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Die bunte, progressive Stimmung war den Nazis ein Dorn im Auge, so dass sie 1932 die Schließung des Hauses anordneten.
Als die industrielle Todesmaschinerie anlief, gerieten immer mehr Bauhäusler in die Fänge der Nationalsozialisten. Einen von ihnen, den Designer Franz Ehrlich, steckten sie ins KZ Buchenwald, wo die Lagerleitung ihn dazu zwang, eine Aufschrift für das Eingangstor zu entwerfen. Der menschenverachtende Spruch („Jedem das Seine“) wurde ihm dabei natürlich vorgegeben.
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Ehrlich nutzte bei der Gestaltung deutliche Merkmale der Bauhaus-Typografie: reduziert, geometrisch, serifenlos. Vielleicht als Zeichen des Widerstands an einem Ort, an dem kein echter Widerstand mehr möglich war.
Ironischerweise wurde das Bauhaus nach 1945 weltweit zu einem der einflussreichsten deutschen Kultur- und Exportgüter überhaupt – also genau jene Stilrichtung, die die Nationalsozialisten als „undeutsch“ bekämpft hatten.
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@avatter
Das die Auswahl der Typografie ein Zeichen des Widerstandes war, wird in Frage gestellt, unter anderem von Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, dem Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, im Podcast mit Marcant.
Weil Ehrlich nach seiner Entlassung aus dem KZ, als Zivilangestellter für SS weiter gearbeitet hat.
Podcast: Marcant Podcast; Folge vom 26.06.2026
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