Hier ein Paper, das derzeit intensiv im BgV (= Verein Beratungsstelle geschlechtliche Vielfalt e.V) diskutiert wird. Das Paper setzt sich sehr kritisch mit der Mainstream Begleitung von trans Personen durch Psychologys und Psychiatrys auseinander.
#Trauma #Traumatherapie #Transgender #transidentität #leiblichkeit
Hier der Link zur Publikation:
https://zenodo.org/records/20531852
Nonverbale Therapie für psychotraumatisierte trans Personen nach dem Luzerner Modell – Ein Background Paper (Version für die trans Community)
Dieses Background Paper stellt ein Konzept für die nonverbale, leiborientierte Begleitung psychotraumatisierter trans Personen vor («Luzerner Modell»). Anders als ein an Diagnosen und messbaren Ergebnissen ausgerichteter Mainstream setzt der Ansatz bei einer Ethik der Begegnung an: beim Anruf des Anderen, bei der leiblichen Anwesenheit und bei der Resonanz zwischen Menschen. Trauma wird dabei nicht als Defekt im Inneren einer Person verstanden, sondern als Spur des Anderen, die sich in den Leib eingegraben hat. Aus dieser Verschiebung entwickelt der Text eine eigene Begrifflichkeit – Kohärenz, Resonanz, Substitution, paradoxe Passivität – und eine eigene Praxis, die nicht das Ergebnis zum Massstab macht, sondern das bewohnbar gewordene Leben. Diese Fassung ist eine bewusst zugänglich gehaltene Version für die trans Community und versteht sich als Einladung zur kritischen Lektüre und Rückmeldung. Eine ausführlichere Fachversion mit vollständigem wissenschaftlichem Apparat erscheint demnächst in Buchform.



