Ist "man" für dich männlich konturiert?
Ist "man" für dich männlich konturiert?
@Rana Hast du für "Es ist gut belegt, dass generisches Maskulinum den gedanklichen Einbezug von Frauen messbar reduziert" ein paar Links zu passenden Studien? Wenn es so gut messbar ist, sollte es die doch geben.
Ich zweifle ja nicht an, dass es einen Effekt gibt. Ich stelle mir nur die Frage, ob er hinreichend groß ist, so dass der Aufwand, den einige in das Thema stecken, angesichts anderer Themen der Gleichberechtigung, welche viel dringender scheinen, gerechtfertigt ist.
@nehrka
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0093934X2300069X
https://online.ucpress.edu/collabra/article/8/1/32964/120263/Ladies-First-or-Ladies-Last-Do-Masculine-Generics
Fyi: Ich werde nicht an einem Studien-Bashing teilnehmen.
Plus: Was ich oder andere in ein Thema stecken, ist meine oder deren Sache, kein Argument gegen die Relevanz des Themas
@Rana Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast eine Studie rauszusuchen.
Bei meiner Aussage bzgl. Aufwand beziehe ich mich im Wesentlichen darauf,dass man bei Maßnahmen um ein Ziel zu erreichen immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behalten sollte. Damit will ich keinem Thema die Relevanz absprechen. Nur sind Ressourcen im Allgemeinen begrenzt und sollten sinnvoll eingesetzt werden. Privat kann das jeder für sich entscheiden. Gesellschaftlich muss das verhandelt werden.
@nehrka @Rana @freitagvormittag
oh, Ressourcen sind begrenzt? Akzeptierst du das Argument auch, wenn's um Radinfrastruktur geht?
Wenn jemand im Fediverse über Verbesserungen bei Radwegen schreibt, kommentierst du dann auch drunter "Leider sind die Ressourcen im Allgemeinen begrenzt"?
Du wolltest Studien, du hast sie bekommen, dann hast du dir ein neues Argument gesucht, warum du Probleme mit geschlechtergerechter Sprache hast. Das ist einfach nur "moving the goalposts".
Und was soll geschlechtergerechte Sprache eigentlich für Ressourcen kosten?? Einmal umgewöhnen und dann hat sich's. Lass deine lächerlichen Ausreden.
Und das Argument mit "Das muss gesellschaftlich ausverhandelt werden" kann ich nicht mehr hören. Feministinnen reden sich seit Jahrzehnten den Mund fusslig, aber klar, viele mit Privilegien wollen halt nicht den geringsten Aufwand in Veränderungen stecken. Und bei der Sprache sind die mit Privilegien nun mal die Männer, die einfach immer mitgemeint sind und denen es komplett egal ist, ob andere mitgemeint sind oder nicht. Pick-me-Girls gibt's natürlich auch.
“nicht alle Männer”, aber immer ein Mann.
Ein Blick in dein Profil: klar. Wer sollte sich gegen eine Änderung seiner Gewohnheiten wehren als wieder ein Mann. Servicetröt: Privilegien sind das, was sich für dich als “normal” anfühlt, aber andere einschränkt.
“Mitgemeint” sein ist eine Einschränkung, und wie sehr, kannst du offenbar durch dein lebenslanges Privileg nicht nachfühlen. Hör einfach denen zu, die es kennen. Gib das Mikro weiter.
Die Muster: immer dieselben. So vorhersagbar. Macht so müde.
“tone policing”👇statt Empathie und Einsicht.
https://norden.social/@nehrka/116379470159938427
“Krass, wie sehr mann von der Seite angemacht wird, nur weil mann anderen vor’s Schienbein getreten hat! Es gibt wichtigere Dinge als Rücksichtnahme!” (siehe weiter oben im Thread, dein Kommentar zur “überhitzten Genderdebatte”)
Krass wie sehr man von der Seite angemacht wird, wenn man mal auf das Thema Gendern antwortet. So kann keine sinnvolle Diskussion entstehen. Einige machen sich die Mühe mir mit Argumenten und Denkanstößen zu antworten. Danke dafür. Andere wollen nur pöbeln und überfluten die Timeline, so dass man am Ende nicht mehr dazu kommt auf die sinnvollen und ernst gemeinten Beiträge zu antworten.
Ist das dein Ernst?
Du bist hier die Person, die das Thema "gesellschaftlich ausdiskutieren" wollte, nur um dich kurz darauf zu beschweren, dass dir Leute widersprochen haben, was für dich das gleiche ist wie "krass angegangen werden".
Beschäftige dich mal mit "Tone Policing", denn das ist genau das, was du gemacht hast.
Wenn ich bedenke, dass du hier von "überhitzter Genderdebatte" und "Kosten-Nutzen-Verhältnis" gesprochen hast, dann finde ich, dass wir eigentlich freundlicher geblieben sind, als du das verdient hättest.
Du kommst mit den ewig gleichen, uralten Tricks und Schmähs daher, die wir schon unzählige Male gesehen gehört haben, und wunderst dich dann über die Reaktion. Von wegen "Das ist dem Feminismus nicht dienlich", tja, das sagen Männer halt immer beim kleinsten bisschen Gegenwind von feministischer Seite.
Um Johanna Dohnal zu zitieren: "Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen."
@Mab_813 Ich versuche einfach nur zu verstehen. Und wenn einem dann irgendwelche Sachen vorgeworfen werden, die man nicht im Sinn hatte wird's schräg. Neuer Versuch: In vielen Bereichen kann ich einen (vermuteten) kausalen Zusammenhang herleiten, wie die Forschung und die direkte Implementierung der Verbesserungsvorschläge zu einem besseren Leben von Frauen führen z.B. Unfallforschung: weibl. Crashtest-Dummies -> Sicherere Fahrzeuge; messbar. 1/x
@Mab_813 Bei den Sprachwissenschaften ist es so, dass mir nicht klar ist wie groß der Effekt wäre, wenn viel mehr gegendert würde. Meine naive Annahme, dass der Effekt nicht so groß wäre steht im Gegensatz zur medialen Aufmerksamkeit die das Gendern bekommt. Unter der obigen Annahme wären für mich Lohngerechtigkeit, "frauenbezogene" Medikamentstudien, geschlechterneutrale Bewerbungen, etc. Themen, denen ich eine höhere Priorität einräumen würde. 2/x
@Mab_813 Und die Prioritäten spielen eine Rolle, wenn es um Ressourcen geht. Und wenn es nur die Ressource mediale Aufmerksamkeit ist.
Jetzt habe ich den Faden verloren, wenn ich denn je einen hatte. Am Ende ist es vielleicht auch nur folgendes: Mir fehlen die handfesten Argumente, wenn ich Verständnis/Akzeptanz für das Gendern bei anderen erreichen möchte. "Jemand fühlt sich besser" zählt heute immer seltener.
Always assume good intent.