10 Jahre Rencontres Hivernales du Libre - LinuxCommunity

Ein Wochenende lang gemeinsam entspannt an Open Source tüfteln? Das gelingt jeden Winter Ende Januar in der Romandie auf den Rencontres Hivernales du Libre, kurz RHL. Jeden Januar treffen sich Open-Source-Interessierte, Entwickler und Amateurfunker vorrangig aus der französischsprachigen Schweiz (Romandie [1]) und Frankreich in den Jura-Bergen zum Rencontres Hivernales du Libre oder kurz RHL [2]. Aufgrund der Lage und des Einzugsgebiets ist die Konferenzsprache vorrangig Französisch, für andere Sprachen wie Deutsch oder Englisch besteht jedoch große Aufgeschlossenheit. Beide Sprachen dienen als Fallback, falls die Verständigung doch einmal an (Sprach-)Grenzen stößt. Das RHL hat sich mittlerweile als fester Bestandteil unter den vielfältigen Open-Source-Veranstaltungen etabliert. 2026 feierte es sein zehnjähriges Bestehen. Seit 2015 findet das RHL jährlich stets für drei Tage in St-Cergue statt, einem kleinen Ort im Waadtland, etwa 30 Bahnminuten oberhalb des Genfer Sees. Daher gelingt die Anreise am besten mit der Chemin de fer Nyon-Saint-Cergue-Morez (NStCM [3]) mit Zustieg in Nyon. Angelegt ist das RHL als Wochenendveranstaltung von Freitagnachmittag bis Sonntag. Ziel ist das lockere Zusammentreffen, der offene Austausch untereinander und das Ausprobieren technischer Entwicklungen. Gemeinsames Hacken darf natürlich nicht fehlen. Dazu trägt ein kleines, aber gut ausgesuchtes Vortrags- und Workshop-Programm bei, das seit 2026 auch vollständig digital aufgezeichnet wird. Regionale Einbindung Sehr erfreulich ist die großzügige Unterstützung der Gemeinde beziehungsweise der Verwaltung von St-Cergue bezüglich Räumlichkeiten, Logistik und Ablauf, insbesondere bei der Verpflegung. Das erleichtert es dem kleinen RHL-Kernteam aus 10 bis 15 Personen, jedes Jahr die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die Vorbereitungszeit für die Jubiläumsveranstaltung betrug etwa ein Dreivierteljahr. Hervorzuheben ist ebenfalls die Kooperation mit lokalen Lebensmittelproduzenten aus der Region, was die Veranstaltung auch zu einem kulinarischen Höhepunkt werden lässt. Das spiegelt sich ebenso bei den Teilnehmern und Mitgestaltern des RHL wider. Etwa 150 Besucher und Besucherinnen aller Altersklassen reisten aus einem Umkreis von etwa 300 Kilometern an, unter anderem aus Genf, Lausanne, Sion, Martigny, Bern, Zürich, Mulhouse, Konstanz und Grenoble. Damit bekommt die Veranstaltung ein sehr familiäres Flair, wo jeder jeden kennt und die regionale Vernetzung enger wird. Als Dachorganisation für das RHL fungiert Swisslinux [4], ein schweizweiter Zusammenschluss von Linux-Nutzern in Form eines gemeinnützigen Vereins. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Benutzer von GNU/Linux und Freier Software zusammenzubringen. Praktischerweise dient der RHL dann auch gleich als Ort für die jährliche Hauptversammlung des Vereins – es sind ja ohnehin viele der Mitglieder vor Ort. Ausgestaltung Neben Softwareprojekten sind stets etliche Organisationen und Hackerspaces mit einem Stand und Ansprechpartnern vertreten. Dazu zählten dieses Jahr beispielsweise APRIL [5], Debian.ch (die offizielle Vertretung des Debian-Projekts in der Schweiz [6]), Red Hat [7], Alpes Open Source Software (AlpOSS) [8], die Fédération des Fournisseurs d’Accès Internet Associatifs (FFDN [9]) und der Hackerspace Post Tenebras Lab (PTL [10]) aus Genf. Einen festen Platz bekommen stets die Amateurfunker der Region. Interessant war ebenso der Bücherstand mit Veröffentlichungen, die zumeist unter Creative Commons [11] lizenziert sind. Ausblick Die Nachbereitung der Veranstaltung ist noch in vollem Gange. Dazu gehört auch die Sichtung und Aufbereitung des Foto- und Videomaterials. Die Aufzeichnungen sollten bei Erscheinen dieses Beitrags auf dem Peertube-Kanal zum Event [12] und verlinkt über die Webseite bereitstehen. Als Hashtag für die Veranstaltung dient

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