50 000 Voranmeldungen hat es angeblich fuer #wscocial gegeben.Der oeffentlich einsehbare PDS des Netzwerks listet um die 4500

👉 https://pdsls.dev/pds.wsocial.network

Scheint als haben doch nicht so viele User:innen Bock darauf ihre Ausweisdaten und Gesichtsscans mit einer intransparenten Firma zu teilen, die hauptsaechlich aus Lobbyist:innen besteht 🤷‍♂️

PDSls

Browse the public data on atproto

@pallenberg hab mich erst mal in die Warteliste aufnehmen lassen, bevor viel bekannt war.

Prinzipiell fände ich es gut eine Plattform ohne Putin - Trolle und NoAfD - Gülle zu haben, auf der man mal wieder sachliche Diskussionen führen kann, wie es früher mal war.

Aber nachdem jetzt diese Informationen vorliegen, ohne mich!

@SummerOf68
"Prinzipiell fände ich es gut eine Plattform ohne Putin - Trolle und NoAfD - Gülle zu haben, auf der man mal wieder sachliche Diskussionen führen kann, wie es früher mal war. "

Schrieb er in einem Netzwerk, das weitestgehend Putintroll- und AfDgüllenfrei ist, und in dem oft gute und sachliche Diskussionen geführt werden. 🙂

@pallenberg

@zetthochdrei @pallenberg das Dir die nicht auffallen, resultiert daraus, dass nur so wenige im Fediverse sind und wenn, meist eher links - liberale Nerds.

Von meinen Freunden werde ich hier keinen einzigen finden. Die trudeln jetzt langsam gerade mal bei Signal ein, haben aber trotzdem noch WhatsApp auf dem Smartphone. Aber Mastodon... 😱

Und sachliche Diskussionen... Wenn ich mich an die Spinner mit Hitler - Bildern zum Thema Alterskontrolle in der EU im Thread der Kommission erinnere, unterliegst Du einst Illusion!

@SummerOf68
Das deine Freunde nicht im Fedi sind und lieber Meta die Stange halten? Gewohnheit, Abhängigkeit, sunken cost fallacy? (Ist natürlich nur geraten.)
Aber wenn das Fedi für dich keine Plattform für sachliche Diskussionen ist, muss dich dein Gedächtnis vielleicht auch ein wenig trügen, wenn ich daran denke wie es früher in so machen Foren zugegangen ist.
Ärsche gibt's in jeder Diskussion. Hier wie im echten Leben. Die Frage ist, ob die Plattform das Verhalten belohnt.
@pallenberg

@zetthochdrei @pallenberg
Ne, nichts davon, wie immer "da ist ja keiner den ich kenne", meine Freunde und Bekannten sind das, was man bürgerliche Mitte nennt. Die meisten haben mit Technik wenig am Hut, alles was ein wenig komplizierter ist, ist böse.

Du machst da ein wenig die Augen zu und klingt wie ein Fanboy, der sich gerade schön redet, dass es hier auch nicht anders ist und die dezentrale Freiheit oft den Nachteil hat, dass nicht oder kaum zu zensieren ist. Da ist sicher Hitlerverehrung bei meinem Server - Betreiber nicht erwünscht, aber wenn wie dort der Autor seinen eigenen Server betreibt und Teil des Netzwerks ist, wird es schwierig. Das nutzen dann Extreme so richtig aus und da passiert dann garnichts!

@SummerOf68 @pallenberg nah. fanboy ist falsch. Aber das Fedi ist die beste Internetbaustelle für ein themenüberhreifendes, soziales Netzwerk.
Foren sind spezifisch, corporate social-media war schon kaputt als es angefangen hat.

... und wer einzelinstanzig, radikalverachtend rumpöbelt bekommt a) per se schon wenig reichweite und b) landet mit seiner Instanz schnell auf entsprechenden blocklisten

@zetthochdrei @pallenberg versteh mich nicht falsch, ich stehe nicht auf Seiten von Corporate Social Media, bis auf Youtube habe ich das selbst alles abgeschafft und finde es weitestgehend besser hier.

Aber Du siehst die Probleme zu idealisierend. Um solche Instanzen konsequent auszusieben fehlt das Personal bei den aus Idealismus betriebenen Instanzen und solche Typen setzen einfach irgendwann eine neue auf.

Der große Vorteil ist eben manchmal genau der Schwachpunkt und dem sollte man sich offenen Auges stellen und nicht mit einer idealisierten Version ala "wir sind das bessere Social Media, dass löst sich hier von selbst".

@SummerOf68
Sicher löst es sich nicht von selbst. So naiv sollte man nicht sein. Aber diese Menschen existieren und werden sich immer wieder in Diskussionen einmischen. Zu glauben man könnte im Inet was einrichten wo sie nicht auftauchen ist ebenso naiv.

Der erste richtige Schritt ist diese Stimmen nicht systemisch zu verstärken. Der zweite sie zu ächten. Immer wieder.
"Darum kümmern" wird sich immer nur ein kleiner Teil. Das kennt man ja bspw. vom Kampf gg die rechten Hetzer auf der Straße.

@SummerOf68

Wenn du eine dem Gemeinwohl verpflichtete Plattform willst, dann beginnt die Suche bei einem geeigneten Betreiber und nicht bei der Software.

@pallenberg

@elottermann @pallenberg ich sage ja auch nichts anderes. Aber die Architektur spielt eben auch eine Rolle.

@SummerOf68

Klar. Aber auch Architektur ist nur Mittel zum Zweck.

Dass die westliche Welt vom kommerziellen Social Media dominiert wird, ist kein Problem von IT-Architekturen, sondern von mangelndem Verantwortungsbewusstsein öffentlicher oder dem Gemeinwohl verpflichteter Organisationen für die kollektive Willensbildungsfähigkeit.

@pallenberg

@elottermann @pallenberg da magst Du zu einem großen Teil recht haben.

Gerade Wsocial zeigt, dass Corporate Social Media die Kontrolle behalten will, indem Sie der Masse ein zuerst verführerisch klingendes Angebot machen.

Ich meinte viel mehr, dass die stärken von Architekturen oft eben auch gleichzeitig deren Schwächen sind und von Extremen ausgenutzt werden, um ihre Positionen ungehindert zu pushen.

In RL zeigt sich das oft in der Verachtung gegen die Demokratie als schwach und obsolet, indem man Freiheitrechte ausnutzt, um gegen Demokratie und Freiheit zu agitieren (das wird man doch noch sagen dürfen).

@SummerOf68

Jede Architektur oder Technologie hat inhärente negative Merkmale.

Wenn du eine Plattform baust, die verwertbare Aufmerksamkeitszeit produzieren soll, dann verstärkt sie eben inhärent Widersprüche, bringt ihre Nutzer gegeneinander auf und macht jedes Problem unsichtbar bevor eine kollektive Willensbildung stattfinden kann.

Und da wären wir dann wieder bei der Intention dessen, der das in Auftrag gegeben hat.

@pallenberg