Man kann zu #Singapur ja viele Ansichten vertreten, aber die Vergütung von Minister:innen (> 750K €) an 4 KPI zu knüpfen ist ja vielleicht auch nicht fernliegend:

- "real median income growth rate" of Singaporeans;
- the "real growth rate of the lowest 20th percentile income" of Singaporeans;
- the unemployment rate of Singaporeans;
- and the "real GDP growth" rate.

Wären jetzt nicht meine KPI, aber die Einkommenssteigerung der untersten 20% einzurechnen ist schon interessant.

Irre ich?

Question on political office holders' compensation ranges and bonuses from 2018 to 2024

Public Service Division
@AwetTesfaiesus auch interessant: in Singapur beziehen Minister „normale“ Gehälter. Zum einen ist die Höhe festgelegt anhand realer Gehälter in der Industrie („40% discount on industry benchmark salary“), zum anderen sind sie ganz normaler Teil des Pensionssystems.
@AwetTesfaiesus man kann sicherlich über die Ausgestaltung streiten - aber generell die Idee, Minister:innen am Erfolg ihrer Arbeit zu messen (das sollen ja KPIs ausdrücken) sollte eigentlich naheliegend sein 😉 in der Wirtschaft würde auch nie jemand sagen „dieser Vorstand kann nix, aber er kommt halt aus dem Saarland. Und wir brauchen die Wähler:innen aus dem Saarland“ (Bundesland frei erfunden, könnte auch jedes andere sein)
@tdpsk Das Saarland mag ja klein sein und auch irgendwie sprichwörtlich, aber es jetzt gleich als frei erfunden zu bezeichnen ist schon extrem ;)
@tkissing Saarland - das Bielefeld der Bundesländer ;)

@AwetTesfaiesus

Wenn der Mindestlohn verdoppelt würde, dann müssten wir den Bundestag halbieren. ;)

@AwetTesfaiesus Der allgemeine Spruch lautet wohl "When a measure becomes a target, it ceases to be a good measure" und das kann ich mir grad bei der Arbeitslosenrate gut vorstellen (im Arbeitslosenstatistik-Drücken sind wir ja hierzulande auch ganz groß), aber es gibt sicher blödere KPIs als die Löhne der untersten 20 %.

https://en.wikipedia.org/wiki/Goodhart%27s_law

Goodhart's law - Wikipedia

@AwetTesfaiesus Über die einzelnen Maßnahmen kann man sicher diskutieren, aber den Einkommenszuwachs der untersten 20% mit rein zu rechnen, hat was für sich.
Müsste eigentlich selbstverständlich sein für alle Staaten, die ein Sozialstaatsprinzip in der Verfassung haben.
Reduzierung der Erpressbarkeit des Staates oder Zustand der Infrastruktur wären Dinge, die mir auch noch in den Sinn kämen.
@AwetTesfaiesus Ich hätte das halt lieber per Demokratie geregelt
@Merovius und? wie läuft das in den letzten 50 Jahren so?
@AwetTesfaiesus 🤨
Stimmt, das überzeugt mich. Mehr Autokratie wagen!
@Merovius @AwetTesfaiesus wenn über die KPIs, und der Rahmen, in dem sie das Gehalt beeinflussen, demokratisch ausgewählt werden, wär das für mich jetzt nicht undemokratisch 🤷‍♀️

@malte @AwetTesfaiesus Wenn man Leute abwählen würde, wenn sie Unsinn machen, müsste man ihr Gehalt nicht kürzen.
Warum sollte es einfacher sein, die Eliten zu überzeugen, Gehaltskürzungen für Unsinn hinzunehmen, als… keinen Unsinn zu machen?

Verklärt auf die Mechanismen eines autoritären Staates zu schauen ist, wie der Autoritäre Pakt attraktiv wird.

@malte @AwetTesfaiesus (ich find's halt vor allem, wenn man sich selbst als anti-kapitalistisch positioniert, strange zu sagen "was wir brauchen sind mehr ökonomische Mechanismen um unsere Politik zu steuern")
@Awet Tesfaiesus, MdB bei dem punkt mit den perzentilen dürfte der rechentrick dann sein, dass vermutlich nicht alle einwohner auch singapurianerinnen sind um nicht in die rechnung eingebracht werden zu müssen ...
@jabgoe2089 ja, da sind sie sicher deutlich