Kolumne: Die Liste derer, die Katherina Reiche kritisieren, ist sehr lang. Energiefachleute und Verbände, Unternehmen, der eigene Koalitionspartner, sieben Bundesländer (2 davon CDU-geführt) und sogar Hubert Aiwanger. Mehr noch: Reiche widerspricht ständig sogar sich selbst.

Für wen arbeitet die Wirtschaftsministerin? Für ihren ehemaligen Arbeitgeber Eon, dessen Aktienkurs es hervorragend geht? Für KKR, den massiv in fossiles Gas investierten Fonds, dessen Tochterfirma jetzt ihre Kommunikation für sie optimieren soll?

🎁: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/katherina-reiche-was-macht-die-bundeswirtschaftsministerin-eigentlich-beruflich-a-2051bce7-081a-4b78-b40f-94c7877555c8?giftToken=524a64a9-9e92-4afd-b7ca-bd19e0e02b66

Energiewende: Was macht Katherina Reiche eigentlich beruflich?

Die Wirtschaftsministerin hat einen so seltsamen Gastbeitrag über Energiepolitik geschrieben, dass nicht nur der eigene Koalitionspartner ihr öffentlich widerspricht: Sie erntet Widerspruch sogar von sich selbst.

DER SPIEGEL
@chrisstoecker @marcuwekling
Kann man eigentlich eine Petition starten, mit der gefordert wird, dass eine Ministerin oder ein Minister von ihren/seinen Pflichten entbunden wird? Zum Beispiel wegen zu großer Nähe zur Wirtschaft, der Vernachlässigung gesellschaftlicher Interessen, oder schlichtweg wegen Inkompetenz?
@der_tom @marcuwekling @chrisstoecker kann man schin, ist aber sinnlos. So funktioniert unsere Parlamentarische repräsentative Politik nun mal nicht.
@wolf @marcuwekling @chrisstoecker
Ja schon, aber es würde ein Signal senden und wenn genug Unterschriften zusammenkommen, müsste das im Parlament zumindest Erwähnung finden.
@der_tom es wurde erst neulich hier mal diskutiert, dass es (fast) keine Petitionen je gab, die faktisch kausal Änderungen anstießen. Ausnahme als Besonderheit war die Balkonsolarpetition. Da war das Optionsfenster zu dem Zeitpunkt aus anderen Gründen aber mal einen Spalt offen und man rannte zur richtigen Zeit offenbar bereits offene Türen ein.

@wolf
Soviel zu "representativer Politik".

Aber "der richtige Zeitpunkt" ist ja schon mal ein Ansatz, da ja bereits solche Forderungen aus den eigenen Reihen laut werden. Man könnte da vielleicht die gerade herrschenden Winde nutzen.

Außerdem: es nicht zu probieren hieße, es von vornherein für gescheitert zu erklären. Die Ablehnung würde ich dann aber doch den Politkern überlassen und das wäre dann auch eine Aussage (Stichwort: Politikverdrossenheit) im Hinblick auf die nächsten Wahlen.

@der_tom das Kabinett der Minister:innen wird in Deutschland von der Bundeskanzler:in vorgeschlagen und von der Bundespräsident:in ernannt und entlassen. Glaubst Du wirklich, dass eine Petition Merz dazu bringen wird die von ihm eingebrachte Personalie wieder zu entlassen? Es wäre ein unerhörter Vorgang, der nicht passiert.

Nein unsere Möglichkeiten liegen derzeit vor allem in der Wahl des Bundestags. Wir wussten, was die CDU, namentlich Merz, für eine Agenda hat. Wir wußten auch wie die SPD für den Erhalt im Amt agiert. Die CDU hatte die meisten Stimmen und stellte den Bundeskanzler…

Was noch theoretisch möglich wäre, ist ein Rücktritt von Frau Reiche selber (das wird nicht passieren, wenn auch eine Frau, so ist sie ja doch Mitglied der CDU da gibts das nicht mehr) 🙁

Die grundsäzlichen pläbiszitären Möglichkeiten sind in Deutschland recht überschaubar und haben am ehesten auf Landesebene eine Chance auf Erfolge. Aber auch da ist es schwehr gegen den sehr mächtigen Parteipolitikbetrieb zu agieren (siehe @berlinautofrei und @dwenteignen