Dr. Tanja Busse

460 Followers
86 Following
245 Posts
Moderatorin & Autorin,
schreibt und redet über Transformation & Wenden aller Arten -
Landwirtschaft, Ernährung, Biodiversität, Ökologie, Ökonomie -
sieht das das Sterben der anderen, sucht Holzwege im Wald und Wilde Weiden in den Auen
https://www.tanjabusse.de

Ich moderiere so gerne - vor allem Veranstaltungen mit motivierten Menschen, die sich für nachhaltige Verbesserungen einsetzen 😊

Aber der 1. Deutsche Präventionsgipfel hat mich wütend gemacht:
Deutschland hat die höchsten Gesundheitskosten in Westeuropa, aber die
Leistungen sind nur Mittelmaß.

Das liegt auch daran, dass viel zu viele Menschen hier unnötig krank werden. Das ist eine Folge von zu wenig Prävention:

Über hundert Länder haben eine Zuckersteuer, aber wir nicht. Begleitetes Trinken ab 14 ist erlaubt! Zigarettenschachteln stehen immer noch im Kassenbereich. Überall fehlt es an sicheren Radwegen und und und.

Der Public Health Index zeigt: D hinkt völlig hinterher. Andere europäische Länder schaffen viel bessere Vorsorge.

Danke an das Team vom AOK-Bundesverband für den Aufschlag & an die Gesundheitspolitikerinnen Simone Borchardt Dr. Kirsten Kappert-Gonther Sabine Dittmar!

Copyright Stefan Melchior AOK

Volles Fachwerkhaus gestern Abend in Melle bei Osnabrück!

Das wunderbare Team von #Melle for future hat Klimaschützer*innen, Landwirt*innen zusammengebracht
für meinen Vortrag über die vielen Krisen und was wir tun können, damit es besser wird.

Diskussion mit Prof. Werner Wahmhoff (ex DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt) u Daniel Rolfsmeyer vom Landvolk über die Dringlichkeit (Kontroverse) und was die Landwirtschaft braucht (Einigkeit):

Wenn landwirtschaftliche Betriebe viele verschiedene Pflanzen im Sinne der planetaren Gesundheitsheitsdiät anbauen, brauchen sie anderen Abnahmestrukturen im Handel und in der Verarbeitung: Weizen und Mais bringen mehr Erlös als Vielfalt auf dem Acker.

Meine gute Botschaft in gefährlichen Zeiten: Es sind so viele Synergien möglich, wenn sich lokale Akteure dWasserschutz, Biodiversität, Landwirtschaft, gesunde Ernährung, regionale Wertschöpfungsketten zusammenbringen.

Wenn globale Lieferketten kollabieren, wird das sehr wichtig sein.

Danke Peter Schubert fürs Foto.

Das Netzwerk Verbraucherforschung hatte mich 2024 zum Vortrag über Luxuskonsum geladen:

Angesichts der globalen Polykrisen müssen wir Luxus neu definieren, konsumfrei + für alle:

Schöne Landschaft, Biodiversität, saubere Luft, sauberes Wasser, Ruhe, Sicherheit, das wäre Luxus.

Herzliche Einladung!

Rettet die Böden!
Wenn wir nicht aufpassen, sind bald keine mehr da.

Unsere Lektüreempfehlung zum Weltbodentag:

Hallo Ostwestfalen!
Eine herzlichen Einladung!
Kommt!
Neu!
Der Grund ist jetzt auch über die Bundeszentrale für politische Bildung zu bekommen 👉

Nur was tun, wenn die Menschen pflanzenblind sind?
Dr. Ute Becker, Leiterin der Grünen Schule, Botanischer Garten Mainz sprach von plant blindness.
Die meisten kennen nur wenige Wildpflanzenarten, bemerken deshalb nicht, wenn Arten verschwinden.
- > Mehr Bildungsarbeit, lauter werden und Kompetenznetzwerke über das Land spannen.

Und wie? Die Bildungsforscherin Antje Brock und Heike Molitor, Professorin in Eberswalde: Faktenwissen alleine reicht nicht. Es gibt eine große Bereitschaft bei vielen Menschen, etwas zu tun.
Viele gute Projekte für Bildungsarbeit in den Grünen Schulen: mehr davon! Vom Kindergeburtstag bis zum Pflanzenführerschein.

Noch ist unklar, wie es mit dem WiPs Projekt weitergeht, finanziell: Keine langfristige Sicherung von Arten mit kurzfristiger Finanzierung.

Warum das so wichtig ist? Die Hälfte der Spenderflächen für Arnika sind in Gefahr, weil die Förderung für diese Flächen in den nächsten Jahren ausläuft.
Rettet die Arnika!

🌼 Rettet die Wildpflanzen! 🌼

Es ist bitter nötig: Ein Drittel aller Pflanzenarten könnten in den nächsten Jahren für immer verschwinden, wenn wir unsere Landnutzung nicht ändern.

Letzte Woche durfte ich die Tagung von WiPs moderieren, Wildpflanzenschutz in Deutschland, ein Bündnis von 5 Botanischen Gärten, die gemeinsam gefährdete Wildpflanzen vorm Aussterben bewahren, allen voran die Arnika.

Sie sammeln Saatgut für Genbanken, säen die gefährdeten Arten in den Botanischen Gärten an, siedeln sie wieder auf geeigneten Flächen an.

Aber: Die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Arten geht verloren, wenn sie nur auf kleinen Flächen angebaut werden.

Prof. Christoph Reisch, Universität Regensburg: Die Einlagerung der Samen in Genbanken oder der Anbau unter idealen Bedingungen in Botanischen Gärten reicht nicht aus. Wir brauchen evolutionsfähige Arten - in der Klimakrise!