Besonders beschäftigt mich (auch als gelernten Bank-Finanzassistenten) ja das sehr deutsche Kompositwort „Vermögensbildung“. In drastischer Weise deutet es den so wertvollen Bildungsbegriff vom Menschen weg. Ob Jugend- oder Herzensbildung, Medien- oder Schulbildung, sogar Finanzbildung: Fast immer geht es um eine Stärkung von Menschen. Doch bei „Vermögensbildung“ geht es letztlich nur um Pläne zur Erlangung von materiellem Besitz. Verkäufer & Finfluencer verheißen Vermögensbildung, mit erstaunlich viel Resonanz.

Das würde ich gerne dialogisch besser verstehen… Und mit mal mit Prof. @Teh_Doc_Inan in #BlumeundInce diskutieren.

Hat jemand zu diesem Komposit-Wort Wissen oder Ideen? 🤔📚💸🏦

#Bildung #Schulbildung #Herzensbildung #Finanzbildung #Vermögensbildung #Kompositwort #Deutsch #FediLZ #Finfluencer #Geldglauben

@BlumeEvolution @Teh_Doc_Inan das ist kurios - Vermögen ist gleichbedeutend mit „Finanzkraft“, Unvermögen gibts in vielen Bereichen.

@Shortman @BlumeEvolution @Teh_Doc_Inan
Geht so.
"Vermögen" ist definitionsgemäß _auch_ die Fähigkeit, etwas zu tun: Ich vermag, Rad zu fahren.

"Vermögen" als Synonym für Vorhandensein von Finanzwerten ist insofern "nur" die Weglassung von "Finanz-" oder "Geld-" vor dem Substantiv.
Als Differenzierung zu "Erwerb", was den Zulauf meint, aber nicht impliziert, dass die Werte langfristig im Besitz des erwerbenden Menschen verbleiben.

Das bessere Wort finde ich in diesem Kontext "Vermögensaufbau".