Wie findet Ihr eigentlich eshops, die Euch nach erfolgreichem Kauf auf einer Google-Karte anzeigen, wo Ihr wohnt? Für die Käufer ist diese Information total wertlos, aber für #GoogleIsEvil sehr wertvoll.

Ich verstehe das nicht. Kriegen die Shops dafür Geld?

#Privacy

@[email protected] Datenschutzverstoß und nett vom Shop Geständnis und Beweis gleich selber zu liefern. Nur die Anzeige muss noch selbst erledigt werden, das könnte der shop auch noch automatisieren und direkt 500 Euro überweisen. Wikipedia ermittelt auch den Standort, aber ohne Google und ohne datenschutzverstoss.
@stefanmuelller da bei meinen Bestellungen die UI in 90% der Fälle nahezu identisch aussah gehe ich eher davon aus diese Funktion standartmäßig in den entsprechenden E-Commerce Lösungen aktiv ist
Story: Gefährliche Apps · Im Netz der Datenhändler - hier anschauen

Was viele Smartphone-Nutzer wissen: Die Apps auf ihren Handys sammeln detaillierte Standortdaten. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Die Informationen landen oft in einem undurchsichtigen, weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Es geht um vermeintlich anonyme Daten, die aber Wohnorte und Arbeitsplätze offenbaren – bis hin zu Bordellbesuchen oder Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken. Dieser Film zeigt, wie leicht ahnungslose Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können. Er macht deutlich, wie harmlos erscheinende Apps zum Sicherheitsrisiko werden – für Regierungen und selbst für Soldaten im Krieg. Grundlage dieser Dokumentation ist eine der bislang größten Recherchen dieser Art: Ein Team aus Bayerischem Rundfunk, netzpolitik.org, Le Monde und weiteren Partnermedien hat rund zehn Milliarden Standortdaten ausgewertet. Eine Spurensuche, die um die halbe Welt führt: zu einer ägyptischen Exiljournalistin in Berlin, die bedroht wird. Nach Brüssel, wo hochrangige Mitarbeiter der EU-Kommission betroffen sind. Nach Washington, wo Politiker ein Sicherheitsrisiko für US-Agenten in Europa sehen. Oder an die ukrainische Front, wo Soldaten in den Datensätzen ihre eigenen Stellungen wiedererkennen. Schließlich führt die Recherche zu einem Händler in Florida, der die Standortdaten deutscher und französischer Smartphone-Nutzer verkauft hat. So entsteht ein Film, der deutlich macht, welche immensen Risiken dieses Milliardengeschäft mit sich bringt – auch für Menschen in der Europäischen Union mit ihren vermeintlich strengen Datenschutzregeln.

@stefanmuelller wusste nicht einmal, dass es sowas gibt 🤯

@stefanmuelller ich würde erstmal annehmen, dass solche Anbieter sowieso das Tracking von Google und anderen nutzen und damit der Standort des Nutzers und einiges mehr sowieso schon bekannt ist.

Der Anteil an Webseiten, die ohne Google und Co auskommen ist ja doch ziemlich klein, und bei Kaufangeboten ist er noch geringer, ist mein Eindruck.

@stefanmuelller

Erschreckend finde ich, wenn ich auf meinem Handy nach einem Geschenk für meinen Schatz suche, und sie danach Werbung genau dafür auf ihrem Handy sieht...

Aber spätestens seit NSA wissen wir, die Teile hören jederzeit mit, Metadaten landen überall, und jetzt, wo wir alle fleißig KI nutzen, machen wir diese Systeme nicht nur schlauer, sie erfahren teilweise sehr viel über uns.

Sich dem entziehen zu wollen, würde bedeuten, ein altes Nokiatastentelefon auszukramen ...

@SaschaWenger Oder Dein aktuelles einfach in die Schublade legen und die ganz fest zumachen.

Mit einem Zettel und einem Stift zu einem Kumpel gehen und fragen, ob er mit spazieren geht. Oder auf ein Wässerchen in die Kneipe.

Den Zettel und den Stift hast Du mit, damit Du ihm eine Nachricht hinterlassen kannst, falls er nicht da ist.

Früher hatten Menschen eine Papierrolle und einen Stift an der Wohnungstür, aber das ist wohl nicht mehr üblich.

@stefanmuelller

Ja, klingt gemütlich und entschleunigend

Ich vermisse die Zeit, in der man aus dem Urlaub zurück kam und man erfährt, dass irgendwo die Welt untergegangen ist, und ich hab nix mitbekommen.

So spannend die technische Entwicklung ist, so sehr hat sie auch ihre Schattenseiten.
Aber gerade die Entwicklung um das Thema KI - wie soll ich sagen - "möchte ich nicht missen" drückt es nicht gut aus, es ist sehr spannend, aber auch extrem riskant, nur loswerden tun wir es nicht mehr