Microsoft hat mit Azure Linux 4.0 seine eigene Linux-Distribution veröffentlicht. „Microsoft loves Linux", schon klar.

Ich habe genauer hingeschaut und einen längeren Text dazu geschrieben — über Steve Ballmers „Krebsgeschwür"-Rhetorik, über die Jahre, in denen Microsoft an praktisch jedem Android-Telefon mitverdiente, über Embrace, Extend, Extinguish, und über die Frage, was „Souveränität" eigentlich noch bedeutet, wenn das eigene Linux in einer fremden Cloud kuratiert wird.

Kleine Offenlegung vorweg: Ich habe von 2005 bis 2011 selbst für Microsoft gearbeitet. Das hier ist also keine Abrechnung von außen, eher ein Learning von jemandem, der die Maschine von innen kannte.

Der Text nimmt die wohlwollende Lesart durchaus ernst, seht selbst, er endet trotzdem unbequem:
„Linux in der fremden Cloud, kuratiert von fremder Hand, aktualisiert aus fremder Registry … das ist keine Souveränität. Das ist ein Mietverhältnis."

Ganzer Artikel: https://www.pandolin.io/azure-linux-trojanisches-pferd/

#AzureLinux #OpenSource #Linux #DigitaleSouveränität #SelfHosting #FOSS
@pandolin Wer kann denn ernsthaft glauben, dass Microsoft auch nur irgendwas für eine Community (welche auch immer) tut? Da geht es wie in jedem börsennotierten Unternehmen um Kennzahlen. Und um sonst nichts.
Dass man eine eigene Linux-Distribution vorstellt und (vielleicht?) auch dauerhaft pflegt kann nur daran liegen, weil man es sowieso braucht und damit die Kunden eben wieder ein Stück mehr an sich zu binden versucht.
Ich stimme deiner Sicht auf die Dinge zu!
Danke für den sachlichen Blick auf das Thema.