte waren als staatlich-kontrolliert gekennzeichnet. Das ist ein Pluspunkt für Meta, denn Nutzer:innen werden gewarnt: Hier wird im Sinne der chinesischen Regierung kommuniziert. Laut Meta ist das Label mit einem erhöhten Transparenzbedarf verbunden.

Für unseren neuen @cemas_io
Artikel habe ich mir angeschaut, was Chinas staatlich-kontrollierte Auslandsmedien dem deutschsprachigen Publikum auf Social Media erzählen.

Bei Facebook war das gar nicht so einfach. Denn Meta erlaubt zwar die Verbreitung der Propaganda, nicht aber deren Monitoring. https://cemas.io/blog/chinas-auslandsmedien-auf-social-media/

Die freundliche Maske der Propaganda: Chinas Auslandsmedien auf Social Media

Chinesische Auslandsmedien können auf den ersten Blick aussehen wie normale Nachrichten-Webseiten, sind aber keine unabhängigen Medien, die lediglich ihren Sitz in China haben. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) kontrolliert genau, wer in China und von China aus in die Welt kommunizieren darf. Sie entscheidet, welche Themen wie besprochen werden dürfen. Chinesische Auslandsmedien richten sich an internationale Zielgruppen. Sie sind staatlich kontrollierte Medien, die der Partei zur Umsetzung strategischer Ziele dienen. Ihre Inhalte verbreiten sie nicht nur auf Webseiten, sondern auch in sozialen Medien wie Facebook, Instagram, TikTok oder X.

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