đŸ’„AnkĂŒndigung! Mittwoch 15.04.2026đŸ’„

đŸ”„âœŠđŸŸSGB II VerschĂ€rfung stoppen!âœŠđŸŸđŸ”„

Mittwoch, 15.04.2026 | 19:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Straße 74, 13351 Berlin

Anreise: U6 Rehberge | Tram 50, M13 Seestraße/Amrumer Straße | Bus 221 Transvaalstraße

📣 Aufruf: https://asanb.noblogs.org/?p=16606 - @solitreff

#b1504 #Solitreff

Liebe Kolleg:innen,

wir laden Euch hiermit herzlich zum 69. #Solitreff im Wedding ein.

đŸ”„ Thema: SGB-II-VerschĂ€rfung stoppen – unsere ProfessionalitĂ€t verteidigen!

Die aktuelle Reform der #Grundsicherung (SGB II) ist kein bloßer Verwaltungsakt – sie ist ein massiver staatlicher Angriff auf das Existenzminimum unserer Adressat:innen und auf unsere ohne deprofessionalisierten fachlichen Standards in der Sozialen Arbeit.

WĂ€hrend wir tĂ€glich versuchen, Menschen in prekĂ€ren Lebenslagen innerhalb eines defizitĂ€ren Sozialstaates zu stabilisieren, zwingt uns der Gesetzgeber durch neue VerschĂ€rfungen in eine Rolle, die rein auf Repression statt auf UnterstĂŒtzung setzt.

— Warum uns das alle angeht - die geplanten Änderungen sehen unter anderem vor:

01. VerschĂ€rfte Sanktionen: Erhöhung der Leistungsminderungen auf bis zu 30 % und bei wiederholten MeldeversĂ€umnissen sogar der vollstĂ€ndige Entzug des Regelbedarfs – inklusive der Kosten fĂŒr Unterkunft und Heizung.

02. GefĂ€hrdung von Familien: Sanktionen treffen faktisch die gesamte Bedarfsgemeinschaft. Wenn Leistungen fĂŒr Eltern gekĂŒrzt werden, leiden die Kinder unmittelbar mit.

03. Abbau von SchutzrĂ€umen: Die Abschaffung der Karenzzeit fĂŒr Wohnkosten und Vermögen erhöht den Druck auf Familien und Alleinerziehende massiv.

04. FrĂŒherer Erwerbszwang: Eltern sollen bereits ab dem 14. Lebensmonat des Kindes zur Arbeitsaufnahme verpflichtet werden – ungeachtet der oft fehlenden Betreuungsinfrastruktur.

— Unsere ProfessionalitĂ€t unter Druck:

FĂŒr uns als Sozialarbeitende bedeuten diese VerschĂ€rfungen eine weitere Deprofessionalisierung.

Statt nachhaltiger Beratung und Qualifizierung rĂŒckt der Vermittlungsvorrang in oft prekĂ€re Arbeit in den Fokus.

Dies fĂŒhrt zu einer weiteren Verschlechterung unserer ohnehin schwierigen Arbeitsbedingungen und zerstört das notwendige VertrauensverhĂ€ltnis zu den Ratsuchenden.

Wir laden euch herzlich ein, gemeinsam ĂŒber diese Entwicklungen zu diskutieren und Möglichkeiten eines kollegialen Widerstands zu organisieren.

Euer Solitreff. đŸ”„