So war das leider irgendwie false balanceâŠ
Ich fand diesen Bilanzzusammenhang habt ihr quasi gar nicht dargestellt. Eigentlich wĂ€re eine viel wichtigere Frage gewesen: Wieso sollen im ganzen Konzern so viele Atellen abgebaut werden, obwohl eine reibe Sonderabschreibung bei Porsche fĂŒr den Gewinneinbruch gesorgt hat?
Ich fand, dass das auch von eurer GĂ€stin nicht so fut eingeordnet wurde. Es wurden zwar alle Aspekte des GewinnrĂŒckgangs dargestellt, aber die Konsequenz/Schlussfolgerung habt ihr nichtmal in Frage gestellt. Das obwohl es vor Monaten schon Verhandlungsergebnisse zwischen gesamt BR und GF gab. Deshalb hĂ€tte man mindestens die Sichtweise der BR Vorsitzenden darlegen mĂŒssen, finde ich.
Ohne die Sondereffekte von âŹ8,8 Mrd. wĂ€re das operative Ergebnis bei âŹ17,7 Mrd. und einer Marge von 5,5% gelegen â also nahezu auf Vorjahresniveau. Das zeigt: Das KerngeschĂ€ft lĂ€uft noch, aber die Kombination aus strategischen Fehlinvestitionen (Porsche E-MobilitĂ€t), geopolitischen Schocks (Zölle) und strukturellen MĂ€rkteschwĂ€chen (China) hat die Bilanz in einem einzigen Jahr massiv belastet.
@lagedernation ich fand den Block ĂŒber VW leider nicht sehr gut erklĂ€rt. Ihr habt am Anfang gesagt, dass der Umsatz gleich geblieben und sogar die Anzahl der verkauften Autos gleich geblieben ist. Wenn der Gewinn einbricht ergibt sich eine einzige Frage: Wo kommen plötzlich rie Hogen Kosten her?
Eine ganz klare ErklÀrung sind die Sonderabschreibungen bei Porsche, die nÀmlich in der VW-Bilanz drin stecken.
Leider ist die GĂ€stin da einem rhethorischen Trick aufgesessen (oder aber sie mag diese Regulierungen nicht). Denn hĂ€ufig bedeutet BĂŒrokrstieabbau steichen von Standards. Dadurch beginnt aber ein Race to the bottom. Und das ist sicherlich nicht, was den Standorr Europa attraktiv macht. Es wĂŒrde auch nirmand auf die Idee kommen das Strafgesetzbuch abzuschaffen, weil es zu viel BĂŒrokrstie bedeutetâŠ
Ăkonom:innen habe da durchaus eine Antwort drauf: Keine Dokumentstion und Vertrauen gepasrt mit regelmĂ€Ăigen Stichproben und bei Nicht-Einhaltung wirklich sehr empfindliche Strafen. So designt, dass die Formel aus Risiko erwischt zu werden in Kombination mit der dann zu erwartenden Strafe die Unternehmen auch ohne Berichtspflicjten dazu veranlasst das auch einzuhalten. Mit anderen Worten: Im Erwartungswert muss es fĂŒrâs Unternehmen gĂŒnstiger sein das Gesetz einzuhalten, als es nicht zu tun.
Diese ganzen Regelungen wurden hart erkĂ€mpft. Wir mĂŒssen lediglich einen effizienteren Weg finden sie durchzusetzen, statt sie zu streichen. Nur weil uns nichts besseres EinfĂ€llt sollten wir nicht ruckstĂ€ndig werden. Dann sollte uns lieber was besseres einfallen.
@lagedernation Bei der Behauptung eurer GĂ€stin Tariftreuegesetz und Lieferkettengesetz einfach zu streichen, weil zu Burokrstisch, keinerlei kritische Nachfrage zu stellen finde ich wirklich sehr schwach.
BĂŒrokratie aka Regulierung hat IMMER einen Zweck. In diesen FĂ€llen die StĂ€rkung der Tarifbindung und die Einhaltung von gesellschaftlichen Standards. Wenn wir das als Hesellschaft wichtig finden, sollte man es nicht streichen. Vielmehr muss man Wege finden es schlank umzusetzen.
@lagedernation Ich denke, dass wir als Staat inflationsbereinigt nicht mehr Grundsicherungsleistungen zahlen als in den 90ern. Vielmehr haben wir nicht mitbekommen (oder ignoriert), dass unsere Sozialversicherungen immer mehr Mittel aus dem Bundeshaushalt erhalten mĂŒssen. Und das sogar bei einer weitestgehend gleixhbleibenden Staatsquote. Daher ist es logisch, dass der Bund fĂŒr alle anderen Aufgaben immer weniger Geld hat.