Kinder aus armen Familien haben geringere Aufstiegschancen im Leben – noch bevor sie überhaupt laufen können. Das zeigt eine neue Langzeitstudie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe. Geld, Bildung und soziales Umfeld der Eltern kann unser Bildungssystem kaum ausgleichen.

Quelle: https://www.lifbi.de/Portals/2/Publikationen/Transferberichte/LIfBi%20Forschung%20kompakt/LIfBi-Forschung-kompakt%20_07_Soziale%20Ungleichheiten.pdf

@teilenswert Wie war das nochmal mit der Korrelation und Kausalität? Könnte es ein, dass mit steigendem sozioökonomischen Status auch das Bewustsein für Bildung steigt und die Eltern entsprechend ZEIT in Ihre Kinder investieren? Was ist daran Unfair?
@DG1JAN @teilenswert
"Unfair" empfinde ich als Wort auch zu ungenau. Es geht NICHT um Chancengleichheit, sondern um Chancengerechtigkeit. Viele Kinder haben deutlich schlechtere Startvoraussetzungen, weil sie schlicht in eine Familie mit weniger Ressourcen geboren worden. Nicht der sozioökonomische Hintergrund der Eltern sollte über den Erfolg entscheiden, sondern die eigene Leistung.
@janjan @teilenswert Was ich im lokalen Umfeld meist sehe, der ökonomische Hintergrund ist nicht so wichtig wie der Soziale. Und da liegt es vor allem am "wollen" oder eben eher am fehlenden Bewusstsein der Eltern. Da wird nicht Vorgelesen oder (analog) mit den Kindern gespielt, sondern man parkt sie schon früh vorm Fernseher/Tablet/Smartphone/Spielkonsole.
@DG1JAN @janjan @teilenswert Die Stadtbibliothek ist hier Gratis. Anderswo kenne ich Kosten von ~10 € im Jahr. Aber man muß eben hingehen. Wenn sie zu weit weg ist, ist das wieder kompliziert.
@Hammerwell @DG1JAN @teilenswert
Ok. Natürlich trägt jeder auch Verantwortung für den eigenen (Miss)Erfolg. Aber es geht weniger ums Geld. Wenn die Eltern nie in eine Bibliothek gegangen sind, sprich Bildung genossen haben, werden deren Kinder es sehr wahrscheinlich auch nicht. Kurzum: Ich denke, es ist in Deutschland einfacher arm und dumm zu bleiben, als Wohlstand und Bildung durch Leistung zu erreichen — wenngleich viele letzteres bevorzugen würden.
@janjan @Hammerwell @teilenswert ja, es ist leider zu einfach, es sich Einfach zu machen. Wenn von Zuhause bereits jede intrinsische Motivation fehlt und man auch sonst im sozialen Umfeld keinerlei positive Vorbilder hat wird es auch das Schulsystem nicht richten können. Selbst wenn diese nicht so kaputt wäre, wie das Unsere ist

@DG1JAN @janjan @Hammerwell @teilenswert
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irgwndwas mit kultur ?!?

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da kommt das erfreuliche #ehrenamt zum zug , das leider weniger gefördert als gelobt und gepriesen wird .

@aiquez @janjan @Hammerwell @teilenswert definitiv, die Zivilgesellschaft kann viel auffangen. Nicht nur Kultur, gerade auch Sportvereine (insb. Fußball) hat IMHO in der Vergangenheit viel dazu beigetragen, diesen Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse zu vermitteln und aufzuzeigen das sich Leistung lohnt. Aber auch hier werden die Angebote (zumindest vom Gefühl her) immer weniger und neben der Finanzierung fehlen oft auch schlicht die Ehrenamtlichen.
@DG1JAN @aiquez @janjan @teilenswert Wobei auch gerade die lokalen Fußballvereine, die einklich die ganze Arbeit am Anfang machen, zugunsten der großen Vereine ausgehungert werden.