@funk Keine Ahnung, ob ihr bei 3k Followern hinterherkommt, zu antworten. Brauch' auch nicht unbedingt eine Reaktion, aber weil es in diesem Interview ein bisschen so klang, als würdet ihr am Interesse der Zielgruppe im #Fediverse zweifeln, hier bisschen anekdotische Evidenz zum Aufmuntern:

Ich bin selber in eurer Kernzielgruppe und kenne hier mindestens 4 weitere in dieser persönlich, die bestimmt an euren Inhalten hier interessiert wären, auch wenn 2 davon leider noch weniger aktiv sind, als ich. Außerdem kann ich auch sagen, dass ich einige außerhalb dieser Zielgruppe hier kenne, die auch an euren Inhalten interessiert sind.

Ich finde es richtig cool, dass ihr das "Henne-Ei-Problem" der Netzwerkeffekte benennt und auch mit angehen wollt. Der #ÖRR ist dafür ja auch eigentlich prädestiniert, weil er afaik nicht das Problem hat, sich weiterhin mit Werbung auf geschlossenen Plattformen über Wasser halten zu müssen.

Noch ist das Fediverse quasi ein Social Media ohne #Influenzer. Keiner der Content Creators hier ist (primär) gewinnorientiert, was Fluch (kein finanzieller Anreiz für Content Creators) und Segen (keine #Aufmerksamkeitsökonomie für Nutzer*innen) zugleich ist, aber ich sehe inzwischen die fehlende Wirtschaftlichkeit auch als Vorteil: Es ist vielleicht weniger Inhalt hier, aber eben auch keiner, der primär produziert wurde, um Geld zu verdienen.

Natürlich müssen Creators Geld verdienen, aber ich finde es gesund, wenn deren Einkommen nicht allein von Aufmerksamkeit abhängig ist – das führt zu Populismus und Clickbait – und Aufmerksamkeitsökonomie ist für mich keine Lösung.

Ich bin mir auch nicht sicher, was ein funktionierendes Geschäftsmodell für die unabhängige Finanzierung von Creators wäre, die nicht im ÖRR sind. Aber wenn der ÖRR im Fediverse funktioniert, ist vielleicht auch einfach der Ausbau davon ein Lösungsansatz. Deswegen unbedingt ausprobieren, traut euch!

Ich freu' mich auf jeden Fall auch einfach, wenn ich dann noch mehr Freunden zeigen kann "Hey, guck' 'mal, dass gibt's dort auch ohne Werbung".

#di_day #dut #did #enshittification

Philipp Schild von Funk: "Uns ist es wichtig, in dieser Kultur eine Rolle zu spielen"

Zum zehnten Geburtstag schenkt das Jugendangebot von ARD und ZDF sich selbst eine Präsenz im Fediverse. Was dahintersteckt und wohin die Reise sonst noch gehen soll, verrät Funk-Programmgeschäftsführer Philipp Schild im Interview.

medium magazin
@Fadikkop Danke für's Teilen! Das freut uns wirklich sehr. 💜

@Fadikkop @funk
Es ist MASSENWEISE "Content" da. Ich könnte stundenlang scrollen!!!

Was nicht da ist - oder eher kaum - sind Sinn- und Wahrheitsbefreite Beiträge von Leuten, die meinen es reicht IRGENDETWAS IRGENDWIE zu posten - Hauptsache bunt, sexy, kontrovers - um sich damit nach VAE absetzen zu können...

Es ist fast wie im richtigen Leben. Du lebst in einer Großstadt, und jedesmal wenn du aus dem Fenster schaust, laufen da unten neue Leute vorbei. Und da ist dann 1/x

@Fadikkop @funk ist da auch wieder der Typ mit dem Hut-Tick. Und schau, Oma mit Hund läuft wieder über die Straße.

Ich brauche keinen Macker der seinen fetten Camaro unten am Bürgersteig abstellt und volle Kanone HipHop abdröhnt.

Wer das will, soll bitte in die Disco!

Just my 2c

@WarpinWolf @funk Ja, ist halt die Frage, was du für Content willst. Ich würde schon behaupten, dass Funk eine Art von Inhalt bieten könnte, die Gier bisher noch wenig vertreten ist.

@Fadikkop @funk ja klar! Bin Fan des ÖRR!!! Am besten das mastodon icon ganz vorne und die Beiträge hier zuerst.

Habe mich nur am der Aussage gestört es gebe hier keinen content.

Das hier ist nicht Tiktak oder finster. Kein algorithms. Und who the fuck needs followers. Wenn du vernünftige Sachen teilst, kommen die an. Da brauche ich als Zuschauer auch kein "Abo". Wenn es geil ist, kommt es mehrfach in der Timeline und ich sehe es. Nur zu "folgen" um einen Namen in der Liste zu haben...

@WarpinWolf Worein interpretierst du die Aussage? /gen Ich hab' meinen Beitrag gelesen und finde nicht, wo ich das geschrieben habe. Oder bezieht du dich auf das Interview?

Ja, vielleicht zu radikal, aber ich sehe auch Argumente für Fedi-Exklusiven Content.

Technisch stimme ich dir zu, es braucht keinen Empfehlungsalgorithmus für einen gesunden Medienkonsum, aber ich finde schon, dass wir überlegen können, wie wir gerade jungen Dopaminsuchenden das Fediverse schmackhaft machen können. Ich selbst brauche keine Tiktak-Tänze, aber auch Disco kann divers, vielfältig und inhaltlich wertvoll sein, um auf die metaphorische Ebene zurückzukommen.