Sparen, sparen - der Staat muss sparen. Der #Sozialstaat ist zu teuer. Es ist nicht nur laute Rhetorik. Gebietskörperschaften verhandeln so genannte Leistungsvereinbarungen mit Trägern sozialer Arbeit, etwa mit Beratungsstellen für Familien, Kinder und Jugendliche. Und da kommt der Spardruck an, da wird die Rhetorik zur Tat - ob aus konkreter kommunaler Finanznot oder vorauseilend.

Und das macht mich wütend, entsetzt, erschrocken.

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#Wütend, weil wieder einmal fast zuerst bei den Schwächsten gespart wird, wo aber zugleich die Hilfe am wichtigsten ist. Sogar langfristig finanziell hoch sinnvoll. #Kinder, #Jugendliche, #Familien.

#Entsetzt, weil die freien Träger oft in Verzweiflung verharren, Sparprogramme aufstellen, in den Gesprächen zwar für ihre gesellschaftlich wichtige Arbeit werben, aber wohl nicht dies tun: Spendengeld einwerben. Öffentlichen politischen Druck machen - nicht für eigene Interessen wie Arbeitsplatzerhalt, sondern als #Lobby dieser sprachlosen Gruppe.

#Erschrocken, weil der Druck oft einfach weiter gereicht wird und am Ende bei den einzelnen Mitarbeitenden landet: Du musst mehr in gleicher Zeit leisten. Du musst schneller sein. An Austausch, Fortbildung, Professionalität sparen wir. Gehälter eigentlich zu hoch. Dein Job ist nicht sicher - außer Du schuftest richtig.

Nebenbei: #Leistungsvereinbarung ist vielleicht ein #Unwort. Ob in solchen Verhandlungen oder beim Arbeitsamt, da wird eher diktiert als verhandelt, angeordnet statt vereinbart.
@StefanDT „Freie Träger“ kämpfen sehr wohl, verhandeln hart, zeigen sehr deutlich die ggf Konsequenzen auf und können nur umsetzen, was finanziell abgesichert / gegenfinanzierbar ist.
Die seit Jahren zunehmende Deckelung von Budgets - bspw beim Jugendamt - sind ein maßgebliches „Problem“, Kommunen geraten weiterhin unter Not und das alles ist nur auf Landesebene (+Bundesebene!) lösbar. Dort hin sollte Deine Kritik gehören und nicht an freie Träger/ Einrichtungen… -
@nimi Meine Wut geht ja gegen die Gebietskörperschaften. Bei denen fängt das Druck-Weitergeben an. Dass die Träger in der "Verhandlung" kämpfen und aufzeigen, bezweifle ich nicht - aber ich höre dazu zu wenig Öffentliches. Höre nicht die anwaltschaftliche Empörung. Und höre von Beschäftigten in dem Bereich, dass bei ihnen der Druck ankommt. Auch da eher Verzweiflung als anwaltschaftliches Aufstehen; was kein Vorwurf, sondern Befund ist.