Eine Frage der Energie-Souveränität
Plädoyer FÜR die #Abregelung von #Solar- und #Windanlagen von #PatrickGraichen.
https://taz.de/Transformation-und-Stromnetze/!6177933/
Weitgehende #Spitzenkappung ist mit Graichens Begründung verständlich - und würde ich auch unterstützen, wenn es keine vernünftige Alternative gäbe. Es entfiele EIN Argument für die sonst drohende Verweigerung der #Einspeisevergütung bzw. der Ersatz der entgangenen Vergütung bei Abregelung.
An einer Stelle muß ich Graichen aber widersprechen.
Er sagt sehr richtig, "... dass immer mehr Menschen und Unternehmen elektrifizieren wollen – mit eigenen Wind- und Solaranlagen, industriellen Wärmepumpen und solchen fürs Einfamilienhaus, Elektroautos und E-Trucks und natürlich mit Stromspeichern. Das rechnet sich nämlich immer mehr und macht unabhängig von ..."
Die Realität ist so.
Aber ärmere Menschen und Mieter:innen, sogar Wohnungseigentümer:innen in größeren Häusern, also Eigentümergemeinschaften https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungseigent%C3%BCmergemeinschaft , bleiben dabei außenvor.
Deshalb ist das Argumentieren mit den realen Verhältnissen zu kurz gegriffen.
Ein Privatmensch kann einen eigenen #Speicher zur #PVAnlage kaum sinnvoll dimensionieren, außer man begnügt sich mit dem Speichern der Spitzen. Für die geringe Einspeisung an Wintertagen würde ein kleiner #Akku von vielleicht 1kWh reichen. Dagegen wären an einem Tag wie heute Akkus von 10kWh noch unterdimensioniert.
Konkret:
--- 2,2kW PV auf dem Westdach bringen 12kWh pro Tag
--- 4,8kW PV auf dem Ostdach liefern 23kWh trotz (gesetzlich geforderter) Drosselung auf 60% der Maximalleistung.
Zentrale, größer dimensionierte Speicher in der Kombination von #Batterie und chemischem Speicher (#Elektrolyseur, #RedoxFlowSpeicher usw.) würden private Einspeiser entlasten und wären gesamtwirtschaftlich nützlicher.
