gernotgalib

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Musik für: KPH Wien/Krems, IFS - Abdullah K. Hammerschmidt Schule, Musiktherapeut, Konzerte, Islam, Dialog,; Ost-westliche Kulturgeschichte
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@BeesKnees_Phil Vor allem Letzteres, dieser Religions Ersatz "Genie" muss sehr schwierig für die Betroffenen sein
@BeesKnees_Phil Gebe Dir in fast Allem recht. Die Wurzel der Misere ist ja dann möglicherweise das prinzipielle Hochstlisieren des Genies an sich. Auf diese Art ein sehr rein 8n kapitalistischen Parametern gemessene Wertigkeit die in "den Grössten aller Zeiten" usw mündet. Wäre das nicht so allgemriner Konsens, wäre auch die Manipulierbarkeit eine geringere
Das was wir jetzt über die Kindesmissbrauch Geschirr wissen ist sicher nur die Spitze des Eisberges, dafür kenne ich selbst persönlich zu viele Fälle. Die sind aber alle verjährt oder ohnehin gahndet. Das Problem ist dass es nicht entsprechend kommuniziert wird was das für eine (schlussendlich unheilbare) Krankheit ist und dass man Kinder davor schützen muss. Es gibt übrigens männliche und weibliche Täter, ich kenne beides. Eine wirklich offenen auseinandersetzung mit dem Thema ist längst überfällig, ohne Populismus und "hängt ihn höher". Und auch die Diskussion was man mit den Tätern, die wiederum oft auch Opfer sind machen soll.
Der aktuelle Fall des Schauspielers und den Kinderpornos zeigt einmal mehr die Frage auf, ob Künstler und deren Kunst getrennt oder als Einheit gesehen werden müssen / sollen. Mozart und Beethoven waren wohl furchtbare Charaktere, Loos und wohl auch Zweig haben Kinderprosituierte besucht, Goethe war alles andere als ein Frauenrechtler, noch weniger Picasso oder Hundertwasser, etc etc. Andererseits ist ein Nazi Künstler jemand der mit seiner Kunst ein Mörderregime unterstützt hat und davon unterstützt wurde und man dann auch zu Recht mit ihm entsprechend umgeht. Aber - kann man da eine generelle Regel aufstellen? Denn nicht einmal das Strafrecht war bisher ein Kriterium, siehe zb Otto Mühl, dessen Bilder immer noch teuer verkauft, Woody Allen Filme immer noch gezeigt werden. Und - müssen Künstler moralische Vorbilder sein? Oder hängen wir ihnen, wie auch Sportlern etwas um was sie gar nicht können, nämlich moralische und spirituelle Instanzen zu sein die in Wirklichkeit der Religion zukommen und ein Künstler gar nicht bringen kann? Hypen, ikonisieren, veröttern wir viel zu schnell Künstler für ihre Kunst in Sphären in denen sie eigentlich nichts zu suchen haben? Und anderersetis, unterstützen wir sie viel zu wenig mit dem Gehype zurechtzukommen?! Ich weiss keine Antwort, aber vielleicht fällt jemanden etwas ein dazu.
@carquint Ich glaube da spiesst sich was, da, kommt ja das Wort "Kunst" vor...
Die Rechtsprimitiven von der F-Partei ignorieren natürlich den von allen wahrnehmbaren Klimawandel und möchten unbedingt als Schneebrunzer wahrgenommen werden 🙄
@dawilli jeder muss ja nicht alles 😉

Sehr spannende und auch bedenkliche Geschichte:

Das Ende des Neujahrskonzertes ist jedes Mal der Rhadetzkymarsch. In den lettzen Jahren wurd da immer eifrig vom Publikum beim Rumdatatata Rumtata mitgepascht. Es scheint so, als ob viele nur deswegen die paar tausend Euro zahlen um da mitzupaschen, ein doch eher einfach Anspruch an Musik.

Abgesehen davon, dass dieser Masch einem ziemlich blutigen Feldherrn huldigt, der sowohl italienische Soldaten im italienieschen Unabhängikeitskrieg als auch wiener Zivlisistinnen udn Zivilisten bei der Revolution gegen den Absolutismus 1848 niedermetzeln liess, gibt es noch eine unangenehme Komponente dabei: Die meistens gespielte Version verstärkt das militante Bumsdrarassa noch durch die Bearbeitung eines sehr treudeutschen SS Mannes, der ein einflussreicher Musiker im "Dritten Reich" war. Er hat den heute bekannten Trommelbeginn (noch vor 1938) verändert und marschtauglicher geglättet, die Melodie vereinfacht und das ganze mit zusätzlichem Percussionsinstrumenten und einer kräftigen Bastuba unterlegt, sodass man "im Rhytmus mitmuss", was sich im notorischen Paschen des verführbaren Publimus äussert. Kein Wunder, wurde das Neujahrskonzert in der heutigen Form ja von den Nazis unter dem Gauleitr Baldur vion Schirach erfunden, da brauchte es schon einen entsprechend schmissige Version zum Abschluss. Das Gepasche - also ein gut erzielter, so gewollter Effekt.

Nicolaus Hannoncourt hat beim Neujahrskonzert 2001 die Originalversion spielen lassen und siehe da - ein fast anderes Stück! Viel filegraner und weniger Marschiererei. Verständlich, dass die Nazis das aufpeppen mussten, das biedermeierliche Österreich hatte sowas noch nicht auf Lager, trotz Hinschalchtereien.

Unverständlich ist aber, dass nach 2001 wieder die notorische Version gespielt wurde und auch die angeblich 2020 entnazifizeirte Version eigentlich genau so klingt wie die, die sie bereinigen wollte. Auch heuer haben alle wieder zu Traramtraram tramtata Getrommle, zusätzlichem Triangel, Glockenspiele, Tuba und der vor allem im Trio (Mittelteil) geraden Melodie pepascht. Warum kann man da nicht die Originalversion zum Standard machen? Wenn der Dirigent des heurigen Konzerts, der sich selbst nach Wels, der ohnhin derzeit wohl problematischsten Stadt im Bezug auf rechten Unsinn nennt, wirklich so viel Vergessenes wieder hervorholen will, dann wäre doch damit etwas ganz wichtiges geholt worden. Aber vielleicht schafft es ja der als Wagner (bekanntlich Hitlers Liebelingskomponist) Spezialist geltende deutsche Thilemann im nächsten Jahr.

Zum anhören und Erstaunen um den Unterschied das Video von 2001 mit der Originalversion:
https://youtu.be/8JiRxqijur4

Johann Strauss - Radetzky Marsch - Nikolaus Harnoncourt, Wiener Philharmoniker Neujahrskonzert 2001

YouTube

IM KOMMENDEN JAHR

Wünsche ich uns, dass wir uns endgültig verabschieden von den Kriterien die „Leistung“ und „Erfolg" definiert haben und deren Sklaven wir geworden sind. Dass die Armseeligkeit verstanden wird der diejenigen sich aussetzen, die diesen Kriterien immer noch folgen.

Ich wünsche uns, dass wir uns nicht mehr den Kampf um das größere Stück des Kuchens aufdrängen lassen. Dass wir nicht mehr in den Kampf treiben lassen um die Dominanz unserer Kultur, unserer Nation, unseres Religion, unseres Geschlechts. Dass wir verstehen dass nicht der Sieg in einem dieser Kämpfe das Leben gut macht sondern das Zulassen vieler Gruppen und Gemeinschaften. Ich wünsche uns, dass die Zeit für Kampf, Sieg und Revanche endgültig vorbei ist.

Ich wünsche uns, dass wir nicht existieren können weil wir den anderen das wegnehmen was wir brauchen, sondern dass wir das hergeben was sie brauchen. Ich wünsche uns, dass das Ziel nicht das Wohlbefinden jedes und jeder Einzelnen ist, sondern dass ein erfolgreicher Mensch einer ist, der das Wohlbefinden aller erreicht.
Ich wünsche mir, dass wir daran gemessen werden, was wir für die anderen tun und nicht für uns selbst. Ich wünsche mir, dass wir die alten gescheiterten Ego- und Selbstoptimierer so laut auslachen, dass sie weggelacht werden. Dass die Unfriedenstifter blamiert und verstummt in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Ich wünsche uns, dass wir verstehen, dass wir alle Aufgeben haben, die aber unterschiedlich und nicht für alle gleich sind. Ich wünsche uns, dass wir zwischen den Unterschieden Brücken bauen und nicht Zäune und Mauern. Ich wünsche uns dass wir uns dafür anstrengen, dass es die anderen warm haben und nicht frieren. Ich wünsch uns eine Perspektive der Vorsicht und Rücksicht und nicht der Selbstsicht.

Ich wünsche uns, dass wir verstehen was Mensch sein heißt.

(Das Bild zeigt eine alte Osmanische Brücke mit Bögen über einen klaren Fluss mit Bäumen rechts und links)

Sich zu bilden und Bildung zu ermöglichen sind eine der wichtigsten islamischen Pflichten! She zu verhindern eine grosse Sünde! https://orf.at/stories/3298493/
Taliban schließen Studentinnen von Universitäten aus

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