Was in der Berichterstattung über das Votum des Expertengremiums zur #Carolabrücke weitestgehend untergegangen ist, ist die Warnung, dass die unnötigen Fahrstreifen ein erhebliches Kostenrisioko darstellen. Das Gremium empfiehlt EINSTIMMIG die Reduzierung.

https://www.diesachsen.de/dresden-news/carolabruecke-dresden-spurendebatte-begleitet-start-der-buergerbeteiligung-3146991

Neue Carolabrücke: Streit um Autospuren & Kosten der Entwürfe

Experten warnen bei allen vier Entwürfen der Carolabrücke vor hohen Kosten. Der VCD fordert weniger Autospuren. Der Stadtrat entscheidet im September.

Die Sachsen News
@der_raDDler Ich verstehe nicht, wieso man sich angeblich streitet. Der Stadtrad hat eine Brücke mit 4 Autospuren beschlossen. Das ist Demokratie. Außerdem denke ich, sollte man eine Brücke, die für mindestens 100 Jahre stehen soll, möglichst großzügig bauen. Es wäre wünschenswert, aber ich glaube nicht, dass sich der Autoverkehr signifikant reduziert in den nächsten Jahren.
@Grischan Ich kann die Diskussion sehr gut nachvollziehen, denn die Entscheidung wurde nicht auf Basis von Fakten und Experinnenmeinungen erfolgt ist. Der Autoverkehr nimmt bereits ab und der Trend ist weiterhin negativ. Zur Veranschaulichung zwei Grafiken: Links Ergebnisse aus dem SrV 2023, welcher zeigt, dass der Autobesitz in Dresden stagniert und der Anteil der Wege, die in der Stadt mit dem Auto zurückgelegt werden, seit Jahren abnimmt. Die zweite Grafik zeigt die Verkehrsmenge auf der Carolabrücke in den letzten Jahren mit einer, ebenfalls negativen Trendprognose. Es spricht also absolut nichts für eine Zunahme des Autoverkehrs in der Zukunft. Vielmehr ist eine weitere Abnahme zu erwarten, da ja auch die Bundesstraße perspektivisch aus der Stadt herausgelegt werden soll. Gerade mit Blick auf die Kosten (Geld ist knapp in Dresden) wäre es eine Überlegung wert, die Fahrstreifen zu reduzieren.
@der_raDDler @Grischan Ganz so eindeutig ist das allerdings nicht. Auch die prognostizierten 30.000 Kfz/d sind für zwei Fahrstreifen grenzwertig viel. Und die Brücken sind ja alle Engstellen. Wenn dann eine andere gesperrt ist und deutlich mehr über die Carolabrücke geht, ist man schnell weit jenseits der Kapazität von 2 Fahrstreifen (s. in der Grafik die grauen Balken über 40.000). Jetzt darauf zu setzen, dass der Verkehr schon genug abnehmen wird, kann sich rächen. Später anbauen ist sehr teuer bis unmöglich.
Eine Überlegung wäre natürlich auch ein flexibel nutzbarer Querschnitt wert, der im Regelfall nur 2 Kfz-Fahrstreifen und zB breite Radfahrstreifen hat, die bei Bedarf für Kfz umgewidmet werden können, und Seitenbereiche die breit genug sind dann auch den Radverkehr akzeptabel aufzunehmen.

@Don_kun @Grischan Die Brücke hat während der letzten Bauphasen bereits mit 2 Fahrstreifen funktioniert. Für Baumaßnahmen auf anderen Brücken bietet die Waldschlösschenbrücke genug Kapazitätsteserven, so dass auf der Carolabrücke nicht zwingend welche erforderlich sind.

Als Kompromiss könnte ich mich noch mit 2 überbreiten Fahrstreifen anfreunden, die man im Notfall in zwei schmalere Fahrstreifen umwandeln könnte.

Die Idee mit den Radwegen lehne ich kategorisch ab! Das ist eine Hauptradroute. Da, sollte es keine Mischung mit dem Fußverkehr geben.

@der_raDDler @Don_kun Hilf mir mal: was ist die Idee mit den Radwegen?
@Grischan Ich meine die von @Don_kun eingeworfene Idee die Radwege notfalls für den Autoverkehr freizugeben und Radfahrende auf einen gemeinsamen Geh- & Radweg zu schicken.
@der_raDDler @Don_kun Ok danke. Das ist wahrscheinlich tatsächlich nicht optimal.