Komitee gegen den Vogelmord

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Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. (CABS) ist ein international tätiger Naturschutzverband. Unser Arbeitsschwerpunkt liegt seit 1975 auf der Bekämpfung der Zugvogeljagd und des illegalen Vogelfangs im Mittelmeerraum. Wir legen illegale Fanganlagen mit Fallen und Netzen still, unterstützen die Behörden bei ihrer Arbeit gegen die Wilderei und setzen uns für bessere Gesetze ein.

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Websitehttps://www.komitee.de
Instagramhttps://www.instagram.com/cabs_reports/
Twitter / Xhttps://twitter.com/CABS_REPORTS
Facebookhttps://www.facebook.com/Komitee.CABS/

Eure Spende für die Zugvögel: Jetzt zu Ostern finden überall in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum unsere Vogelschutzcamps statt. Von Süditalien über Malta und die griechischen Inseln bis in den Libanon bauen wir illegale Vogelfallen und Fangnetze für Singvögel ab und überwachen Rast- und Durchzuggebiete von Greifvögeln und Störchen. Nur durch Eure Spenden können wir vor Ort sein und aktiv gegen Wilderei und Zugvogeljagd vorgehen. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Infos zu unserem Spendenkonto (und zu PayPal) findet ihr hier: https://www.komitee.de/de/spenden/

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Frühlingseinsätze in Italien abgeschlossen: Im Gegensatz zu anderen Einsatzgebieten führen wir im Frühling in Italien mehrere kleine, gut organisierte Aktionen gemeinsam mit der Polizei durch. Dabei haben wir von Februar bis Mai 12 Wilderer geschnappt. In Norditalien gelang es uns, einen großen Fall von Vogelfang mit Fallen aufzudecken und drei Tierhändler zu überführen, die illegal Wildvögel zum Verkauf angeboten hatten. Auf den Inseln Ponza und Ischia wurden nach unseren Hinweisen zwei Personen von den Behörden beim Vogelfang erwischt. Außerdem waren Teams unseres Partners Gruppo Adorno an der Straße von Messina in Süditalien im Einsatz, um gegen die illegale Frühlingsjagd vorzugehen. Insgesamt konnte die Polizei dank der Vorarbeit unserer Komitee-Teams 21 Netze, 130 Vogelfallen, 3 Lockgeräte und 2 Jagdwaffen konfiszieren. Rund 300 Vögel wurden aus illegaler Haltung beschlagnahmt und warten nun auf ihre Auswilderung.

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Unser großes Vogelschutzcamp im Libanon mit unseren Partnern MESHC Anti-Poaching Unit und Society for the Protection of Nature in Lebanon ist für diesen Frühling abgeschlossen. Der illegale Vogelfang und die Abschüsse geschützter Vogelarten erreichen im Zedernstaat nach wie vor internationale Ausmaße. Allein im Norden des Landes fanden wir innerhalb weniger Tage über 50 geschossene Weißstörche, darunter auch ein in Tschechien beringter Vogel. Ein besendertes Tier aus Deutschland gilt trotz intensiver Nachsuche von uns weiterhin als vermisst. In einem besonders schwerwiegenden Fall wurde ein Wilderer von uns beim Abschuss eines bedrohten Schreiadlers gefilmt und angezeigt. Diese Ermittlungen dazu sind derzeit noch im Gange. Bei weiteren Aktionen konnten wir an der Küste und im Bekaa-Tal insgesamt 41 Netze und 270 Leimruten abbauen und gemeinsam mit der Polizei sicherstellen. Dabei haben wir auch 30 frisch gefangene Singvögel freigelassen. In diesem Herbst planen wir zur Hauptzeit des Vogelzugs mit mehreren Teams im Libanon im Einsatz zu sein.

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In den letzten drei Wochen waren die drei bis vier Teams des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) auf Malta vor allem mit der Überwachung des Greifvogelzuges auf dem Archipel beschäftigt. Abends ankommende Rohr- und Wiesenweihen werden gezählt, ihre Schlafplätze in den Getreidefeldern im Zentrum, Westen und Süden der Insel lokalisiert und bis zum Einbruch der Dunkelheit bewacht. Morgens beim Abflug sind wir wieder zur Stelle und begleiten die Vögel, bis sie außer Schussweite der zahlreichen Turteltauben- und Wachteljäger sind. Bei besonders großen Schlafplatzansammlungen oder in besonders gefährdeten Gebieten, wie z.B. in Delimara im äußersten Süden Maltas, führen wir gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern von BirdLife Malta und der Malta Ranger Unit Unit auch Nachtschichten durch, um Abschüsse mit Nachtsichtgeräten zu verhindern. Bisher konnten wir keine Abschüsse verzeichnen und die Vögel konnten ihre Reise nach Sizilien ohne Probleme fortsetzen.

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Vogelschutz-Einsatz auf Ischia: In diesen Tagen findet auf Ischia eine vom Komitee gegen den Vogelmord (CABS) finanzierte Aktion der Jagdaufseher des WWF statt. Die Insel vor den Toren der süditalienischen Hafenstadt Neapel ist bis in die 2000er Jahre noch ein Brennpunkt der Wilderei gewesen. Vor allem der illegale Fang von Braunkehlchen und anderen spätziehenden Insektenfressern und die Frühlingsjagd auf Turteltauben waren weit verbreitet. Durch die Einsätze des Komitees und des WWF sind Vogelfang und Vogeljagd inzwischen deutlich zurückgedrängt. Dort, wo wir früher noch tausende Fallen eingesammelt haben, können die Tiere heute in Ruhe durchziehen. Die Jagdaufseher haben in den ersten Tagen ihrer Kontrollen keinen einzigen Fall von Wilderei festgestellt!

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Rückgang der Wilderei auf Zakynthos? Nach nur drei Einsatzjahren auf der griechischen Urlaubsinsel Zakynthos zeichnet sich bereits eine Verbesserung der Situation ab. Unsere Teams haben in den ersten 10 Tagen des Vogelschutzcamps weitaus weniger Schüsse als in den beiden Vorjahren festgestellt. Die Halbinsel Keri, wo letzte Woche ein Team des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) von Wilderern brutal überfallen wurde, bleibt allerdings ein Brennpunkt der illegalen Jagd. Hier patrouillieren wir jeden Tag mit der Polizei und der Jagdaufsicht. 7 Wilderer wurden inzwischen erwischt, eine Flinte, Munition und ein Funkgerät sind sichergestellt worden, ebenso wie einige frisch geschossene Turteltauben. Ein angeschossener Bienenfresser, der bei Tsilivi gefunden wurde, musste leider eingeschläfert werden. Die lokalen Behörden sind engagiert, sind aber mit dem Ausmaß der Wilderei überfordert. Eine Entsendung von Sondereinheiten vom Festland wäre dringend erforderlich, wird aber - wohl aus politischen Gründen - bislang abgelehnt. Unser Einsatz läuft noch bis Ende des Durchzugs in den ersten Maitagen.

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Neun Wilderer auf Malta geschnappt: Das Vogelschutzcamp auf Malta geht nun in die vierte Woche. Seit Anfang April haben wir sechs Vogelfänger und drei Jäger überführt. Fünf der Fänger hatten Klappnetze für Finken wie Hänflinge und Stieglitze in Verwendung, einer war auf seltenere Arten aus und hatte als Lockvögel Kurzzehenlerchen und Baumpieper. Insgesamt sind 16 Lockvögel, 5 Klappnetze und eine Käfigfalle sichergestellt worden. Ein weiterer Vogelfänger konnte nicht dingfest gemacht werden – bei ihm wurde ein Stellnetz abgebaut, aus dem ein Halsbandschnäpper gerettet werden konnte. Die drei überführten Jäger waren auf der Pirsch nach Turteltauben und Schwalben. Die überführten Täter sind bestenfalls die Spitze des Eisbergs – in den letzten Wochen haben wir hunderte Verstöße gegen Jagd- und Naturschutzrecht festgestellt, darunter der massenhafte Abschuss geschützter Turteltauben vor Eröffnung der Frühlingsjagdsaison und die Verwendung illegaler Lockgeräte für Wachteln und Watvögel. Schwerpunkte der Wilderei sind Has Saptan auf Malta und Gharb auf Gozo.

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Runder Geburtstag – das Komitee gegen den Vogelmord wird 50! Als Mitte der 1970er Jahre in Deutschland die ersten Zeitungsberichte über das unglaubliche Ausmaß der Zugvogeljagd in Italien erscheinen, beschließt eine kleine Gruppe von Vogelschützerinnen und Vogelschützern in Berlin, etwas zu tun. Am 1. März 1975 gründen sie das Komitee gegen den Vogelmord. Heute, ein halbes Jahrhundert später, sind wir eine europaweit tätige Organisation und führend in der Bekämpfung des Vogelfangs und der illegalen Jagd. Jedes Jahr kommen dafür zu unseren Vogelschutzcamps im Mittelmeerraum 250 ehrenamtliche Helferinnen und Helfern aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen. Mehr über die Entstehungszeit unseres Verbandes, die Erfolge und Herausforderungen haben wir auf unserer Internetseite veröffentlicht. Den Link findet Ihr hier:

https://www.komitee.de/de/ueber-uns/vereinsgeschichte/

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Vereinsgeschichte / Komitee gegen den Vogelmord e. V.

Als Mitte der 1970er Jahre Informationen über das Ausmaß der Zugvogeljagd in Italien bekannt werden, beschließt eine kleine Gruppe Vogelschützer in Berlin, etwas zu tun - 1975 gründen sie das Komitee gegen den Vogelmord.

Vogelschutzcamp auf Malta hat begonnen: Bei unserem zweiten großen Einsatz auf der Mittelmeerinsel in diesem Frühling werden drei bis vier Komitee-Teams täglich den Durchzug und die Schlafplätze der Zugvögeln überwachen und weiterhin die Fangplätzen für Sing- und Watvögel kontrollieren. Wir erwarten insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Großbritannien, Italien, Österreich, der Slowakei und Deutschland. Bislang ist der Vogelzug witterungsbedingt noch sehr verhalten - einige Rohr- und Wiesenweihen, Fischadler, Wiedehopfe und größere Trupps Rauchschwalben ziehen durch, während sich sie Wilderer weitgehend zurückhalten. Spätestens mit dem Start, der nach EU-Recht nicht ordnungsgemäßen Frühlingsjagd am 21.4. wird sich das vermutlich ändern. Dann werden sich, wie immer, auch Greifvogelwilderer unter die regulären Jäger mischen, die es auf geschützte Arten abgesehen haben. Mit unserer Präsenz an den Brennpunkten der illegalen Jagd werden wir alles dafür tun, dass die meisten Vögel unbeschadet in ihre Brutgebiete weiterziehen können.

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Frei wie ein Adler: Ein Steinadler, der im Februar mitten in Beirut (Libanon) in einem Beton-Verlies gefunden wurde, ist nun erfolgreich ausgewildert worden. Nach einigen Wochen veterinärmedizinischer Betreuung und nach Begutachtung von Komitee-Experten wurde festgestellt, dass der vermutlich aus Syrien in den Libanon geschmuggelte Vogel fit für die Natur ist. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen von MESHC Anti-Poaching Unit und Society for the Protection of Nature in Lebanon haben Mitarbeitende des Komitees gegen den Vogelmord den majestätischen Vogel in einer abgelegenen Gebirgsregion in die Freiheit entlassen - der Anblick des Adlers bei seinen ersten Flügelschlägen in den Bergen war atemberaubend! Kaum vorstellbar, was das Tier nach vielen Monaten in Gefangenschaft empfunden haben muss. Wir hoffen, dass der Vogel von hier aus Anschluss zu seinen Artgenossen in Syrien findet.

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