Wenn die gute Fee kommt, würde ich mir folgende empirische Untersuchung wünschen: Die Mehrheit der Bevölkerung wohnt in dicht besiedelten Agglomerationen. Je dichter die Bebauung, desto wärmer. Korreliert also der Effekte der politischen Mobilisierbarkeit durch die Hitzewelle statistisch signifikant mit der Struktur des eigenen Wohnorts, weil der das Temperatur-Erleben mitbestimmt? Bei mir in der Innenstadt ist es ca. 3-5°C wärmer als die für meinen Ort gemeldete Temperatur. 1/2
Menschen in klimatisierten Stadtvillen der Suburbs und Leute "auf dem Land" dürften die Lage insofern viel eher als wunderbaren Sommer erleben können, als jene, die in engerer Bebauung leben. Die Fehlfarbenkarten der Bundestagswahl kommen mir in den Sinn: Das schwarz-blaue Land, dazwischen die roten und grünen Tupfer der Ballungszentren. Was, wenn man eine Karte der mittleren Temperaturen in den Wohnungen darüber legt? 2/2

@plinubius bei mir ist die bebauung auch sehr dicht. die temperaturwerte, die ich auf meinem balkon gemessen habe sind ebenfalls hoeher als die "offizielle" temperatur, die fuer #bremen gemeldet wurde.

diese waermeperiode ist (noch) ueberschaubar kurz gewesen. ich habe jedoch deutlich mehr gelitten als ich 1,5 jahre lang eine laute & dreckige baustelle nebenan hatte, bei der der nachbar sein gekauftes haus "auf links" gedreht hat.

diese belastung war schlimmer fuer mich als diese 3 tage jetzt.

@plinubius was ich damit sagen moechte: ja, temperatur ist ein gravierender stressfaktor, was ich fuer entscheidend halte ist die einwirkzeit von so einem nervfaktor.

wenn diese perioden laenger werden, werden sie erst ihr volles katastrophenpotenzial zeigen. wenn es so heiss fuer 3 wochen ist statt fuer drei tage, dann hat das gravierende auswirkungen.

ich bin mir unsicher, ob eine waehlerkarte da korreliert. meine nachbarn hier priorisieren ueberwiegend platz fuers auto ueber allem anderen.