Eine Technologie ist in 30 Jahren 99 % billiger geworden. Nicht Computerchips – Batterien.

Das verändert gerade die Welt.

Ein THREAD 🧵

Im Jahr 1995: 5.000 Dollar pro Kilowattstunde.
Heute: unter 50 Dollar.

Und der Preis fällt immer weiter.

Wenn die meisten Menschen „Batterie“ hören, denken sie an Knopfzellen in der Armbanduhr oder AA-Batterien im Spielzeug.

Heute aber treiben Batterien Autos an, die 500 Kilometer weit fahren. Sie speichern den Strom ganzer Städte. Sie versorgen Fabriken über Nacht.

Das hat mit den Spielzeugbatterien so viel zu tun wie Tischkicker mit einem WM-Finale.

Warum ist das so wichtig? Weil Energie die Grundlage von allem ist, was wir tun (das hat die ganze Welt ja gerade wieder zu spüren bekommen, dank Donald Trump).

Eine sehr billige Technologie, Energie zu speichern, verändert nicht irgendein Detail – sie verändert das ganze Spiel.

Der Preisverfall folgt dabei einem Muster, das Ökonomen Wright’s Law nennen. Bei Batterien hält es seit über 30 Jahren, egal ob Krise, egal welche Chemien und Architekturen die Ingenieure einsetzen.

Wir alle kennen diesen Preisverfall von Computerchips. Das ist der gleiche Mechanismus – nur verändert er diesmal nicht, wie gut du Bilder auf deinem Smartphone bearbeiten kannst, sondern unser ganzes Energiesystem.

@grimm Irgendwann ist dabei auch Schluss, wie man gerade bei den Chips sehen kann.

@skaphle @grimm

das mit der Miniaturisierung wird an Genzen kommen, dito sind hohe Frequenzen nicht einfach zu handeln, nichtsdestotrotz steckt heute ein mehrfaches an Rechenkapazität in der Hosentasche als noch vor 10 Jahren und das auch noch deutlich effizienter und das wird auch noch eine Zeitlang so weitergehen.

Im Vergleich dazu sind wir bei Batterien noch lange nicht an diesem Punkt.

@skaphle Hrm, der vergleich geht fehl..

Bei den chips haben wir jahrzehnte gebraucht um die technologie bis an die physikalischen limits zu entwickeln und daher ergab sich Moore's Law.. welches jetzt wo wir so ziemlich nah am limit des machbaren schaben halt auch nicht mehr funktioniert.

Batterietechnik hingegen ist von grund auf an eine sache von physik und chemie, die regeln dort sind starr, lediglich die skalierung der produktion verändert sich.

Demnächst, also in den nächsten 25 jahren nach und nach, kommen nochmal mehr und mehr recycelte materialien in das spiel.

Aber solange wir keine noch bessere als die Li-Ion* chemie finden .... werden sich batterien nicht mehr _so_ groß verändern. ;) (Ausgenommen sidn explizit zellchemien dir eh primär für stationäre nutzung gedacht sind, da gibts vermutlich wirklich noch etwas luft für verbesserungen und womöglich neuentwicklungen.. so wie Natrium basierte zellen u.ä. ;)