Rentenpolitische Sprecherin der Linkspartei: „Die Leute arbeiten jetzt schon zu lange“
Rentenpolitische Sprecherin der Linkspartei: „Die Leute arbeiten jetzt schon zu lange“
Mit nem Bürojob kann ich sicherlich problemlos bis 70 oder länger buckeln.
Will ich aber vielleicht nicht. Und gerade aus linker Perspektive darf das ruhig Teil der Betrachtung sein.
Abgesehen davon sehe ich bei meiner Kollegin Ende 50, dass auch ein Job, der überwiegend im Büro passiert, in dem Alter nicht mehr “problemlos” ist. Hier tut’s weh, da tut’s weh, die Augen, die Knie, der Rücken, dann noch sommerliche Hitze, weil funktionierende Klimaanlagen ja allenfalls “nice to have” sind (sagt der Vorstand im klimatisierten Büro in der Zentrale), und dabei soll man sich 8 Stunden konzentrieren. Es darf irgendwann einfach mal gut sein, auch bevor man endgültig raus getragen werden muss.
Linke Politik ist aber auch emanzipatorisch und liberal. Also ein “ich hab’ kein Bock” ist zu hören und gegen andere Interessen abzuwägen.
Im Übrigen ist der Kern von einer “linken Weltanschauung” für mich auch, dass “Arbeit” viel mehr ist als “Lohnarbeit”. Nur weil jemand nicht mehr in Lohnabhängigkeit ist, macht er ja nicht “keine Arbeit” mehr. Ich habe wenig gearbeitet in meinem Leben, so wie Merz sich das gewünscht hätte…aber ich habe dabei meistens Kram gemacht, von dem ich glaube, dass er gut war für unsere Gesellschaft ¯\_(ツ)_/¯. Rentner fallen ja nicht auf die Couch, gucken nur noch Netflix und verbrennen dabei wertvolle Euros, die andere für sie erarbeiten.
Mit einer ganzheitlichen Betrachtung sind Transferzahlungen insgesamt gar nicht mehr so schlimm.