Ach Hape.❤️🌹
"Ich schätze Hape #Kerkeling als großartigen Menschen mit einem klaren politischen Kompass. Ich freue mich sehr, dass er als Enkel eines katholischen u. kommunistischen Häftlings des KZ #Buchenwald im April die Hauptrede zum Jahrestag der Lagerbefreiung halten wird."
Jens Christian Wagner
Gedenkstätte Buchenwald.
Essay in der taz: Genossen von Mullahs und Mördern - Die neue autoritäre Linke:
Wenn die Linke es nicht schafft, klare Grenzen gegen den Autoritarismus in den eigenen Reihen aufzuzeigen, wird sie selbst zur Gefahr.
https://taz.de/Genossen-von-Mullahs-und-Moerdern/!6163550/
Die Linke in Niedersachsen hat also (unter entscheidender Mitwirkung von im Fediverse sehr aktiven Personen) einen "antizionistischen" Beschluss gefasst. Und weil man ja nicht den Eindruck erwecken möchte, dass "Antizionismus" lediglich ein Platzhalter für Antisemitismus ist, hat man gleich die Klarstellung nachgeschoben, dass man lediglich real existierende Ausprägungen des Zionismus meine.
Im Wortlaut also: "Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab." Wer im Beschluss (https://www.die-linke-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/A01_geaendert.pdf) schaut, findet allerdings keine Erklärung, welcher real existierende Zionismus das sein soll.
Wikipedia hat eine gute Definition für Zionismus:
"Der Zionismus ist sowohl eine Nationalbewegung als auch eine ethnonationalistische Ideologie, welche die Errichtung eines jüdischen Nationalstaats in Palästina anstrebte und diesen nach der Gründung des Staates Israel 1948 bewahren und verteidigen will."
Also, die Errichtung eines jüdischen Nationalstaates ist Vergangenheit, die kann nicht mehr gemeint sein. Bleibt dann also die Bewahrung und Verteidigung. Das ist das, was ich als "heute real existierenden Zionismus" kenne. Und deswegen spricht dieser Beschluss auch in dieser "entschärften" Fassung Israel das Existenzrecht ab.
Ich glaube durchaus, dass viele, die für diesen Beschluss gestimmt haben, das nicht so meinen. Sie haben schlicht keine Ahnung davon, was Zionismus ist, weswegen er sich sehr schön als Projektion für alle möglichen Feindbilder missbrauchen lässt. Rassismus an israelischen Grenzübergängen? Zionismus! Israel führt Krieg in Gaza? Zionismus! Gewalttätige Siedler im Westjordanland? Zionismus! Immerhin lassen sich letztere womöglich tatsächlich von zionistischer Ideologie leiten, wobei ich eher auf plumpen Nationalismus und teilweise religiösen Fanatismus tippe. Aber diese Tendenz, Israel und Zionismus zu verteufeln, hat in linken Kreisen eine lange Tradition (https://fathomjournal.org/soviet-anti-zionism-and-contemporary-left-antisemitism/).
Wisst ihr, wo man noch Feindbilder auf einen Begriff projiziert, von dem man nichts weiß? Beim Judentum. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass Antisemitismus sehr gut ohne Juden gedeiht. Man kann viel einfacher alle möglichen Vorurteile auf Juden projizieren, wenn man nie welche getroffen hat.
Dafür, dass Antizionismus nicht bloß verkappter Antisemitismus sein soll, sind die Parallelen dann doch erstaunlich deutlich.
Die Delegiertenversammlung von wastedalpaca.wtf hat den Antrag auf Blockierung von Erik Uden und seiner Instanz einstimmig beschlossen.
Das macht uns zur ersten Uden-freien Instanz des galaktischen Alpacaverbands 🚩
Begründung zur Ablehnung des Akkaunts Erik Uden (3)
Aufgrund solch offensichtlicher Unvereinbarkeit mit linken, universalistischen Werten ist die Frage, ob Erik Uden ein Antisemit ist, längst geklärt. Auch unsere galaktischen Taugenichtssubeinheiten sind sich in dieser Frage einig