Also, es ist ja heiß draußen. Und in Städten noch heißer als im Umland, u.a. auch wegen wenig Schatten, aufgeheiztem Asphalt und Pflaster.

Aber das ganze kommt halt von der Sonne, oder? Teilweise. Eine andere Quelle für #Hitze: #Autos

Im Sommer mittags strahlt die Sonne mit ca. 1kW pro Quadratmeter in Deutschland. Gleichzeitig fahren in Städten Autos mit einigen 10 kW Leistung in der Stadt. Und wo geht die Leistung hin?

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#Klimakrise #Städte #Verkehrswende

In Motorenverluste (=Wärme) beim Verbrenner, etwas weniger beim EV und in Luft- und Rollwiderstand (=Wärme). Die gesamte Motorenleistung (minus Rekuperation beim EV) bleibt als Wärme in der Stadt!

Bei sagen wir mal 20kW im Stadtverkehr (mehr?) produziert damit jedes Auto soviel Wärme wie sie Sonne über 20m². Bei einer Stadt wie Heidelberg, wo ständig ein paar 10.000 Fahrzeuge unterwegs sind, kommen dann schnell ein halbes Gigawatt Autowärme dazu.

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#Klimakrise #Verkehrswende #Autos

Und 0.5 Gigawatt entspricht dann wieder der Sonnenwärme über 500.000m², also einem halben Quadratkilometer. Das entspricht der gesamten Fläche der Kernaltstadt.

Tja und um das zu kompensieren, bräuchte man wieder ca. einen zusätzlichen Baum als Schattengeber pro Auto. Also nur um die Fahr-Wärme zusätzlich zu kompensieren. Also mehrere 10.000 neue Bäume für Heidelberg. Alternativ könnte man natürlich einfach bei Hitze den Autoverkehr einschränken...

#Klimakrise #Autos #Verkehrswende

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@knud Wieder was gelernt. Danke fürs Erklären!

@knud
Warum etwas weniger beim BEV? Beim Verbrenner geht doch direkt 2/3 der Energie als Wärme verloren. Und die ganze Bewegungsenergie wird dann in Wärme umgewandelt. Beim BEV fallen die 2/3 Wärme ganz weg, und von den letzten Drittel wird dann ein Teil rekuperiert. Dann sind wir beim BEV etwa bei einem Viertel des Verbrenners.

Aber da wir zur Zeit nur bei 5% BEVs sind, ist das zu vernachlässigen.

@brunthal

Naja, 50% beim Verbrenner und da Akkus und Motoren auch beim BEV warm werden, wir da auch was anfallen. Ja, das ist deutlich weniger, aber die Größenordnung stimmt halt. Und wenn man 20kW mechanisch annimmt, dann kommt halt jeweils thermisch was oben drauf, beim Verbrenner dann mehr.

@knud
Ja, die Größenordnung wird stimmen. Das kann man Mal mit dem Stromverbrauch vergleichen. Der endet ja auch in Wärme. Wenn man für Heidelberg 50000 Haushalte annimmt, die jeder 300 W verbrauchen, sind das 15 MW. Da kommt natürlich noch das Gewerbe hinzu. Aber immer noch deutlich weniger.

@brunthal

Exakt. Zwar wird jedes deutsche Auto im Schnitt immer weniger als 1 Stunde pro Tag bewegt, aber es gibt in Heidelberg ich glaube 60.000 gemeldete PKW plus 50.000 Auto-Einpendler, täglich.

@brunthal

Und ich bin froh, dass ich heute nichts kochen muss und die Spülmaschine auf heute Nacht vertagen kann: entsprechend ist die Wärmedissipation bei uns im Haushalt (=Stromverbrauch) dauerhaft unter 200W :-)

@knud Meine Überschlagsrechnung kommt deiner sehr nahe:

https://social.cologne/@manes/116815083105151815

(22,95 kW
Jedes fucking Verbrenner-Auto produziert eine Abwärme entsprechend 11 Heizlüftern auf höchster Stufe.)

manes (@[email protected])

@[email protected] Mal angenommen, der Verbrenner benötigt in seinem ineffizientesten Betriebszustand, nämlich im Stadtverkehr, konservativ gerechnet 9 Liter Benzin auf 100km und ist, weil Stadtverkehr, mit optimistischen 30km/h unterwegs, und setzt 15% seiner Energie in Bewegung um… Also 9 l * 10 kWh / l * (1 - 0,15) * 30/100 = 22,95 kW Jedes fucking Verbrennener-Auto produziert eine Abwärme entsprichend 11 Heizlüftern auf höchster Stufe.

Mastodon

@manes

Ja, das in der richtigen Größenordnung zu erfassen passt auf eine Serviette... Ich war schockiert, dass das einem weiteren Stadtteil an Sonnenwärme entspricht.

Plus dem unverschatteten Asphalt, der ja benötigt wird.

@manes

Aber wichtig zu wissen: auch die reine Bewegungsenergie geht in Wärme über. Weil ja Rollwiderstand und Luftwiderstand am Ende auch in warmen Reifen/Straße und erwärmter Luft enden. Bei Verbrennern kommt halt noch was oben drauf.