Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

„Michael, warum freust du dich denn nicht über den hohen Ölpreis? Der beschleunigt doch die Energiewende zu Erneuerbaren!“

„Die hohen Preise für Öl, Gas und Dünger treffen die Ärmsten und machen fossile Konzerne und Regime noch reicher. Auch in #Deutschland.

Während Eigenheimbesitzende schon jetzt durch Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos ihren Wohlstand steigern, werden viele Mietende in der fossilen Falle abgezockt.

Deswegen wollen Kommunen und Länder weitere Menschen an den erneuerbaren #Wohlstandsenergien beteiligen, fossile Konzerne und einige in der Bundesregierung bremsen und blockieren aber weiter.“

„Welchen Ölpreis fändest du gut?“

„Vor dem Irankrieg drückte die post-fossile Transformation den Ölpreis auf nahe 60 Dollar. Darunter sinkt die Förderung, können sich fossile Regime & Terrorgruppen nicht mehr finanzieren, verändern fossile Konzerne ihr Geschäft und lohnen sich Erneuerbare längst dennoch - auch als #Friedensenergien .“ https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/niedrige-oelpreise-fuehren-zu-weniger-feuern-des-hasses/

Niedrige Ölpreise führen zu weniger Feuern des Hasses

Dr. Michael Blume erklärt, wie niedrigere Ölpreise zu weniger autoritärer Rentierstaatlichkeit und weniger Gewalt, zu mehr Frieden führt.

Natur des Glaubens
@BlumeEvolution vielen Dank für diesen Beitrag.
Kürzlich las ich einen Artikel über die Nöte Australischer Farmer, die wegen fehlendem Treibstoff die Frühjahrsaat nicht ausbringen können.
Darunter hämische Kommentare wie: selber schuld, fossilisten.
Dass diese Farmer nicht aus purer Freude am verbrennen, Dieselfahrzeuge haben, ist selbst mir als idealistische schweizer Bio Bergbäuerin klar.
Den Preis für zuwenig Ernte zahlen die Reichen mit Geld und die Armen mit Hunger.
@sibylle @BlumeEvolution
Jo, vor allem da Landwirtschaft ein Bereich ist, der sehr schwer zu elektrifizieren sein wird, aufgrund der riesigen Energiemengen, lange Einsätze (in der Saison teilweise Dauerbetrieb) aber aufs Jahr gesehen eine geringe Auslastung. Verbunden mit kein Strom aufm Feld, mit Glück aufm Hof.
Seitdem ich ein e Auto habe, freue ich mich schon auf unseren ersten e Trecker, auch wenn das sicherlich noch einige Jahre dauern wird.

@twe @sibylle @BlumeEvolution

Lese hier einen Haufen Fossilmafiaargumente.
Wenn die Energie fuer den Traktor von einer Tankfuellung Diesel ausreicht, dann tut es auch die von einer Batterie, die man genauso schnell laden kann, wie man einen Tank mit Diesel fuellen kann!

https://de.wikipedia.org/wiki/Natrium-Ionen-Akkumulator

Serienreif!

Natrium-Ionen-Akkumulator – Wikipedia

@cmister26 @sibylle @BlumeEvolution
Naja, eine Tankfüllung reicht in der Regel für 8 bis 12 Stunden bei schwerer Last. Größenordnungsmäßig ist der Tank bei dem etwa 1,5 bis 2 fachen der PS, also ein 200 PS Trecker hat einen Tank mit guten 300l Diesel, ein 500 PS Trecker ist mit ca 800l unterwegs.
Für kWh muss man das mit 4 multiplizieren, und dann weiß man, dass die Batterien schon noch deutlich günstiger werden müssen.

@twe @sibylle @BlumeEvolution

Also wenn diese Batterien (Link) guenstig genug fuer so einen Kleinwagen
https://de.wikipedia.org/wiki/JAC_E10X
sind, dann sollten sie fuer einen halbe Million Tracker doch auch "reichen".

Innerhalb von 12 Minuten! auf 90%!

Versuch doch mal 800 l Diesel in nur 12 Minuten in einen Tank zu bringen.

JAC E10X – Wikipedia

@cmister26 @sibylle @BlumeEvolution
Naja, der hat eine 30 kWh Batterie, 800l Diesel sind eine 3200kwh Batterie. Und für 12 Minuten Ladezeit bräuchte man etwa 15MW Ladeleistung.
Und 800l Diesel sind mit unserer Pumpe in 10 Minuten im Tank, mit einer schnelleren Pumpe geht's noch schneller. Aber ja, das ist nicht die Pumpe an der normalen Pkw Tankstelle, die schafft nur 30l/min. Aber beim Lkw ist idr eine 70 bis 90l/min Pumpe.

@twe @sibylle @BlumeEvolution

Wenn Du 3 Windraeder auf Deinem Grund hast, hast Du die 15 MW zur Verfuegung.
Sicher, 1,5 MW Schnellader sind noch nicht sehr verbreitet, aber es gibt sie schon.
Und wenn Du eine Mittagspause machst, dann kannst Du auch 2 mal am Tag laden.
Und bei einem grossen Tracker brauchst Du schon ein sehr grosses Feld, dass der wirklich 8 Stunden braucht, um das ganze Feld zu bearbeiten.
(Habe die Zahlen nicht nachgerechnet)
Aber ich bin fest der Meinung "ES GEHT".

@cmister26 @sibylle @BlumeEvolution
Bei den großen geht es derzeit nicht ohne massive Einschränkungen/wirtschaftliche Nachteile.
Die fahren idr 24/7 mit Fahrerwechsel aufm Feld und dann von Feld zu Feld und die Trecker sind so groß, weil die halt die Arbeit trotzdem nur gerade so fertig bekommen, sonst könnte man ja auch Geld sparen und kleiner kaufen.

MCS (megawatt charging system) ist spezifiziert bis 4MW.

@twe @sibylle @BlumeEvolution

Also wenn Du Dir einen 3 MWh-Kontainer auf einen Lkw stellst, kannst auch auf dem Feld "tanken" und den Konatiner immer hin und her fahren.
Ich nehme ja nicht an, dass Du mit einem Tankwagen aufs Feld faehrst.
Waere also sogar ein Zeitgewinn.

@cmister26 @sibylle @BlumeEvolution
Doch, da wird aufm Feld getankt. Das ist bei 24/7 in der schweren Bodenbearbeitung Standard. Der Trecker darf da ist nur mit Begleitfahrzeug auf die Straße, daher fährt der nur auf der Straße, wenn er muss. Beim Fahrerwechsel wird das idr erledigt. 1000l gehen beim pickup hinten auf die Ladefläche.
https://www.bahre-cemo.de/dt-mobil-pro-hybrid-basic-980-liter-apready/CH12062

Wir machen keine schwere Bodenbearbeitung in dem Ausmaß, daher ist das für uns nicht relevant.

DT MOBIL PRO hybrid Basic 980 Liter APready | CH12062

Dieseltankanlage mobil PRO hybrid Basic 980 Liter APready – inklusive ADR-Zulassung – Innentank-Tauschservice und Rundum-Sorglos-Paket optional.

bahre-cemo.de

@twe @sibylle @BlumeEvolution

Echt interessant, was man hier alles erfaehrt.
Aber nach Deiner Rechnung waere das relativ genau ein Speichercontainer.
Und wenn der Tracker ein Kabel hinter sich herziehen wuerde, dann braeuchte er nicht mal den schweren Speicher "mitschleppen".
Gut, vielleicht eine zu irre Idee, aber eine Elektrorasenmaeher hat ja auch ein Kabel dran.

Vergleich:
Bewaesserung mit mobilen Rohren (in der Wueste gaengig).
Die fahren ja auch nicht mit Tankwagen uebers Feld.

@cmister26 @sibylle @BlumeEvolution
Die Tankgröße hängt von der Treckergröße ab.
https://www.deere.de/de-de/produkte-und-loesungen/traktoren/grosstraktoren/9rx-830-traktor-otkymfjx - knapp 2000l

Schlauch hinterher ziehen gibt's bei der gülleverschlauchung, führt auch zu einigen Problemen, Schächte und Senken sind der sichere Tod der Schläuche/Kabel.

Ich denke Akku am Feldrand und dann in den Pausen beim abschmieren usw nachladen wird da der Weg sein. Aber das ist noch ein sehr langer Weg.

9RX 830 Großtraktoren

Die Traktoren 9RX 710, 770 und 830 von John Deere sind die leistungsstärksten Serientraktoren. Die Kombination des JD18-Motors mit dem neuen e21 PST-Getriebe und den neu gestalteten Fahrwerken garantiert eine beispiellose Zugkraft des Zugpendels, ohne dass Diesel-Emissions-Flüssigkeit (DEF) erforderlich ist.

@twe @cmister26 @BlumeEvolution Meiner Meinung nach ist der Antrieb der Traktoren eine politische Frage. Nicht eine technische. Sobald die Verbrenner nicht mehr opportun sind, wird John Deere mit den bestehenden Möglichkeiten die praktikabelste Lösung präsentieren und den grossen Farmen mit dem hauseigenen Kreditinstitut die Maschinen auf Platz bringen. Wenn sich die Ingenieure dahinterklemmen geht bestimmt was... Auf den Mond kommen wir auch.
@twe @cmister26 @BlumeEvolution wir ganz kleine haben noch den Schilter auf dem Hof, den wir 2 Mal im Jahr für die Futterernte brauchen und zur Landschaftspflege (Äste abtransportieren), und wenn es drum geht Material auf die oder von der Alpe zu transportieren.
Unserer bekommt pro Jahr um die 25-50l Diesel zu trinken.
Ein neuer Transporter ist für uns nicht erschwinglich. Egal welcher Antrieb. Da zahlen wir zäneknirschend CHF 3.- pro liter... Kredite für Maschinen kommen nicht in Frage.
@twe @cmister26 @BlumeEvolution wir überlegen seit Jahren, ob wir ein UTV zulegen sollen. Das würde unsere Arbeit ziemlich erleichtern.
Auch hier - die elektrischen gibt es nur neu: teuer. Ladeinfrastruktur an 2 Orten nötig, einmal Netzbetrieben, einmal eine Solar - Inselanlage. Auch nicht günstig.
Diese Mehrkosten von einigen Tausen Franken müssten wir privat, mit dem Geld aus der Ausserbetrieblichen Erwerbsarbeit bezahlen, weil unsere Landwirtschaft das nicht abwirft...
@twe @cmister26 @BlumeEvolution Global gesehen gibt es nicht "die Landwirtschaft". Einerseits haben wir riesige "McDonalds" Flächen mit Weizen, Raps, Zucker, Mais, Soja, die industriell bewirtschaftet werden. Andererseits werden enorme Mengen an Kalorien in Handarbeit und mit Kleinmaschinen aus der zweiten Hälfte des 20.Jh produziert. Irgendwo im Hinterland. Die Diskrepanz zwischen "technisch möglich" und "praktikabel" ist enorm. Die meisten Bauern die ich kenne, sind pragmatisch.
@twe @cmister26 @BlumeEvolution problematisch wird es für mich an dem Punkt, wo "die Konsumenten" ressourcenhungrige Gelüste haben, und gleichzeitig "den Produzenten" umweltschädliches Verhalten vorwerfen. Wenn das Geben und nehmen von Produktion und Konsum nicht in einen Kreislauf kommt, kann das Probem so oder so nur verlagert werden. Nur Planzen können Kalorien generieren. Als Abfall der Konsumation fällt Dünger an. Und die Energie für Produktion, Lagerung, Transport muss irgendwoher kommen.
Es ist schon zum Teil eine technische Frage weil 3000 kWh Akkus sind sicher auch in Zukunft kein Pappenstiel.

Arbeiten mit solchen Anforderungen muss man irgendwann vielleich sogar mit dem wertvollen und viel zu knappen Wasserstoff erledigen.

Viel einfacher und notwendiger ist es da, Arbeitsschritte möglichst effizient zu gestalten wo immer das halt geht ist. Mehr Direkteinsaat statt tiefer Bodenbearbeitung. Selbstfahrende solargetriebene Unkrautroboter statt schwerem Traktor oder Herbizideindatz etc.

Einen elektrischen Hofschlepper hätt ich trotzdem gerne. Nur bekomme ich um den Preis derzeit 3-4 Dinogurgler 😞

CC: @[email protected] @[email protected] @[email protected]