🔴 👁 - Kötzerchen: „Außerdem gebe es die Überlegung, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Jahr Lohnfortzahlung leisten müssten, … . Das hieße, wenn die Maximallänge erreicht ist, würde bei einem erneuten Krankheitsfall sofort die Krankenkasse mit dem niedrigeren Krankengeld einspringen müssen.“
➡️ https://www.spiegel.de/wirtschaft/lohnfortzahlung-bei-krankheit-bundesregierung-prueft-einschnitte-a-015f9a47-a656-4668-83b0-58b6146733f9

• Die Umfragewerte der BuReg: 👀 🙅🏻‍♂️ 🤦🏻‍♂️

@TwraSun Hart weil das hat mit sparen nicht viel zu tun, nur mit Arbeitgeber NOCH WEITER entlasten.

@thygrrr Und die Krankenkassen werden noch mehr belastet. Wollte man daran nicht eigentlich ursprünglich etwas ändern?

Und nein, was das für die Menschen bedeutet, habe ich nicht übersehen, es kommt für mich sogar an erster Stelle. Mich hätte diese neue Regelung in den drei letzten Jahren hart getroffen. Persönlich empfinde ich diesen Vorstoß deshalb als absolute Katastrophe.

@TwraSun

@bricks @TwraSun die Krankenkassen werden unterm Strich etwas weniger belastet aber ich denke die Umlage der Arbeitgeber wird reduziert und deren Anteil an der Lohnfortzahlung entfällt nach dem 1. Mal komplett. (EDIT: STIMMT NICHT, Unternehmen mit über 30 Angestellte profitieren MASSIV davon und es schadet den Krankenkassen)

Das Modell ist also aus AG-Sicht genau dasselbe wie (unendlich viele) Karenztage.

Wenn man krank ist, zahlt die Krankenkasse an den Arbeitgeber einen Anteil aus einem Topf basierend auf dem Umlagesatz, meistens so 65%-80% des Gehalts (fast wie Krankengeld, ich glaube die meisten AG haben den niedrigsten Satz), die Differenz trägt der AG. Finde ich prinzipiell gut, auch wenn es dem AG direkte finanzielle Anreize gibt, krank sein zu bestrafen.

Der AG muss jeden Monat einen Teil des Gehalts in diesen Topf zahlen, einige Prozent (je nach U1/U2/... Stufe), wie in eine Versicherung. Das ist Teil der Lohnnebenkosten. Die wollen das natürlich lieber ganz sparen, um noch mehr Gewinn und mehr Macht über ihre Angestellten zu haben.

Siehe:
https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/system-gesetzliche-krankenversicherung/sozialversicherung-rechengroessen-beitragsbemessungsgrenze-versicherungspflichtgrenze/Ausgleich-Arbeitgeberaufwendungen-gesetzliche-krankenversicherung-u1-u2

Und
https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/arbeitgeber/umlage-u1/

U1 und U2: Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft und Krankheit - Krankenkassen.de

@bricks @TwraSun ah, was ich nicht wusste, ist, dass die mittleren und großen Unternehmen über 30 MA das gar nicht zahlen. Ich war nur GF einer GmbH für 22 Angestellte für ein paar Jahre ^^ my bad.

Das heißt ein solches Gesetz wäre ein massives Geschenk an mittlere und große Unternehmen, auf Kosten der Krankenkassen und natürlich der Angestellten und der Allgemeinheit.

Ich bin so sauer.... das muss dieses Wutbürgertum sein, von dem alle immer reden.

@TwraSun
Und schlimm, es werden nur die Arbeitnehmer betrachtet....
Beamte erhalten ohne zeitliches Limit eine Fortzahlung ihrer Bezüge, ob sechs Wochen oder drei Jahre. Egal, volle Bezug.

Wenn schon bei den hohen Kosten von Kranken geschaut wird, dann aber bitte bei allen.

@TwraSun
Diese BuReg ist zumindest verlässlich in dem was angekündigt wird. Bin schon gespannt was kommt wenn das Wirtschaftsministerium abgewickelt ist und zur Marketingschleuder degradiert funktionieren soll.
@TwraSun
Und die braun-blauen feiern weiter wachsenden Zuspruch.
🤷‍♂️
@TwraSun Das würde die Kosten für die Krankenkassen erhöhen, nicht senken. Es wäre eine Verlagerung der Last von Arbeitgebern auf Krankenkassen und Arbeitnehmer*innen.