Tobias Graßmann

@LutheranusVindelicus
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Lutherischer Dogmatiker mit einem Bein in der Kirchengeschichte, Pfarrer der ELKB auf dem Heuchelhof
@letterus @sjannasch @eulemagazin Das ist ja wirklich Lob in höchsten Tönen! Dankeschön!
Ist die Rechtfertigungslehre „toxisch“? Der Theologe und Pfarrer Tobias Graßmann fragt, wie mit dem Verdacht umgegangen werden kann, dass die spezifisch reformatorische Gestalt der Rechtfertigungslehre eine mitunter fatale Wirkung auf den Umgang mit sexualisierter Gewalt entfaltet haben könnte: #Reformationstag #evangelisch #Theologie https://eulemagazin.de/rechtfertigung-nach-der-forum-studie-gnade-und-wahrheit/
Rechtfertigung nach der „ForuM-Studie“: Gnade und Wahrheit | Die Eule

"Broken glass", produziert mit Playground AI. Die „ForuM-Studie“ problematisiert einen angeblichen Automatismus von Schuld und Vergebung in der Evangelischen Kirche. Wie können wir mit dem Verdacht umgehen, dass die reformatorische Rechtfertigungslehre toxisch ist?

Ist die Rechtfertigungslehre toxisch? Die „ForuM-Studie“ zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen #Kirche und #Diakonie warnte vor einem „Automatismus von Schuld und Vergebung“. In der Eule setzt sich @LutheranusVindelicus mit dieser Anfrage an #Theologie und Kirche auseinander: https://eulemagazin.de/rechtfertigung-nach-der-forum-studie-gnade-und-wahrheit/
Rechtfertigung nach der „ForuM-Studie“: Gnade und Wahrheit | Die Eule

"Broken glass", produziert mit Playground AI. Die „ForuM-Studie“ problematisiert einen angeblichen Automatismus von Schuld und Vergebung in der Evangelischen Kirche. Wie können wir mit dem Verdacht umgehen, dass die reformatorische Rechtfertigungslehre toxisch ist?

@seamusrhino Nein, aber dass für uns Geistliche das Gericht kein Zuckerschlecken wird, ist ja eh klar.
@seamusrhino Da bin ich dann überfragt. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es da bei nicht wenigen ziemlich raffinierte Selbsttäuschungen über die eigene Motivlage gibt, die in sich zusammenfallen dürften...
@Ustinoff @seamusrhino Ja, der Sog geht dann Richtung Allerlösung, wie bei mir ja auch. Aber eben nicht calvinistisch aus Begriffen deduziert, sondern als faktisches Ende einer offenen Begegnung von Gott und (durch das Gericht hindurchgegangenem) Mensch.
@haiku_shelf Freiheit von der Unterwerfung unter die Vergänglichkeit und die Versklavungs/Ausbeutungsversuche des Menschen. Ein Ende von Prinzipien wie dem "Kampf ums Dasein"...
@Ustinoff @seamusrhino Auf jeden Fall. Die Frage ist nur, ob die Gnade unwiderstehlich ist. Und unter welchen Bedingungen Menschen sich ihr dann entziehen. Das würde bedeuten, die Sünde als Selbstbeschreibung zu übernehmen, nachdem sie als Irrweg aufgedeckt ist. Lieber nicht zu sein, als nicht selbst Gott sein zu dürfen usw. Ich kann mir dieses Maß an Selbstverkrümmung angesichts der offenbaren Liebe nur schwer vorstellen, aber man sollte es als Denkbarkeit nicht ausschließen...
@seamusrhino Möglicherweise bedeutet das Gericht für die Therapeut:innen und Pädagog:innen die größere Krise als für die psychisch Beschädigten...

@seamusrhino @Ustinoff Ich denke, da sollte man aufpassen, dass man die Gleichnisfähigkeit unserer therapeutischen Praxis nicht überstrapaziert. Gott stehen ganz bestimmt noch einmal andere Mittel zur Verfügung, um die "selbstgewählte Verdammnis" solcher Menschen zu überwinden und das Gericht sollte da einiges zurechtgebracht haben.

Aber wer gegenüber der Gnade und Wahrheit Recht behalten will, auch wenn er sich damit verdammt... wird zumindest heikel, wenn dieser Wille etwas zählen soll.