@tazgetroete das ist gruselig!
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Und es wäre gut auch die Gründe der Flucht ehrlich zu untersuchen. Nach mehreren Monaten Reisen in Westafrika ergibt sich für mich ein anderes Bild:
Migration ist ein Big Business in Westafrika, wo sich viele daran extrem bereichern, bis hin zur Führungselite. So wird aktiv ein Bild in der armen Bevölkerung geschaffen, wo du in Europa eine Villa mit Sportwagen besitzen wirst und genug Geld nach Hause schicken können.
Gleichzeitig braucht es ziemlich viel Entschlossenheit, sich in einem Fischerboot übers Meer zu wagen: Das macht man nur, wenn man wirklich jede Hoffnung verloren hat, dass sich im eigenen Leben etwas zum Guten ändern lässt.
Seine Heimat zu verlassen, dann auch noch auf diese Weise, das machen wohl die wenigsten aus Jux und Dollerei.
Dass der Druck gigantisch ist, kann nicht erstaunen.
Das Reichtumsgefälle ist gigantisch!
Noch immer leidet Afrika an der Kolonialisierung des vorletzten Jahrhunderts und den Strukturen, die daraus gewachsen sind.
Und wir profitieren immer noch davon.
Mitleid ist fehl am Platz.
Die Übernahme von Verantwortung und das Aufbauen von Solidarität und Gerechtigkeit auf Augenhöhe wäre überfällig.
Jeder Mensch, der im Mittelmeer stirbt, ist ein Weltuntergang.
@Simone21 @tazgetroete das Reichtumsgefälle ist auch innerhalb der einzelnen westafrikanischen Länder gigantisch. Es gibt extrem reiche Menschen in Westafrika.
Wir sollten auf Augenhöhe wirtschaftliche Beziehungen aufbauen. Die Afrikaner sind stolze Menschen und darin sollten wir sie bestärken. Statt sie mit unserem Verhalten zu Bittstellern und Flüchtlinge zu degradieren.
Hast Du persönliche Erfahrungen in Westafrika und warst auch länger vor Ort?
Ich werde hier die Diskussion beenden!