Hab gestern gesagt "Früher hieß es noch 'Wikipedia als Quelle ist Mist' und 'Glaub nicht alles was bei Wikipedia steht' aber der KI glaubt man heute alles! Wir sind verloren"

Und die Antwort war der Kracher.
"Die KI kann man nicht mit Wikipedia vergleichen. Bei Wikipedia werden die Kommentare von Menschen geschrieben. Die KI antwortet auf Fakten basiert."

Ich weiß echt nicht ob man da lachen oder doch schon heulen soll.

@nerdherz

Hab bis jetzt noch nie gehört, dass Wikipedia Mist sei. Ja, habe da auch schon Kleinigkeiten korrigiert, denn Menschen machen Fehler, das kommt halt vor. Im Großen und Ganzen ist Wikipedia aber solide.

Und tatsächlich basiert KI auf "Fakten" oder besser auf das, von dem die KI ausgeht, dass es sich um Fakten handelt, weil dieser "Fakt" häufiger im Netz auftaucht als andere Meinungen dazu. Und diese Meinungen oder "Fakten" stammen von Menschen. Und Menschen machen Fehler! Und viele Menschen machen viele Fehler und gar nicht mal so selten auch noch den gleichen.

@chrisp65_3 Wikipedia als Quelle für Arbeiten, Aufsätze etc. ist tatsächlich Mist. Weil es im Grunde eine Zusammenfassung verschiedener Quellen ist.

Aber es ist natürlich super um schnell was nachzulesen und meiner Meinung nach auch ein guter Anfang für eine Recherche. Man sollte sich nur immer anschauen welche Quellen zugrundeliegen. Und da halt weiter machen.

@nerdherz

Als Quellenangabe für Arbeiten, bei denen Quellen anzugeben sind, ist es nicht geeignet. Diplomarbeit mit Quelle Wikipedia darf wiederholt werden.

Doch sind die dort verwendeten Quellen meist ersichtlich und diese können dann genutzt werden. Deswegen würde ich es nicht als "Mist" bezeichnen. Laut Wikipedia ist Mist im Sprachgebrauch "Unsinn", doch es macht Sinn, wenn auch nicht für jeden Zweck.

@nerdherz Deine Worte klingen nach einem sehr vernünftigen Ansatz.

Ich möchte dem auch nicht widersprechen. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass es bei zentral wichtigen Themen in der Vergangenheit nicht funktioniert hätte: Wenn es Studien zur Schädlichkeit von Blei im Benzin gab, waren diese gekauft und weit gestreut, ebenso zur Schädlichkeit vom Tabakkonsum, Radioaktivität, PFAS, etc.

Lobbyverbände erstellen Fake-Studien und verbreiten sie. Das wären für ein LLM "Fakten".
@chrisp65_3

@nerdherz @chrisp65_3 D. h. dann aber eigentlich, dass Enzyklopädien als Quelle für Aufsätze usw. Mist sind und nicht speziell Wikipedia, oder?

Ich hab keinen Link - es ist schon zu lange her - aber ich erinnere mich gelesen zu haben, dass Experten bei Artikeln zu ihren Fachgebieten in Wikipedia weniger Fehler finden als in der Encyclopædia Britannica.

@goedelchen @nerdherz

Bei vielen Enzyklopädien sind Quellen schwer nachzuprüfen oder erst gar nicht vorhanden. Für wissenschaftliche Arbeiten sind sie daher nicht sonderlich gut geeignet, auch wenn sie ständig aktualisiert werden.

Für den Aufsatz in der Schule genügen sie, da kann auch Wikipedia angegeben werden. War zumindest noch so, als der Junge in Schulbank drückte.

@goedelchen @chrisp65_3 Ja das stimmt. Die Britannica wurde ja auch immer wieder geupdatet. Und damit mein ich nicht dass neues hinzu kam, sondern dass bestehendes geändert wurde.

Der Unterschied ist, dass an Wikipedia viele Menschen aus der ganzen Wekt beitragen und verschiedene Quellen nutzen und dort alles auch diskutiert und geprüft wird gegenseitig.
Und man kann es schnell ändern ohne tausende Bücher neu zu drucken. Das ging halt damals nicht.

@goedelchen @chrisp65_3

Wer nutzt aber heute noch gedruckte Enzyklopädien?
Die wurden ja schon vor Wikipedia von den CD ROM Enzyklopädien abgelöst (die hatten wir auch, das weiß ich noch 🤭)

@nerdherz @goedelchen

Leider keiner. Hab eine über fünfzigbändige geerbt. Nicht alt genug fürs Antiquariat, aber alt genug, um nicht mehr genutzt zu werden. Die kauft maximal der Altpapierhändler.
Aber immer alles positiv sehen! Ich hab Lektüre bis ans Lebensende.

@chrisp65_3 @nerdherz @goedelchen Bei meiner Freundin habe ich "Encyclopädie" gelernt: Einen Eintrag lesen und dann darüber sprechen. Erste Frage: Kann das stimmen? Sehr vergnügliche Mittagsstunden. Als Sutdentin habe ich im ersten Lexikon überhaupt geschmökert. Dort wruden Mitesser beschrieben: Kleine schwarze Wesen mit vielen Beinen und glühenden Augen, die in unseren Poren hocken und rausgucken.