"Tobias geht gern auf Konzerte. Doch Abendkassen verschwinden und Tickets gibt’s oft nur noch online, zum Beispiel bei Eventim. Deren AGB findet Tobias nicht akzeptabel. Er fragt sich: Seit wann gibt’s Kultur nur noch gegen Registrierung und Datenpreisgabe?"

Noch schnell unterschreiben: https://digitalcourage.de/petition-dz

#Digitalzwang #rp26

@digitalcourage

Nicht nur als Unterstützung für Leute, die Eventim nicht nutzen wollen, oder können, sondern auch für kleinere Bands sollten wir eine föderierte Alternative zu Eventim schaffen.

@cdonat

Gab es da nicht mal eine Lösung von einem der #fanta4 ?
@digitalcourage

@jbm @digitalcourage

Ein föderiertes System? Nicht dass ich wüsste.

@cdonat

Eine Alternative zu Eventim!
@digitalcourage

@jbm @digitalcourage

Naja, ein Silo durch ein anderes zu ersetzen ist gerade für kleine, alternative Bands keine wirklich gute Lösung. Das Siloverse strebt zwangsläufig zur Monolpolisierung und damit einhergehend Enshitification. Deshalb brauchen wir für möglichst alles eine freie Marktlösung, also föderierte Systeme.

Das ist der Grund, warum ich an #ProFed arbeite und auch sonst versuche alles in dieser Richtung nach Kräften zu unterstützen.

@cdonat
So, wie ich das verstanden habe, sollte diese angesprochen Lösung auch und gerade für kleine Bands zur Verfügung stehen, aber auch für große Bands/Veranstaltungen. Es ging darum, eine Lösung gegen mafiöse Strukturen zu etablieren. Ob das ein anderes 'Silo' ist vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich ja nicht einmal weiß, ob dieses System (noch) aktiv ist! Im normalen Gebrauch kommen mir Alternativen leider nicht unter.

@digitalcourage

@jbm @digitalcourage

Die Frage, ob es ein Silo ist, kann man einfach mit der Frage verknüpfen, ob man es sich theoretisch auch selber ohne Nachteile installieren kann.

Kann man es nicht, ist es ein Silo. Dann kann der einzige Betreiber den Zugang begrenzen, Preise festsetzen und einseitig den Service verschlechtern. Das System neigt also zu Monopolisierung und Enshitification.

@cdonat

Also sind alle Lösungen, die von einem Admin betreut werden, ein Silo?
@digitalcourage

@jbm @digitalcourage

Nein. Z.B. wird deine Mastodon-Instanz natürlich (hoffentlich) von einem Admin betreut. Mastodon ist aber kein Silo, weil es keinen _einzigen_ Betreiber gibt.

Wenn dein Admin Mist baut, kannst du zu einer anderen Instanz umziehen. Das kannst du im Siloverse eben nicht, weil es da keine anderen Instanzen gibt, zu denen du zu wechseln erwägen könntest.

@cdonat
Ich weiss nicht, ob man da einfach umziehen kann, aber @pretix ist zumindest #OpenSource
@jbm @digitalcourage

@pink @cdonat @jbm @digitalcourage Von einer pretix-Instanz auf eine andere umziehen ist nicht so einfach, aber es kann natürlich jeder seine eigene betreiben und entscheiden, was mit den Daten passiert.

Ändert aber nichts daran, dass es ein digitales System ist, in dem Daten anfallen. Nur halt weniger und woanders.

@pretix @pink @jbm @digitalcourage

Mit einem föderierten System, wie es mir vorschwebt, kann man ganz einfach eine Vorverkaufsstelle einrichten. Man braucht einen Computer mit einem Drucker und einer Instanz des föderierten Systems. Dann kann jedereins dort in Bar bezahlen und bekommt das ausgedruckte Ticket.

Das einzige, was man an der Stelle noch klären muss ist, wie die Vorverkaufsstelle Geld verdient. z.B. mit Mengenrabatten.

@cdonat @pink @jbm @digitalcourage Du kommst da auch ganz schnell in andere unschöne Themen rein was das Geldhandling generell angeht: Wer ist der Merchant of Record? Wie kommt das Geld von der VVK-Stelle zum Veranstalter? Verkauft da jemand als Handelsagent? Wie laufen Erstattungen/Stornos?

Es hat leider schon viele Gründe, warum die meisten Konstrukte von VVK-Stellen entweder 1:1-Vereinbarungen zwischen Veranstalter und Verkäufer sind oder es den facto nur ein Verkäufer ist, der da verkauft.

@pretix @pink @jbm @digitalcourage

INAL. Juristische Fragen kann ich nicht beantworten.

Meine Idee war, dass die Vorverkaufsstelle aus Sicht des Veranstalters einfach ein Käufer von Tickets ist. So funktionieren dann auch z.B. Erstattungen und Stornos: die Vorverkaufsstelle agiert sozusagen als Proxy.

Das Geld kommt also genau so zum Veranstalter, wie das jedes Online-Käufers: über online Geldtransfers, z.B. GNUtaler - und auch wieder zurück im Fall von Erstattungen, oder Stornos.

@cdonat
Es gibt doch die Vorverkaufsgebühr. Oder soll es die in deinem System nicht mehr geben?
Ohne wirkliche Details (juristisch, organisatorisch, vertrieblich, ...) deiner Idee zu kennen, finde ich sie alleine deswegen gut, weil sie sich gegen die Ticketmafia stellt! Mir fehlt da leider das Geld, um mal nen 'Luftballon' zu starten, um zu sehen, wo es hinführt!

@pretix @pink @digitalcourage

@jbm @pretix @pink @digitalcourage

Ich würde gar nicht versuchen, bestehende Systeme zu kopieren. Statt dessen sucht man sich eine Zielgruppe. Dann richtet man das System an deren Bedürfnissen aus.

Wird es "Vorverkaufsgebühren" geben? Weiss ich noch nicht.

Wir kopieren also nicht Eventim, sondern machen was eigenes mit eigenen Lösungen. Die können ähnlich sein, müssen aber nicht.

BTW.: das ist nicht "mein System". Dafür hab ich im Moment gar nicht die Zeit. #ProFed geht aktuell vor.