Die Ministerin schiebt wieder einmal Verantwortung ab und fühlt sich nicht zuständig. Dabei zeigt die aktuelle UNICEF-Studie wie dramatisch die Situation und Kindern und Jugendlichen ist. Sie haben immer weniger Freude an ihrem Leben. Hauptgründe: Druck, Stress, Isolation, wenig Teilhabe.

RE: https://bsky.app/profile/did:plc:6hb3cui52kgwxke6tyhjxyiy/post/3mm7eaxepvc2l
Die Lösungen liegen auf der Hand und man möchte alle Beteiligten schütteln sie umzusetzen. Gemeinsame Schule bis 14, Ganztagsschule, kleine Klassen, soziale Absicherung, breites, kostenloses Freizeitangebot, mehr Ressourcen in allen Bereichen für Kinder; Kinder als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Wie kann es sein, dass wir ein Schulsystem haben, das Kindern schon in der 3. Klasse Volksschule einen enormen Druck auferlegt und über ihr weiteres Leben entscheidet? Warum fühlen schon 10jährige, dass sie nicht mehr mitkommen? Warum haben wir vergleichsweise hohe Suizidraten unter Jugendlichen?
Sowohl Österreich als auch Deutschland gehören zu den wohlhabendsten erfassten Ländern. Es liegt nicht am mangelnden Wohlstand. Er ist ungleich verteilt. Und Kinder und Jugendliche fühlen sich immer frustrierter und unwohler in diesem System. Müsste eigentlich eine riesige Debatte zur Folge haben.
Ich mein stellt euch ein Bildungssystem vor, das auf Neugier und nicht auf Angst basiert und das Kinder nicht mit 10 in würdig und unwürdig unterteilt und den gesamten Lebensweg festlegt. Das Kinder nicht ausspuckt sondern entsprechend ihrer Begabung und Interessen fördert.
Das gegliederte Schulsystem trifft doch kein Werturteil, es geht lediglich um Begabungsprofile - die Alternative wäre, dass die Unis diesen Job machen müssten. Oder wir Praktiker: Dann wäre der erste richtige Test, ob jemand es drauf hat, ein Einstellungstest bei einem 25jährigen. Ist das besser?
Alternative wäre das System, das erfolgreicher ist, bessere Bildungsresultate produziert und Kinder glücklicher macht: gemeinsame Schule bis 14 und dann Aufteilung nach Begabung und Interesse. Mit 10 entscheiden ist idiotisch und jede Forschung, jede Studie beweist es.
In Berlin gibt es gemeinsames Lernen bis 10, 12 (Standard) und 16 (Gemeinschaftsschule), die selektivsten Schulen produzieren die besten Ergebnisse
Weil es einen Bias gibt wer hingeht. In der internationalen Bildungsforschung ist das überhaupt keine kontroverse Frage. Es ist seit Jahrzehnten völlig klar was das beste Schulsystem ist nach allen Parametern.
Die Berliner Bildungsverwaltung versucht auch immer, die Eltern zu beeinflussen, ihre Kinder auf Sekundarschulen zu schicken mit gemeinsamem Lernen bis zur 10. Klasse, kleinen Klassen und G8. Aber die Eltern machen nicht mit, nicht mal die Linken
Weil es ja eben das dann nicht ist. Das System ist nur sinnvoll, wenn alle mitmachen. Das produziert die besten Ergebnisse.
Aber die Schweiz hat ein besseres Schulsystem als D und A, es ist hochgradig selektiv
Aber die Schweiz ist in keinem internationalen Ranking vorne. Finnland, Südkorea, Estland, Niederlande halt schon. Auch Japan, wobei das schwer vergleichbar ist, weil sehr lange Kindergarten und da schon viel wett gemacht wird.
Generell sollte man wahrscheinlich im europäischen Vergleich bleiben und da ist Finnland der Goldstandard, nicht die Schweiz.